Schleswig-Holstein: Pferde verhungern in Nabu-Naturschutzprojekt

Wiederholt sind in Nabu-Beweidungsprojekten Heckrinder verhungert, diesmal hat es Medienberichten zufolge Konikpferde im Naturschutzgebiet Wöhrdener Loch im Kreis Dithmarschen erwischt. Nach Aussagen einer von der Mopo zitierten Anwohnerin, sind in der vergangenen Woche bereits vier Pferde tot von der durchweichten Koppel geborgen worden. Weitere Jungtiere seien völlig entkräftet von der Weide geholt worden, weitere Tiere sollen so schwach sein, dass sie sich kaum auf den Beinen halten können. Der Nabu weist indes jede Schuld von sich, berichtet die Zeitung. Der Nabu sei zwar Eigentümer der Tiere, habe Betreuung und Aufsicht über die Tiere jedoch vertraglich Dritten übertragen. Die Böden seien aufgeweicht, Futter sei deshalb Mangelware“, heißt es dem Bericht zufolge in einer Stellungnahme. Seit einigen Tagen sollen die Pferde demnach Zusatzfutter erhalten. Für einige der Pferde kommt diese Maßnahme zu spät. Wie war das nochmal – Eigentum verpflichtet? red.

Beitragsbild: Pferde an einer Heuraufe auf einer Koppel. Bis Pferde – insbesondere genügsame und zähe Koniks – verhungern, dauert es eine ganze Weile. Die Zustände auf den Nabu-Koppeln sind nur durch lang andauernde Vernachlässigung zu erklären.

Die Red. dankt JAWINA-Leser HW für den Hinweis!

 

6 Gedanken zu „Schleswig-Holstein: Pferde verhungern in Nabu-Naturschutzprojekt

  1. DerdieNaturschützt

    Wo sind denn die Soko Tierschutz, ALF und wie die ganzen Pfosten heißen. Illegal in ander Leute einbrechen und angebliche Mißstände filmen (welche nachweislich gefaket sind) aber wenn es um die Brüder im Geiste geht beide Augen zuhalten. Arschkrampen….

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  2. Zündelnerlaubt

    Ich hab auch schon Vogelexperten vom Nanu während des Brutgeschäftes zu dritt an den Bruthölen und Kästen rummachen sehen, klar kann man so einen Kasten auch abhängen um besser gucken zu können……

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  3. Enok1969

    Hier müssten die Veterinärbehörden- wie sonst auch – tätig werden und dem NABU ein generelles Tierhaltungsverbot, neben entsprechender Strafverfolgung, aussprechen.

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  4. Anko

    “Der Nabu weist indes jede Schuld von sich, berichtet die Zeitung. Der Nabu sei zwar Eigentümer der Tiere, habe Betreuung und Aufsicht über die Tiere jedoch vertraglich Dritten übertragen. Die Böden seien aufgeweicht, Futter sei deshalb Mangelware“, heißt es dem Bericht zufolge in einer Stellungnahme. ”

    Merkwürdig. Auf der NABU-Seite preist der NABU das Gebiet als perfektes Konik-“Wildniss”-Biotop an:

    https://schleswig-holstein.nabu.de/natur-und-landschaft/nabu-schutzgebiete/woehrdener-loch/18011.html

    Und falls jemanden unter dem Eindruck der dort umworbenen Idylle danach ist: Rechts unten auf der verlinkten Seite befindet findet man das NABU-Spendenkonto und rechts oben der Kontakt zum Schutzgebietsreferenten Herrn Gloe, der in Personalunion auch noch Kassenwart des NABU Dithmarschen ist.

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  5. Ralf

    Verstehe, wer wolle. Nebenan erscheint ein Link über das Auslöschen der Muffelvorkommen im Harz. Dort am Ende des Artikels wird zitiert: „Doch für den Wolf geben wir Unsummen aus, während andere Arten einfach geopfert werden.“
    In der Göhrde ist das letzte verbliebene reinrassige Muffelvorkommen Europas ausgelöscht worden:
    https://www.welt.de/wissenschaft/article192095885/Wildschafe-Gegen-den-Wolf-hatten-die-Mufflons-keine-Chance.html
    Somit- ich hoffe, ich liege falsch- existiert in Deutschland kein (überlebensfähiges) Muffelvorkommen mehr! Und warum? Ich frage mich, wer verdammt nochmal für diese Entwicklung und aus welchem Grund verantwortlich ist !?????????????

    Warum gibt es eine solche Entwicklung? Hat das mal jemand hinterfragt? Mein Vater hat mir auf die Frage, warum er jagt, Anfang der 80er-Jahre geantwortet: “Weil wir Wolf, Luchs und Bär nicht haben”.

    Falsche Argumentation aus heutiger Sicht! Wir jagen, verdammt nochmal, weil wir einen gesunden und den landschaftlichen Verhältnissen angepassten gesunden Wildbestand hegen (also nachhaltig bejagen und erhalten) (!) wollen und Fleisch (auch wenn man von “Bio-Fleisch” in Reinstform sprechen könnte) für unsere Familien beschaffen und nutzen wollen! Was ist daran verkehrt? Das zur Fleischgewinnung notwendige Töten? Es gehört dazu! Fleisch wächst nicht in der Kühltruhe.
    Ich persönlich esse wenig Fleisch. Überwiegend selbstgeschossenes Wildbret. Ist das ideologisch gesehen verkehrt? Und wenn ja- warum?

    Irgendwie komme ich mehr und mehr auf den Trichter, dass sich die ganze Wolfpolitik nur darum dreht, die mit der aus einer rosaroten Brille betrachteten Welt nicht so ganz zusammenpassenden Jagd abschaffen zu wollen. Liege ich falsch? Ich hoffe! Falls doch- warum? Aus welchem Grund kann man gegen nachhaltige Jagd sein? Weil sie mit dem notwendigen Töten von Mitgeschöpfen zusammenhängt? Der Mensch jagt seit Menschengedenken. Es diente immer der Nahrungsversorgung. Aminosäuren aus Fleisch haben den Menschen zu dem weit fortentwickelt, was er jetzt ist! Und jetzt auf einmal ist es nach Ansicht von Menschen, die dieses nicht nachvollziehen können, überflüssig? Weil man das Fleisch ja im Supermarkt kaufen kann!?
    Alter Schwede!
    Apropos: wie wird im geringer besiedelten Schweden mit den Wölfen umgegangen? Auch EU, oder?

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