Schleswig-Holstein: Seeadler von Windrad getötet

Am Montag ist unter einer Windkraftanlage in Holtsee (Kreis Rendsburg-Eckernförde) ein verendeter Seeadler gefunden worden. Der männliche Seeadler ist offenbar von einem Rotorblatt des Windrads erschlagen worden. Der Vorsitzende des Vereins Seeadlerschutz Schlei berichtet in den Kieler Nachrichten, dass er zudem die Überreste eines Falken unter dem Windrad entdeckt habe. Dreves vermutet, dass der Seeadler von dem Falken fraß und beim Hochfliegen dann selbst vom Rotor erschlagen wurde.

Der Verein Seeadlerschutz Schlei hat eine Stellungnahme veröffentlicht, in der er zu einem Statement des Windparkbetreibers Stellung bezieht. Darin heißt es:

“Stellungnahme des Seeadlerschutz Schlei e.V. zu dem Todfund eines Seeadlers und eines Turmfalken im Windpark Holtsee-Altenhof am 9.3.2020 und zu der Presseerklärung der Betreiberin des Windparks, der Denker & Wulf AG.

Der Todfund des Seeadlers und des Turmfalkens in Holtsee überrascht nicht. In diesem Windpark wurden bereits mehrere erschlagene Mäusebussarde und weitere Vögel unter den Windkraftanlagen gefunden. Ebenso liegen regelmäßig verendete Fledermäuse unter den Anlagen, welchen vermutlich durch das sogenannte Barotrauma die inneren Organe zerplatzten.

Dazu kommt, dass diese Art Funde von Schlagopfern unter Windkraftanlagen lediglich als Zufallsfunde einzuordnen sind. Viele Windparks können nicht betreten werden. So ist beispielsweise der Windpark Loose (Halbinsel Schwansen) mit Toren und 4-lagigem Stacheldraht abgeriegelt, ein Verfahren dagegen läuft immer noch. Der Fund eines möglicherweise in die Rotorblätter geratenen Greifvogels ist somit für Naturschützer nicht möglich. Kein Windkraftanlagenbetreiber hat ein Interesse daran, dass der Fund eines durch seine Industrieanlagen erschlagenen Greifvogels öffentlich wird.

Fundort des Seeadlers. Fotos: Frank Dreves

Die Denker & Wulf AG versucht mit ihrer Stellungnahme von der Problematik des signifikanten Tötungsrisikos für Seeadler und andere Arten im Windpark Holtsee-Altenhof abzulenken, in dem sie Zahlen der Projektgruppe Seeadlerschutz SH zur Bestandsentwicklung des Seeadlers in Schleswig-Holstein heranzieht. Während von Seiten der Windkraftverbände seit Jahren kritisiert wird, dass der Windkraftausbau durch das Moratorium nach dem Urteil des OVG Schleswig im Januar 2015 praktisch zum Erliegen kam, bezieht der D & W Geschäftsführer Levsen sich auf Rekordwerte der Seeadlerpopulation parallel zum Windkraftausbau – dies ist widersprüchlich und unseriös.

Zudem stellt sich die Frage, warum bei jährlich so vielen in Schleswig-Holstein flügge werdenden Seeadlern, lediglich wenige Neuansiedlungen von Seeadlerbrutpaaren zu verzeichnen sind? Wo bleiben also die vielen jungen Adler, die über die Jahre bei uns zur Welt kommen und warum gibt es nicht mehr Neuansiedlungen von Brutpaaren?

Seeadler im Windpark Altenhof Holtsee. Fotos: Frank Dreves

Die Denker & Wulf AG versucht bereits zum jetzigen Zeitpunkt eine Schuld von sich zu weisen, selbst wenn sich durch die Untersuchungsergebnisse des Labors in Neumünster herausstelle, dass der Adler mit einem Rotorblatt ihrer Windkraftanlage kollidiert sei, indem sie versucht, deutlich zu machen, dass die Kollision kein Tatbestand gegen das Tötungsverbot nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz darstelle. Dabei hat bislang niemand mit dem Finger auf die Anlagenbetreiber gezeigt. Kritisiert werden von unserer Seite drei entscheidende Punkte:

• Die zu erstellenden faunistischen Gutachten für Windparks werden von den Windkraftanlagenbetreibern beauftragt und bezahlt.

• Die Warnungen von örtlichen Naturschutzgruppen, auch in Stellungnahmen zu den Regionalplänen, wurden von der Landesbehörde nicht ernst genug genommen.

• Auch gegen weitere Windvorrangflächen in der Nähe der Goosseewiesen und weiteren sensiblen Gebieten sieht die Landesbehörde offen sichtlich keinen Handlungsbedarf.

Die Denker & Wulf AG berichtet, dass in einem Prüfbereich von 6 km um einen Seeadlerhorst keine wiederkehrenden Flugbewegungen festzustellen seien. Dieses Ergebnis scheint sehr unwahrscheinlich, da die Seeadlerhorste in Aschau, am Wittensee und in Schwedeneck um den Windpark herum liegen und in einem Fall sogar die 6 km-Marke unterschreiten.

