Schleswig-Holstein verbietet Gatterjagd

Der Streit um die von der Familie Bismarck betriebenen Jagdgatter geht in eine weitere Runde. Das berichten die Lübecker Nachrichten. Die Betreiber der umstrittenen Schwarzwildgatter wehrten sich gegen eine Verfügung, das bereits 1999 ergangene Gatterverbot umzusetzen, mit juristischen Mitteln. Sandra Redmann, die umweltpolitische Sprecherin der Kieler SPD-Fraktion erklärte in den Lübecker Nachrichten, das Land könne es nicht hinnehmen, dass während eines sich über Jahre hinziehenden Rechtsstreits weiter gejagt werden dürfe. Deshalb sei ein Verbot der Jagd in eingezäunten Arealen in das neue Landesnaturschutzgesetz aufgenommen worden, das bereits im April verabschiedet werde. Ausnahmen soll es nur zu “Naturschutzzwecken” geben, sprich: Der Forstpartie soll es auch weiterhin möglich sein, eingezäunte Pflanzgatter wildrein zu erhalten.

Gegen das neue Gesetz können die Gatterbetreiber laut Lübecker Nachrichten zwar ein Normenkontrollverfahren anstrengen, doch das Gesetz würde zunächst in Kraft treten, die Gatterjagd sei damit verboten.

Die im Entwurf des Landesnaturschutzgesetzes geplante Aufhebung des Betretungsverbotes für ungenutzte Ackerflächen ist gestrichen worden. Landwirte und Jäger hatten kritisiert, dass das Betretungsrecht Schäden verursachen und Jungtiere stören würde. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten und zitierten Beitrags in den Lübecker Nachrichten online (Bildschirmfoto).

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