Schleswig-Holstein: Wolfspräventionsgebiete treten am 15. März in Kraft

Die Kreise Pinneberg, Dithmarschen, Steinburg und Segeberg sind ab Freitag (15. März) offiziell Wolfspräventionsgebiete (WPG). In diesen Gebieten sowie dem Kreis Herzogtum-Lauenburg, der bereits 2015 zum Wolfspräventionsgebiet erklärt wurde, finanziert das Land dauerhafte Herdenschutzmaßnahmen von Nutztierhalterinnen und -haltern. Das teilt das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) in einer Presseerklärung mit. Mit dem Inkrafttreten der neuen “Wolfsrichtlinie” des Landes am 12. März 2019 sei nun eine 100%ige Finanzierung der Herdenschutzmaßnahmen möglich. “Ziel ist es, die hier ansässigen und durchs Land wandernden Wölfe gar nicht erst an Nutztiere als Nahrungsquelle zu gewöhnen”, sagte Umweltminister Jan Philipp Albrecht.

 

Seit der Bekanntmachung der Wolfspräventionsgebiete sind bereits über 70 Anträge eingegangen, die derzeit bearbeitet werden. Alle Halterinnen und Halter, die einen Antrag gestellt haben, haben weiterhin Anspruch auf eine Entschädigungszahlung nach einem Wolfsriss. Das gilt unabhängig davon, ob der durch das Land finanzierte Herdenschutz bereits geliefert werden konnte oder nicht. Die Ausstattung der Halterinnen und Halter wird gestaffelt nach Betriebsgrößen bearbeitet. Zuerst werden die Betriebe mit über 500 Mutterschafen versorgt, da diese Betriebe bereits etwa 60% der in der Region gehaltenen Schafe halten. Die Betriebe werden nach Antragsstellung individuell durch das Wolfsmanagement beraten und bei dem Ankauf von Zäunen begleitet. Der Antrag zur Kostenübernahme ist ab Freitag (15. März) 12:00 Uhr digital möglich. Die notwendigen Hinweise für das Online-Verfahren erhalten die Antragsstellerinnen und Antragssteller über die oben genannte Mailadresse.

Größere Weidetiere – insbesondere Pferde und Rinder – gelten aufgrund der Wehrfähigkeit dieser Tiere in der Regel nicht als gefährdet, so das MELUNF. Deren Halter müssen zunächst keinen Antrag stellen, da bei ihnen im Fall der Fälle die Ansprüche auf die Gewährung eventuell doch anfallender Ausgleichszahlungen auch ohne speziellen Antrag erhalten bleibt. Pferde- und Rinderhalter, die aufgrund ihrer speziellen betrieblichen Strukturen trotzdem eine Gefährdung befürchten, können natürlich ebenfalls Anträge stellen und werden durch das Wolfsmanagement betriebsspezifisch beraten. PM MELUND

Beitragsbild: Schafe auf einem Deich. Foto: SE

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