Seeadlerpaar am Horst am Wittensee. Foto: Frank Dreves

Der Seeadlerschutz Schlei e.V. sieht die Genehmigung der Errichtung von Windkraftanlagen in Gebieten, die ein signifikantes Tötungsrisiko für Vögel vorweisen, entgegen der Behauptung der Denker und Wulf AG, durchaus als einen Verstoß gegen das Tötungsverbot nach § 44 des Bundesnaturschutzgesetzes. Der Landesplanungsbehörde wurde das Vorkommen unterschiedlicher, windkraftsensibler Arten im Bereich der Goosseeniederung und seiner Umgebung rechtzeitig durch örtliche Umweltgruppen bekannt gegeben. Hierbei ist es nicht relevant, ob es sich dabei um streng geschützte Vogelarten handelt oder nicht. Das Errichten von Großwindanlagen in diesen Bereichen stellt nach Ansicht des Seeadlerschutz Schlei e.V. einen Verstoß gegen die vorrangige europäische Vogelschutzrichtlinie dar und ist deshalb nicht zu genehmigen.

Auch wenn der Geschäftsführer der Denker & Wulf AG klimapolitische Zielsetzungen hervorhebt, so kann dies keine Rechtfertigung für einen Verstoß gegen vorrangige europäische Richtlinien darstellen. Klimapolitische Zielsetzungen eines EU-Mitgliedstaates bzw. eines deutschen Bundeslandes haben außer Betracht zu bleiben, soweit sie mit geltenden Rechtsvorschriften nicht im Einklang stehen. Die Existenz des Staates ist nicht wesentlich in Gefahr, da die Einhaltung der europäischen Vogelschutzrichtlinie zu keinem Energieversorgungsengpass in der Bundesrepublik Deutschland führt, zumal Deutschland im Jahr 2019 ca. 37 Milliarden Kilowattstunden Strom mehr exportierte, als es importierte, was ein Verwaltungsgericht kürzlich bestätigte.

Aufgabe der großen Umweltverbände, welche die Denker & Wulf AG in ihrer Presseerklärung erwähnt, sowie der Projektgruppe Seeadlerschutz SH ist es unserer Meinung nach, umgehend unsere Forderung nach dem 3-Jahres-Projekt „Telemetrie“ zu unterstützen.
Durch die Projektgruppe Seeadlerschutz werden in jedem Jahr etwa 40 Seeadler-Nestlinge beringt. Unsere Forderung: Diese 40 Seeadlerjungen sollen 3 Jahre mit GPS-Sendern ausgestattet werden. Die Flugrouten von über 100 Seeadlern könnten somit in einem Projekt verfolgt werden. Ähnliche Projekte laufen in Dänemark und Niederösterreich erfolgreich. Nach drei Jahren wüssten alle, wo ein Tötungsverbot nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz vorliegt und wo nicht. Solange hat der weitere Ausbau der Windkraft in Schleswig-Holstein ausgesetzt zu werden, da der möglicherweise erzeugte Strom aus diesen Windkraftanlagen vor frühestens 2025 ohnehin nicht in Deutschland verbraucht werden kann. Eine Finanzierung dieses Projektes ist aus den Ausgleichszahlungen der Windkraftanlagenbetreiber denkbar, welche diese an die Kreise zahlen müssen und welche, sollten diese nicht eingesetzt werden, an das Land gehen.

Im Falle des im Windpark Holtsee-Altenhof aufgefundenen Seeadlers ist unbedingt eine anatomische wie auch toxikologische Untersuchung erforderlich. Wenn eine toxikologische Untersuchung im Labor in Neumünster nicht möglich ist, hat unbedingt eine Folgeuntersuchung in der Giftzentrale in Göttingen oder im Leibniz-Institut für Wildtierforschung in Berlin zu erfolgen.” PM

Frank Dreves
Vorsitzender Seeadlerschutz Schlei e.V.

Beitragsbild: Tot aufgefundener Seeadler. Fotos: © Frank Dreves

33 Gedanken zu „Schleswig-Holstein: Seeadler von Windrad getötet

  1. Ronbi

    Eben doch nicht so GRÜN, die Windkraft.
    Und CO2 neutral?
    Schließlich fertigen sich die Bestandteile nicht von selbst und der Aufbau, sieht auch ziemlich Abgas lastig aus.

    Doppel Fluid Thorium Reaktoren, vielleicht eine Alternative, für alle Energiegewinnungsprobleme.

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    1. Christoph

      Ich arbeite seit 11 Jahren als unabhängiger Gutachter im Bereich Windkraft und habe europaweit über 2000 Windräder gesehen. Über diesen gesamten Zeitraum habe ich vier getötete (zerteilte/durchschlagene) Greifvögel (immmer Bussard) und keine getöteten Fledermäuse gesehen. Auch sind die wenigsten Windparks, wie vom Autor behauptet) eingezäunt oder unzugänglich. Meist nur, wenn es sich um BW-Gelände oder bspw. Deponien oder Industrieanlagen (bspw. Hamburfer Hafen) handelt, was aber die absolute Ausnahme darstellt. Eine Situation wie geschildert, dass gleich mehrere erschlagene Vögel und Fledermäuse unter ein- und denselben Windrädern liegen, konnte ich weder in der Praxis noch in Gesprächen mit Förstern oder Ornithologe feststellen. Hier kommt mir sofort der Verdacht der Meinungsmanipulation.
      Die meisten toten Vögel – fast auf jeder Tour – sehe ich bei An- und Abreise an Straßen- bzw. vor allem Autobahnrändern.

