Schon wieder Aufregung um Erlegerfoto

Ein kanadisches Paar hat auf einer südafrikanischen Jagdfarm einen kapitalen Mähnenlöwen geschossen und ein Anstoß erregendes Erlegerfoto in den sozialen Medien veröffentlicht. Auf dem Foto ist zu sehen, wie sich Darren und Carolyn Carter, die sich selbst als “passionierte Jäger und Naturschützer” bezeichnen und in Kanada als Wildtier-Präparatoren arbeiten, hinter dem geschossenen Löwen einen Kuss geben. Insbesondere die für ihre besondere Niveau- und Geschmacklosigkeit bekannte britische Boulevardpresse schäumt vor Aufregung, fordert ein Verbot der Großwildjagd und ein Importverbot für Jagdtrophäen nach Großbritannien. Die Gazette “MIrror” hat eine entsprechende Petition gestartet, die nicht nur ein Jagd- und Trophäenimportverbot fordert, sondern zudem ein Verbot der Gatterjagd (canned hunting) und die Listung von Giraffen als bedrohte Spezies. red.

Beitragsbild: Empörte Headline im britischen Boulevardblatt Sun (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser ZE für den Hinweis!

 

5 Gedanken zu „Schon wieder Aufregung um Erlegerfoto

  1. Zündelnerlaubt

    Stand gestern schon bei n-tv.
    Schön blöd…..
    Letztendes sorgen wir Jäger selbst dafür, dass wir in Verruf geraten

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  2. Tina Behla

    Ich würde canned hunting nicht als Jagd bezeichnen . Das ist Abschlachten und bringt seriöse Jäger nur in Verruf und die meisten distanzieren sich von solchen Individuen, die ich nicht als Jäger bezeichnen würde. Den Shitstorm haben sie mehr als verdient, da es sich hierbei um canned hunting handelt. Ich wünschte seriöse Jagdvereine würden sich darum kümmern, d. so etwas als Jagd nicht bezeichnet werden kann. Durch solche dummen Aktionen werden letztendlich die seriösen Jäger den Preis bezahlen. Ich habe den Film Blood Lions gesehen und habe keinen Respekt vor diesem Geschäft. Solche Artikel wie dieser helfen nicht weiter. Es sollte eine öffentliche Stellungnahme zu solchen Vorfällen geben um klar zu stellen, d. das nichts mit seriösen Jägern zu tun hat. Ansonsten wirft die Öffentlichkeit alles in einen Topf.

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    1. Keule

      Was verbieten wir eigentlich, wenn Fleisch essen, Tiere töten, Auto fahren und CO2-Ausstoßen verboten sind? Ich meine, irgendwie muss es ja weitergehen.

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    2. admin Beitragsautor

      Ich finde diese Kampagne hochgradig verlogen. Zur Klarstellung vorneweg: Ich habe kein Bedürfnis, exotische Tiere zu schießen und lehne die Gatterjagd ab. Aber in einem Land, in dem es Würstchen und Speck schon zum Frühstück gibt und genau wie bei uns 99% der Leute mit Lederschuhen und -gürteln rumlaufen und Billigfleisch konsumieren, ist diese moralische Empörung und Verurteilung in besonders widerlicher Weise bigott. Die Safari-Industrie befriedigt letzten Endes auch nur ein Bedürfnis, das man ebenso ablehnen kann wie den monströsen Fleischhunger der Weltbevölkerung. Den Tieren dürfte es derweil egal sein, aus welchem Grund sie getötet und wie sie nach ihrem Ableben verwertet werden. Im Vergleich zu den bedauernswerten Kreaturen in der industriellen Massentierhaltung dürfte das Leben auf einer Jagdfarm jedoch geradezu paradiesisch sein – und deutlich länger währen. SE

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