Schützenbund und Bogensportverband protestieren gegen Bogenjagd

Der Deutsche Bogensport-Verband (DBSV) und der Deutsche Schützenbund (DSB) protestieren in einem gemeinsamen Brief an das Landwirtschaftsministerium Brandenburg (MLUL) gegen die geplante Ausnahmegenehmigung für die Bogenjagd. In den Gemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow soll nach dem Willen der im MLUL angesiedelten Obersten Jagdbehörde (OJB) die Bogenjagd zur Bekämpfung von Wildschweinen im Siedlungsgebiet versuchsweise erlaubt werden (JAWINA berichtete). Die geplante Ausnahmegenehmigung würden die Verbände mit Sorge zur Kenntnis nehmen, schreiben DSB und DBSV, auch wenn diese “zeitlich befristet und personell beschränkt” sei. “Über die hinsichtlich Tierschutz und Hygienevorschriften vorgebrachten Bedenken des Bundeslandwirtschaftsministerium hinaus, das keinen Änderungsbedarf an den bestehenden Regelungen des Bundesjagdgesetzes erkennen kann, sehen der Deutsche Schützenbund und der Deutsche Bogensport-Verband eine große Gefahr darin, das Sportgerät Bogen als Jagdwaffe zuzulassen”, heißt es in dem Brief ans MLUL.

Die Verbände befürchten einen “generellen negativen Imagetransfer auf das Sportgerät Bogen” und warnen davor, dass in der Folge Forderungen nach einer Aufnahme von Bögen ins Waffenrecht laut werden könnten. Dies würde “weitreichende, bundesweite Erschwernisse bei der Ausübung” des Bogensports mit sich bringen. So könnte der Bogensport nicht mehr in Schulen praktiziert werden, um junge Menschen für den Sport zu begeistern, auch die Ausübung des Bogensports “öffentlichkeits- und medienwirksam auf zentral gelegenen, öffentlichen Plätzen inmitten der Bevölkerung” wäre damit unmöglich. SE

Beitragsbild: Brief von DBSV und DSB ans MLUL (Screenshot, Ausschnitt).

 

 

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