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      1. admin Beitragsautor

        Ihre persönlichen Erfahrungen eignen vermutlich nicht für eine Verallgemeinerung, möglicherweise hat Ihre berufliche Tätigkeit eine gewisse Voreingenommenheit zur Folge, zudem ist davon auszugehen, dass die Kadaver von Windkraftopfern im Bereich der Anlagenfüße sehr schnell von Aasfressern (z.B. Fuchs, andere Greifvögel wie im vorliegenden Fall) genutzt werden. Die Untersuchungen des LFU Brandenburg zur Gefährdung von Greifvögel durch Windkraft sind hier aufschlussreich, hier die Kurzfassung:
        https://lfu.brandenburg.de/media_fast/4055/vsw_greif_wind.pdf

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      2. Christiane Lousie

        Wir gehen morgens sehr früh mit unseren Hunden. Da finden wir oft getötete Vögel unter den WKA. Bevor die Krähen kommen und aufräumen…

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      3. Frank E.

        Oh, Sie (und die anderen Windmüller hier) haben hiermit Ihre Befangenheit ganz offensichtlich geäußert. [Kommentar gekürzt, bitte Netiquette beachten, admin.] SIE zerstören mit Ihrer Geld-Gier die Zukunft in Deutschland, und das vermutlich mit voller Absicht!

        Mein Kompliment an Frank Dreves, der für seinen Einsatz für den Naturschutz eigentlich ein Kandidat für das Bundesverdienstkreuz wäre, würde die “Wind-Mafia” mittlerweile nicht so etwas wie ein “Deep State” sein.

        Herr Dreves hat doch sicher einen Presse-Ausweis, dann darf er solche Gelände sogar betreten, denn in Deutschland gilt völlig zu Recht die Pressefreiheit!

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      4. Susanne

        Lieber Herr Ronbi

        War es nicht auch ein Gutachter für Windkraftanlagen, der mutwillig gegen den Baumstamm gehämmert hat, um den Rotmilan zu vertreiben, der sich eigensinnigerweise für seinen Horst einen Baum ausgesucht hat, der eigentlich für eine WKA gefällt werden sollte?
        Nach wie vor ist es ein Fakt, dass WKA NICHTS positives für die Natur machen! Sie dienen lediglich dem Windkraftbetreiber und seinen Nutznießern!
        Traurig finde ich nur, dass vielen Menschen, das Wohl unserer schönen Natur flöten gegangen ist! Woran liegt es, dass man den Tod eines Seeadlers für hinnehmbar hält? Dass man die Versiegelung von Flächen wie Fußballfelder PRO WKA akzeptiert? Die Zugvögel, die ebenso in die Räder geraten können, nicht schlimm findet! Es ist aber NICHT nur des Menschen Welt!! Sie gehört auch der Tierwelt! Und wir Menschen, glauben, obwohl es keine Speichertechnik gibt, es nachweislich NICHT den Strombedarf des Landes decken kann, das Recycling der Räder Massen an Sondermüll verursacht und Deutschland zu einem Industrieland erscheinen lässt über das die ganze Welt lacht…..dass DAS die Lösung ist?
        Es tut mir leid…..da fällt mir mit allem logischen Denken kein Grund FÜR Windkraft ein…außer, dass diejenigen die dran glauben, das Geld im Augen…und den Jüngern, die denen hinterherlaufen, machen das nur aus Panik heraus, weil die Medien ordentlich Stoff geliefert HABEN:
        Gestern allerdings kam schon der erste gute Bericht auf den ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN, dass mehr Geld in die Forschung von neuen Atimkraftwerken gesteckt werden soll, und das diese AKW´s eine gute Alternative zu den WKA sind!!! WOW!!!!! Die Medien scheinen einen Wandel zu erleben…

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        1. Ronbi

          Hallo Susanne!
          Mein Comment war durchaus kritisch gegenüber der Windkraft!
          Außerdem ist es illusorisch, mit Windkraft, auch wenn sie nur einen Teil liefert, unseren Energiebedarf bedienen zu wollen.
          Ich habe auf Doppel Fluid Thorium Reaktortechnik verwiesen, also Energiegewinnung durch radioaktives Material. Und dieser, noch in der Entwicklung befindliche Reaktortyp, könnte eine Lösung sein.
          Herkömmliche Reaktortechnik ist ungeeignet, ihres hohen Risikos wegen.
          Das hält allerdings viele Staaten, wie Russland, Indien, China usw, nicht davon ab, darauf zu setzen.
          Übrigens, jedes Barrel Öl und jede Tonne Kohle, die wir nicht verwenden, wird eben anderswo benutzt.

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      5. Thomas

        So so, da kommt er wieder der gute und völlig unabhängige Gutachter..
        Wenn dem so wäre, dann können doch mal alle Windkraftbetreiber bedenkenlos Webcams (Rund-umblick, dauerhaft eingeschaltet, für jedermann online zugänglich) an den Windrädern installieren. Hierdurch wäre doch lückenlos darstellbar, was da unterhalb dieser tollen Anlagen so passiert. Na, traut ihr euch?

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      6. Eike Ziehe

        danke für den Bericht
        es ist klar , dass sie so argumentieren, müssen sie ja auch, denn sonst wären sie ja auch kein Gutachter mehr für den Bereich Windkraft. Gehen sie doch einfach einmal jeden Morgen ab 06:00 Uhr durch die Windparks – sie müssen sich dann allerdings in SH verhundertfachen. Schauen sie was auf dem Boden liegt – jeden Tag. die Gutachten und die Gutachter besagen es ja selbst: natürlich gibt es Tötungen der Avifauna, aber sie sei nicht signifikant und wenn doch, so sei es dem politischen Klimaschutzziel gezollt.

