Schon wieder Wolf erschossen – und geköpft

Am 7. August wurde an der B 168 südlich von Lieberose (Brandenburg, Landkreis Dahme-Spreewald) auf der Fläche der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg ein erschossener Wolf ohne Kopf aufgefunden. Die Stiftung hat Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Cottbus erstattet und spricht sich gemeinsam mit Umweltverbänden für intensive Ermittlungen aus. Ein vorbeikommender Radfahrer entdeckte am 7. August einen Wolfskadaver am Fahrbahnrand der Bundesstraße 168 und informierte die Oberförsterei Lieberose. Mitarbeiter des Landesumweltamtes und der Oberförsterei bargen das tote Tier und überstellten es zur Untersuchung an das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin. Bei der Untersuchung konnte eine Schussverletzung als Todesursache festgestellt werden. Das Abtrennen des Kopfes war den Untersuchungsergebnissen entsprechend nach dem Tod des Tieres erfolgt. Es handelt sich um ein männliches, vermutlich 2-3 Jahre altes Tier, dessen genaue Herkunft noch nicht geklärt werden konnte. Die Fläche, auf der der Kadaver gefunden wurde, liegt im Naturschutzgebiet und gehört der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg.

Seit 2009 sind in dem Gebiet wieder Wölfe heimisch. Die Stiftung hat eine Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Der Wolf steht unter strengem nationalen und internationalen Schutz. “Das Verletzen und Töten von Wölfen als Verstoß gegen das Artenschutzrecht stellt einen Straftatbestand dar” sagt Andreas Piela, Vorstandsmitglied der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg. Stiftung Naturlandschaften Brandenburg, NABU Brandenburg, WWF Deutschland, Zoologische Gesellschaft Frankfurt und Landesjagdverband Brandenburg verurteilen die Tat und sprechen sich für eine konsequente Strafverfolgung aus. PM

Beitragsbild: Screenshot der Internetseite der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg (Copyright Stiftung NLB). Der Stiftung gehört die Fläche, auf der der Wolf gefunden wurde.

2 Gedanken zu „Schon wieder Wolf erschossen – und geköpft

  1. Bram Gätjen

    Es wäre auch wirklich grausam gewesen, den Kopf schon zu Lebzeiten des Wolfes abzutrennen. Da bin ich wirklich froh, dass das bei den Untersuchungen herausgekommen ist.
    Mein Vater sang früher immer zur Tannhäuser-Melodie: “ein Kind – ohne Kopf – das ist ein Krüppel fürs Leben”
    Und er wusste, dass das stimmt, schließlich war er Arzt.

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