Schleswig-Holstein: Nabu beendet Konik-Haltung

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Besser ist es: Nachdem mittlerweile zehn Konik-Pferde in einem Naturschutzprojekt des Nabu Schleswig-Holstein verhungert sind (JAWINA berichtete), steigt der Nabu Schleswig-Holstein aus der Haltung von Koniks aus. Vorausgegangen waren der Entscheidung ziemlich unwürdige Bemühungen des Nabu als Eigentümer der Pferde, sich um die Verantwortung für das traurige Schicksal der Pferde zu drücken. Einer der Kernpunkte des Konflikts zwischen dem Nabu und dem für Naturschutz zuständigen Umweltministerium ist dem NDR zufolge eine seit zwei Jahren defekte und daher abgebaute Fanganlage für die Koniks. Infolgedessen konnten die Pferde seit zwei Jahren weder tierärztlich behandelt, noch von einem Hufschmied versorgt werden, was jeweils mindestens einmal jährlich vorgeschrieben ist.

Nach Ansicht des Umweltministeriums hätte sich der Nabu als Eigentümer der Tiere um eine funktionierende Fanganlage kümmern müssen. Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) erklärte gegenüber dem Sender: Dass dies “den NABU überhaupt nicht von seinen Pflichten als Tierhalter” entbinde, zumal der Nabu “alle Möglichkeiten der Unterstützung” gehabt habe – finanzielle Unterstützung sei zugesagt, jedoch nie ein Förderantrag gestellt worden. Der Nabu weist dies zurück und erklärt, der Verein sei von dem für den Naturschutz zuständigen Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) “immer wieder vertröstet worden – ein Satz, der die Verantwortungslosigkeit des Nabu ungewollt verdeutlichen dürfte, denn als Tierhalter kann und darf man sich halt nicht zwei Jahre lang vertrösten lassen, wenn es um das Tierwohl geht, sondern muss nötigenfalls selber handeln.

Der Nabu hingegen sieht die Verantwortung LLUR. Das Land habe sich nicht an Absprachen gehalten und sei so nicht als Kooperationspartner geeignet, schmollt der Nabu beim NDR und hat daher beschlossen, aus allen Projekten mit LLUR und Ministerium auszusteigen. red.

Beitragsbild: Pferd. Foto: SE

4 Gedanken zu „Schleswig-Holstein: Nabu beendet Konik-Haltung

  1. Zündelnerlaubt

    Förderung für den NABU aufheben, sämtliche Projekte überprüfen, rechtliche Schritte prüfen….
    Unfaßbar … aber die anderen warn´s wieder … Pfui

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  2. Ralf

    Mich wundert, dass der NaBu keinen Förderantrag gestellt haben soll. Die leben doch davon, oder?
    Nur für mein Verständnis:
    Weil Fördergelder nicht gezahlt worden sind, mussten die Koniks verhungern bzw. konnten nicht sonstwie tierschutzgerecht (Tierarzt-/Hufschmiedbehandlung) versorgt werden?
    Jeder Eigentümer muss irgendwelche Auflagen erfüllen, um seine Vorhaben zu verwirklichen, oder? Und der NaBu wird
    1. nicht überprüft (bei jedem Bauern wird Tierhaltung kontrolliert) und
    2. hält es zudem nicht für nötig, für seine Konik-Haltung notwendige Dinge zu beschaffen / zu organisieren.
    Da sind wir wieder beim Gesunden Menschenverstand. In unserer Kulturlandschaft Wildpferde eingezäunt zu halten wie in den Weiten Russlands oder Kanadas ist sowas von daneben! Aber das ist deren “Firmenpolitik” geschuldet: den Wildnisgedanken auf Deutschland bezogen irgendwie zu Geld zu machen. In diesem Fall mussten Koniks für deren “Firmenpolitik” unnötig leiden.
    Hauptsache die Spendengelder / Fördergelder fließen. Egal wie.
    Ich dachte, dass Eigentum verpflichtend sei!

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  3. Zündelnerlaubt

    Das ist vielleicht wie mit anderen Lobbygruppen auch, die entsprechende Partei deckt diese solange es geht.
    Es steht zu vermuten, dass es auch unter alternativen, linken und grünen Gruppen in Europa Korruption geben könnte.

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