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  2. Max Bawelski

    Ein totes Tier zu bergen ist also ein Verbrechen? Sehr interessant! Ich begrüße die Aktion von Herrn Dreves, egal ob damit Hausfriedensbruch begangen wurde oder nicht.
    Der Grundstückseigentümer hat doch kein Interesse einen solchen Fund zu melden. Damit würde ein solcher Vorfall nicht öffentlich gemacht und das Märchen von einer umweltfreundlichen Energiewende weiter geträumt werden. Gäbe es nicht Personen wie Herrn Dreves, würde es Wikileaks nicht geben. Vorfälle dieser Art müssen öffentlich gemacht werden. Das Für und Wider von Windkraftanlagen muss öffentlich und kontrovers diskutiert werden. Anderenfalls ersticken wir in der Lügenpropagada der Windkraftlobbyisten.

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  3. Lennox

    Allerdings, und es ist insgesamt schon verwunderlich, dass ausgerechnet die gesamte Riege der ortsansässigen Windkraftgegner in diesem „Seeadlerfund“ die Finger im Spiel hatte. Zufällig war man dort spazieren, wie schon erwähnt auf Privatgelände ohne Zutrittserlaubnis.
    Genauso schwach sind die Behauptungen man hätte ja schon so einige tote Raubvögel gefunden.

    Kein wenig wird auf das schlüssige Argument von Denker & Wulf eingegangen, dass die Windenergie in einem Land das zunehmend CO2 frei werden muss zum einen ein natürlichen Risiko für Vögel aller Art zählt. Genauso wie Bahn-und Straßenverkehr. Im übrigen, wenn wir ökologisch so weiter machen gibt es bald keine Populationen die es zu schützen gibt. Auch wenn einzelne tote Individuen vorkommen stehen diese in keinem Verhältnis zur großen Aufgabe der Energiewende. Zudem durchlaufen diese Windkraftbetreiber ein Genehmigungsverfahren nach Bundesimmissionsschutzgesetz. Dort werden auch die Unteren Naturschutzbehörden beteiligt die alle Abstände strikt prüfen. [Kommentar gekürzt, Netiquette beachten, admin.]

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    1. Frank Dreves

      Ach so, es ist also Windkraftkritikern nicht erlaubt, einen aufgefundenen Seeadler zu melden, oder was möchten Sie uns damit sagen? Wie viele Tonnen CO2 wurden eigentlich in den vielen Jahren der “Energiewende” schon eingespart? Wie viele Windkraftanlagen müssen deutschlandweit entstehen, damit sie insgesamt einen Einfluss auf das Makroklima hätten? Faunistische Gutachten zu Windparks werden von den Windkraftfirmen beauftragt und bezahlt – da liegt der Fehler im System!

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    2. C.Klahn

      Leider sparen die bescheuerten Windkraftanlagen kein bisschen CO2 ein. Weder bei der Herstellung noch nachher im Betrieb. Sonst müsste der Effekt ja schon zu erkennen sein.
      Solange es nicht ausreichend Leitungen und Speicher gibt bin ich für den STOPP!

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  4. Anko

    Bin gespannt, wie teuer den Steuerzahler der Rückbau dieser letztlich von der Allgemeinheit finanzierten Anlagen zu stehen kommt, wenn hier in Sachen Energiepolitik und Wirtschaftlichkeit irgendwann wieder Vernunft einkehrt.

    Für die Anlagenbetreiber sind solche landschaftsverzehreden Anlagen ohne die enormen Zuschüsse unrentable wenn nicht sogar ein Verlustgeschäft, siehe nur hier:
    https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/Ende-der-EEG-Umlage-fuer-Altanlagen-Kuenftig-eniger-Strom-aus-Windkraft,rueckbauwelle-windrad-100.html

    Solange die Anlagen gefördert werden, durch die es sich für die Anlagenbetreiber erst lohnt, zahlen wir weiter die im internationalen Vergleich höchsten Strompreise, vgl. https://www.finanztip.de/stromvergleich/strompreis/

    Trotzdem werden mittlerweile selbst Landschaftsperlen und Schutzgebiete zu “Windfarmen” umgestaltet, siehe etwa dieses aktuelle, recht prominente Beispiel hier: https://rettet-den-reinhardswald.de/

    Leider ist in der Politik niemand in Entscheiderposition in Sicht, der das Gesäß in der Hose hat, einen Schlussstrich zu ziehen. Das käme wohl auch einem Fehlereingeständnis gleich, was es den für den Ist-Zustand verantwortlichen der Politik nicht leichter machen dürfte.

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  5. Waldjäger

    Wieder mal recht einseitige Berichterstattung aber das ist man hier ja gewohnt.. Todesursache Nr. 1 bei Seeadlern ist Bleivergiftung! Bleirückstände aus Munition im Aufbruch den Jäger zurück lassen. Das ist ein ziemlich elender Tod. Sicher ist es Schade um jedes Tier das von Windanlagen getötet wird aber die Kohle vernichtet ganze Landschaften. Ich finde es immer interessant wieviel Energieexperten es überall gibt, die uns über wundersame alternative Energiegewinnung erzählen. Ich frage mich dann immer warum man nicht daraus grünen Strom produziert? Der Seeadler ist in diesem Fall leider nur Mittel zum Zweck.

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    1. Eike Ziehe

      In Dithmarschen gibt es an dem einen oder anderen Ort Kiebitzvorkommen, dann sollte es wohl obsolet sein an diesen Orten Windkraft zu planen.
      Ähnliches gilt für die Lachseeschwalbe. Weiterhin gibt es in Waldnähe an 3 Orten Seeadler in der Zahl zwischen 2 und 4 Stück, die ebenfalls dem Land nicht bekannt zu sein scheinen.
      Auch der jüngste Fall des erschlagenen Terzels bei Holtsee sollte Denkprozesse in Gang setzten, denn in der Tat war eine WKA, aber Sie haben die Genehmigung für die Windkraftanlagen erteilt. Sie stehen hier in der Verantwortung.
      Weiterhin sind alle Avifaunistischen Gutachten zum Vogelzug zu überarbeiten und/oder neu zu erstellen, da im Monitoring eine neue Höhe zu betrachten ist, nämlich neue Anlagenhöhen 180 – 210m.

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    2. MH

      Ich habe vor einiger Zeit zwei Studien gefunden und mir etwas näher angesehen (vielleicht mal googeln nach Madry_et_al_2015_Env_Res_Lett_-_Excessive_lead_in_golden_eagles.pdf und Jenni_et_al_2015_J_Ornithol_-_Lead_frequency_distributions_golden_eagle.pdf). Dabei sind mir folgende Gedanken gekommen:

      Ab welcher Anzahl von Proben kann man von einer statistisch relevanten Menge ausgehen?

      Wie groß ist die erlegte Zahl an Schalenwild in dieser Region?

      Wie hoch ist der Aas-Anteil an der Adler-Nahrung?

      Wie groß ist der Magen eines Adlers, so daß er von einem Aufbruch ausreichend Masse aufnehmen kann, um sich eine tödliche Bleimenge zuzuführen?

      Wenn die in der Regel aufgenommenen Beutetiere nicht die signifikanten Blei-Isotope aufweisen, warum sollte dann der Adler solche für ihn untypische Atzung zu sich nehmen, die ebendiese große Bleimenge enthält?

      Müßte dann nicht der Geier wesentlich größere Probleme haben? Die gefundenen Geier hatten auch höhere Bleikonzentration im Körper. Die müßten doch wesentlich mehr Aas aufnehmen als der zwischendurch auch mal jagende Adler.

      Wie lange dauert es, bis Blei sich in den Knochen absetzt? Eine hohe Konzentration in Knochen heißt für mich im Umkehrschluß eine kontinuierliche Aufnahme über längere Zeit. Die in Blut, Leber und Nieren festgestellten Werte, die eine akute Vergiftung darstellen, haben dann mit der Langzeitaufnahme nichts zu tun.

      Ist der Körperduchsatz des Adlers anders als der der Vergleichsart (Eagle Owl)? Auf Seite 7 der ersten Studie wird der unterschiedliche pH-Wert im Magen von Eulen und (anderen) Greifvögeln erwähnt. Das Herauswürgen von Knochen als Unterschied heranzuziehen, würde bedeuten, daß das vom Adler aufgenomme (Munitions-)Blei im Knochen des Kadavers gesessen hätte. Beim Aufbruch sind aber eher wenige Knochen vorhanden.

      An anderer Stelle wird es dann passend gemacht: Blei kann sich auch schnell im Knochen ablagern, allerdings war die Menge in den untersuchten Adlern wesentlich höher als von anderen dieser Art bisher berichtet.

      Dann noch folgendes:

      Es gibt Berichte, wie der Adler Fremdpartikel aus seiner Beute aussortiert, hier zum Beispiel:

      http://www.rnz.de/wissen/wissenschaft_artikel,-Seeadler-sortieren-groessere-Munitionsreste-aus-Kadavern-aus-_arid,123255.html

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  6. Nane

    Ich bin überrascht, über die teils bösen Kommentare. Wer spuckt da derart Gift und Galle? Der Seeadler wurde der Polizei übergeben; die Tötung durch das Windrad wird also nicht nur vermutet, es wird ermittelt. Dass der Seeadler streng geschützt und durch den Ausbau der Windkraft stark gefährdet ist, ist auch nichts Neues. Also alles richtig gemacht. Danke, Herr Dreves, für den Einsatz!

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  7. Andre Peter

    Ich kann nur bestätigen, dass die Vogelschredder nicht umsonst so heißen. Ich fahre jeden Werktag mit dem Fahrrad zur Arbeit und muss dabei durch zwei Windindustriegebiete. Es ist schrecklich, was man hier an toten Tieren sieht. Es liegen Mäusebussarde, Rohrweihen, Turmfalken, Mauersegler, Graureiher, Gänse, Kiebitze, etc. unter den Windenergieanlagen, die teilweise direkt am Feldweg stehen. Viele Schlagopfer werden durch Krähen oder Niederwild wie Marderhund , Fuchs, etc. verschleppt. Die Windenergieanlagen sind sehr bedrohlich für den Artenschutz und bei weitem hoher als im Verkehrsektor. Bei 30.0000 WKA in DEU und einer verbarikardierten Rotorfläche von 235 Mio.m2, ist es klar, dass die Tiere der Lüfte hierdurch enorm gefährdet sind. Dies braucht man nicht mit den gekauften Ornithologen der Windmafia besprechen, da diese alle wirtschaftlich Abhängig sind (siehe auch Urteil LG Itzehoe).
    Ich kann Hernn Dreves nur dankbar für seinen Einsatz sein. Von diesen Menschen mit Engagement für die Natur brauchen wir viel mehr. Die Windkraft zieht nur auf kapitalistische Interessen ab, und hat mit Umweltschutz und CO2 Einsparung nichts zu tun.

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  8. nina und florian

    Jetzt haben wir sehr lange überlegt, wie wir es formulieren…..
    Wir danken Herrn Dreves für sein Engagement u.a. im Seeadlerschutz. Es geht hier um bestehendes Recht, das Tötungsverbot § 44 Bundesnaturschutzgesetz und dieses lässt sich nicht nach Belieben auslegen.
    2020- die unglaublichsten Technologien sind vorhanden, um Standorte von Windkraftanlagen sorgfältig auszuwählen. Was genau spricht dagegen, Jungadler mit GPS-Sendern zu versehen, um Flugrouten zu erkennen? Was spricht gegen ein vernünftiges Energiekonzept und die Idee, zunächst den Abtransport der produzierten Windenergie voran zu treiben und sich erst dann um weitere sinnvolle Standorte zu kümmern? Was ist im allgemeinen mit einem respektvollen Miteinander?
    Wir leben hier im echten Norden, dem Land zwischen den Horizonten. Einem wunderschönen Bundesland, das neben plattdeutschen Sturköppen, Sturm, Wellen u.a. einen majestätischen Seeadler zu bieten hat. Es ist an uns, verantwortungsvoll und achtsam zu handeln.

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  9. FrankM

    Mein lieber Vadder – das ist ja mal ein ungewöhnlicher Disput, den der Beitrag hier entfacht hat! Da möchte ich doch mal was zum Nachdenken an alle Beteiligten einstreuen – völlig ungeachtet der Frage, ob nun das Engagement des postenden Gutachters oder der – weil vllt./angeblich „nur“ auf eine Vereins-PM gestützte Beitrag die „tendenziösere“ Darstellung bedeutet:
    Ich habe einen dt. Hauptwohnsitz und einen österreichischen Nebenwohnsitz, für die ich naturgemäß beide Energie benötige. In D sind wir dazu wg. eines günstigen Angebots nach mehreren Jahren dank „Marktliberalisierung“ möglicher Wechselei bei den Düsseldorfer Stadtwerken gelandet. Seit deren kürzlich zugegangener Preiserhöhung zahlen wir nun (für dt. Verhältnisse einigermaßen erfreuliche) knappe 28ct./kwh.
    Auch in Österreich erhielt ich kürzlich eine Preiserhöhung meines dortigen Stromversorgers TIWAG (Tiroler Wasserkraft Aktiengesellschaft) – auf inkl. 20% MwSt. nunmehr 8,504 ct./kwh. Im Klartext: Wir zahlen hier – selbst bei einem vergleichsweise günstigen Anbieter – fast das Dreieinhalbfache wie in Österreich! Haben die Ösis im Vergleich dazu nun ein größeres Klima-, CO- oder Feinstaubproblem? (Bei letzterem bin ich mir für Tirol zumindest unsicher – wg. des internationalen Schwerlastverkehrs über den Brenner…).
    Mir legt das den Schluss nahe, dass Belange einer Versorgung, die man durchaus der hoheitlichen Daseinsvorsorge zurechnen kann, ökonomisch wie technologisch wie auch unter Umweltschutzaspekten durchaus „verbraucherfreundlicher“ lösen kann, als es in D geschieht – wenn man es denn politisch nur wollte! Dass indes das Gegenteil der Fall ist, kann ich zumindest aus weiteren Erfahrungen schließen, bspw. dem Mobilfunk. Für den hatte ich mir bis zum letzten „Reingrätschen“ Brüssels in Tirol immer eine Prepaid-SIM-karte österreichischer Provider besorgt, weil ich mit der selbst bei Anrufen nach D immer noch deutlich billiger weggekommen bin, als bei meinem dt. Provider. Der für seinen Netzausbau übrigens an seinen dt. Standorten wie im Freiland und auf den Gebäudedächern der Städte einen finanziell deutlich geringeren Aufwand pro Antenne gehabt haben dürfte, als die Ösis mit ihren alpinen Hochlagen insbesondere in engen Tiroler Tälern, in denen ich übrigens eine deutlich bessere Netzabdeckung erlebe als hier in der Fläche! Ich könnte nun bei beidem (Strom und noch weitere, mir durch in den Niederlanden oder Spanien ansässige Freunde bekannte weitere Beispiele anführen, spare mir das aber bis auf den Hinweis, dass selbst dt. Provider in der Heimat ihre dt. Kunden „fetter abmelken“, als sie es bei ihren Kunden in NL tun.
    Dazu passt, dass die GROKO nun Stephan Harbarth als Nachfolger für den im Mai scheidendenden Verfassungsgerichtspräsidenten Andreas Vosskuhle durchzusetzen versucht – Harbarth, für die CDU im BT, ist im Hauptberuf (den es für Abgeordnete neben dem BT eigentlich nicht geben darf) als Anwalt Gesellschafter eben jener internationalen law firm, die seinerzeit das „Geschäftsmodell“ Cum-Ex bei uns rechtsfähig gemacht hat.
    Deutschland also „schafft sich nicht ab“, wie mitunter von der neuen Rechten propagiert – es betreibt bloß seinen systematischen Ausverkauf an privatgewerbliche Vermögensinteressen! Der – vorerst noch bescheidene – Preis wird sichtbar am Beitragsthema: vergleichsweise höchsten Strompreisen bei dito mieseren Umweltstandards!

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    1. MH

      Und die Österreicher produzieren eine Menge Strom aus Wasserkraft. Die ist ja in Deutschland von höchster Stelle aus inzwischen verpönt wegen der toten Fischies, die es da angeblich zuhauf gibt.

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      1. FrankM

        Naja, okay – Gebirgsbäche weisen naturgemäß ein ganz anderes Gefälle und auch eine andere Strömung auf. Wie auch eine grundlegend andere Fischfauna, die maßgeblich von Salmoniden bestimmt wird (Saiblinge, Forellen, Äschen, seltener auch Huchen). Weiß auch offen gestanden nicht, ob es nicht auch dort Aufstiegshilfen, Fischtreppen und auch Turbinenschütze oder -umleitungen gibt, um bspw. Lachse wieder anzusiedeln, die vom Gewässertypus dort ja ebenfalls das passende Habitat fänden.
        Also – das mit den toten Fischen ist schon keine Mär – aber es gibt technische Abhilfen dagegen. Dass die indes kleine private Energieerzeuger an Gewässern wirtschaftlich überfordern und deren betriebswirtschaftlich noch sinnvolle Beteiligung an dezentraler Energieerzeugung behindern können, steht sicher außer Frage. Aber das ist m. E. auch nicht der Kern!
        So sehr gerade für Tirol die Stromerzeugung aus Gebirgsbächen initial mit der Elektrifizierung naheliegen mag, liegt auf der Hand – daher sicher auch der traditionsreiche Name “Tiroler Wasserkraft”…
        Eines darf man dabei aber nicht übersehen: Gebirgsbäche führen zur Schneeschmelze besonders viel Wasser mit besonders kräftigem Strahl – und nicht das ganze Jahr konstant. Und angesichts der Tiroler Bevolkerung und des enormen Energiebedarfs der Industrie (Holz, Stahl, Werkzeug, Möbel, Tourismus mit den Liftanlagen) bin ich mir relativ sicher, dass das nicht alles aus Wasserkraft gedeckt werden kann. so stehen 34 mittleren und kleineren WKW gleich neun große gegenüber – das sind alles Speicherkraftwerke, also vulgo Stauseen, wie wir sie bei uns zur Trinkwasser- und Stromversorgung ja durchaus auch kennen. Auch drei Biomasse-Fernheizkraftwerke sind im Bestand – und natürlich stehen dort auch neue Projekte wie etwa die Ötztaler Ache in sehr kontroverser Diskussion wegen möglicher Umweltauswirkungen hinsichtlich der Bauarbeiten für eine Veränderung der bisherigen natürlichen Wasserführung und ihrer Folgen. Aber auch darum ging es ja nicht – sondern um die ökologische Bemäntelung ökonomischer Prioritäten!
        Dass wir im europäischen Vergleich – auch trotz oder gerade mit und wegen der Windkraft – am derbsten zur Kasse gebeten werden, dürfte sich ja schon herumgesprochen haben. Nur wird dieser Kritik allgemein damit begegnet, dies sei halt so, weil die pösen Schnecken- und Pommesfresser sowie die Tschechen halt so dreckig-brandgefährlichen Atomstrom produzieren.
        Deswegen folgte mein Beitrag mit ausdrücklicher Beschränkung auf persönliche Erfahrungen aus Tirol – weil ich von dort auch definitiv weiß, dass die es nicht mit Atom-, Kohle- oder Windstrom so preiswert hinbekommen, sondern tatsächlich mit viel Wasser und ein wenig Biomasse.

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  10. Eike Ziehe

    danke für den Bericht
    es ist klar , dass sie so argumentieren, müssen sie ja auch, denn sonst wären sie ja auch kein Gutachter mehr für den Bereich Windkraft. Gehen sie doch einfach einmal jeden Morgen ab 06:00 Uhr durch die Windparks – sie müssen sich dann allerdings in SH verhundertfachen. Schauen sie was auf dem Boden liegt – jeden Tag. die Gutachten und die Gutachter besagen es ja selbst: natürlich gibt es Tötungen der Avifauna, aber sie sei nicht signifikant und wenn doch, so sei es dem politischen Klimaschutzziel gezollt.

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  11. Eka

    Frank Dreves tut (dankenwerterweise!) das, was von Seiten der Entscheidungsträger komplett vernachlässigt wird: er setzt sich für den Schutz von schlaggefährdeten Seeadlern ein. Eigentlich haben wir in Deutschland alle gesetzlichen Regelwerke schon lange “parat”. Nur werden diese eben vollkommen ignoriert. Was skandalös ist.
    Ich befürworte Energieproduktion aus Wetter. Die heute praktizierte Windenergie gehört allerdings nicht dazu – viel zu viele Verlierer, nicht nur Tiere. Es gibt so viel bessere Technologie, sauberer (WKA haben einen CO2-Abdruck, der sich über die Lebensdauer nicht abbaut!) und effektiver. Wir haben Wegwerfstrom – schlimm genug. Aber auf Biegen und Brechen Windkraft auszubauen, wo es eben bei Berücksichtigung geltender Regeln nicht geht, ist inakzeptabel.
    Und genau darauf weist Frank hier hin. Die eigenen Gutachter der Landesregierung stufen den Seeadler (und andere Großvögel) als extrem schlaggefährdet ein, einfach nur umsetzen, dann gäbe es diese schrecklichen Bilder nicht! Besonders vor dem Hintergrund der Tatsache, dass wir diesen Strom auf lange Sicht nicht einmal einspeisen können.

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    1. FrankM

      Genau das mit dem nicht speichern nicht netzeinspeisbaren Windstromüberschusses haben die „Windökos“ ja auch gnadenlos verpennt! Hätten sie die Windparks mit Erdtanks oder Pipelineanschluss und Elektrolyseanlagen versehen, hätten sich Überschüsse als Wasserstoff sehr wohl speichern lassen. Die Brennstoffzellen-Wirtschaft hätte das gewiss beflügelt – aber dafür gab‘s ja keine Förderung. Was einen weiteren Blick auf diese ach so Umweltbesogten der Branche freigibt.

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  12. Manfred

    Es ist wirklich lächerlich, was für einen Schmarrn die ganzen “Energieexperten” hier von sich geben. Fast jeder hier im Norden weiß: Der Seeadlerverein von Herrn Dreves ist vor einigen Jahren als reiner Windkraftverhinderungsverein gegründet worden. Einzig die Projektgruppe Seeadlerschutz e.V. wurde vom Land beauftragt, den Schutz dieser Vögel zu überwachen. Der Schlei-Verein manipuliert hingegen ohne Ende und ist bei Politik und Naturschutzvebänden eben dafür auch bekannt. Unterm Strich müssen im Umfeld von Herrn Dreves und seinen Vernunftkraft-Freunden daher immer Verschwörungstheorien herhalten: Die Landbesitzer umzäunen die Windparks, um die toten Tiere heimlich zu entsorgen, die Naturschutz- und Genehmigungsbehörden werden ebenso bestochen, wie Gutachter. Die Energiewende kann nicht funktionieren, wird aber trotzdem durchgezogen, weil auch die Landesregierung geschmiert und gekauft ist. Die angebliche Klimahysterie dient nur dazu, diesen großen Schwindel zu rechtfertigen etc. Ich kann´s wirklich nicht mehr hören. Eckard von Hirschhausen hat´s kürzlich am Beispiel des Rotmilans auf den Punkt gebracht. Wenn der Rotmilan nicht lernt, Windräder als Gefahr zu erkennen, dann ist das … EVOLUTION. Dann hat dieser Vogel in einer sich andernfalls immer weiter erwärmenden Welt künftig leider keinen Platz mehr. Ist zugegeben ein radikaler Gedanke, der aber deutlich macht, dass man es in Sachen Artenschutz auch übertreiben kann und die wahren Prioritäten ganz woanders liegen.

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    1. Frank Dreves

      Lieber “Manfred”!
      Warum lügst Du die Menschen hier an und erzählst hier solche Unwahrheiten über den Seeadlerschutz Schlei e.V.? Lügen haben kurze Beine. Und dann noch feige ohne Deinen richtigen, bzw. vollständigen Namen. Wie hasserfüllt Du sein musst, Dir derartige Geschichten auszudenken. [Kommentar gekürzt, Netiquette beachten, admin.] LG Frank Dreves

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  13. Manfred

    Lieber Frank Dreves!
    Erstaunlich dass Dein Kommentar in einem moderierten Forum durchgeht. Wollen wir uns jetzt gegenseitig der Lüge bezichtigen? Diesen Vorwurf kann ich gerne retour geben. Ich habe kein einziges Wort zurückzunehmen. Der Seeadlerschutz Schlei e.V. ist kurz nach der vom Oberverwaltungsgericht Schleswig gekippten Regionalplanung für neue Windeignungsgebeite in Schleswig-Holstein entstanden. Unter den Gründungsmitgliedern waren bekannte Akteure der lokalen Anti-Windkraft-Initiativen. Wo und in welcher Ihrer unterschiedlichen Rollen Sie auftreten, immer geht´s bei Ihnen ganz schnell um die ach so böse Windkraft. Ob bei Ihren Tourismus-Aktivitäten, der Wählergemeinschaft in Rieseby oder beim Seeadlerverein. Windkraft zu verhindern ist doch ganz augenscheinlich Ihr Hauptantrieb. Sie posten auf Windwahn und Vernunftkraft und sind überall mit öffentlichen Auftritten dabei, wo gegen Windräder demonstriert wird. Sie können in diesem Forum vielleicht den ein oder anderen an der Nase herumführen – mich jedoch nicht. Weiter in Ihre Vergangenheit will ich nicht einsteigen, aber glauben Sie bitte nicht, dass die Menschen nicht merken, was Sie im eigentlich im Schilde führen. PS: hasserfüllt bin ich nicht. So empfinde ich jedoch eher Ihren eigenen Kommentar inkl. der verkappten Drohung. Kein höflicher Umgang.

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  14. Frank Dreves

    Lieber “Manfred”!
    Windkraft ist nun einmal in vielerlei Hinsicht ein großes Übel und das vereint tatsächlich Aktive aus unterschiedlichen Interessenbereichen – u.a. der Tourismusbranche und jener, die um ihre Existenzgrundlage bangen. Die Windkraftbranche speziell in unserer Region hat einen üblen Namen, weil bei der Errichtung von Windkraftanlagen gegen viele Auflagen verstoßen wurde. Die Mehrzahl der Menschen in unserer Region möchte die riesigen Industrieanlagen nicht. Du siehst das anders, weil Du damit Geld verdienst, das kann ich nachvollziehen. Das ist aber noch lange kein Grund, hier die Menschen anzulügen. Warum veröffentlichst Du auf Eurer Homepage denn nun nicht das offizielle Ergebnis der Untersuchungen aus Neumünster zu dem Seeadler aus Holtsee? Nein, Du kannst (ohne Deinen Namen zu nennen) noch so viele Unwahrheiten verbreiten, wer Du bist und welche wirtschaftlichen Interessen Du verfolgst, ist leicht zu durchschauen…..nichtsdestotrotz wünsche ich Dir, dass Du einen ehrlichen Weg findest, der Dich morgens in den Spiegel blicken lässt! Bis bald!

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