Schleswig-Holstein: LJV nimmt Stellung zu Beteiligung von Jägern an Wolfsabschuss

Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein (LJV SH) hat auf Aufforderung des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und Digitalisierung (MELUND) eine Stellungnahme zur geplanten Einbeziehung von Jägern bei der Entnahme des Problemwolfs GW924m abgegeben. Darin begrüßt der LJV das Vorhaben, “die Berechtigung zum Abschuss des Wolfs GW924m auf die Jagdausübungsberechtigten der betroffenen Jagdreviere durch eine Allgemeinverfügung auszudehnen.” Angesichts der Schwierigkeit der Entnahme spricht sich der LJV dafür aus, auch Begehungsscheininhaber und Jagdgäste einzubeziehen. Aus Sicht des LJV SH stellt der geplante EIngriff jedoch lediglich eine “situative Reaktion” dar. Um ein Akzeptanzproblem für große Beutegreifer im ländlichen Raum zu vermeiden, sei jedoch ein “vollumfängliches Wolfsmanagement” künftig unabdingbar.

Der Verband fordert Rechtssicherheit für alle Jägerinnen und Jäger, die sich nach eigenem Ermessen am Abschuss beteiligen, sowie “finanzielle Freistellung bei möglichen Klage- bzw. Strafrechtsverfahren im Sinne eines umfassenden Rechtsschutzes und absolute Anonymität”. Ob das MELUND diese gewährleisten kann, sei einmal dahingestellt. Verlassen sollte man sich vermutlich besser nicht darauf.

Der LJV SH macht im Fortgang seiner Stellungnahme weitere Anmerkungen zu Fehlern und Ungenauigkeiten in der dem Verband offenbar vorliegenden Entwurfsfassung der Allgemeinverfügung, die ein bezeichnendes Licht auf die Arbeitsweise des MELUND werfen:

Aus der Stellungnahme des LJV SH zur Allgemeinverfügung des MELUND (Screenshot).

Man fragt sich schon, was für Leute in dem Grünen-geführten Ministerium an Allgemeinverfügungen werkeln, die nicht nur massive Defizite im Fach Geografie haben, sondern denen offenbar nicht einmal die jagdrechtlichen Fachbegriffe geläufig sind. Peinlich. SE

Beitragsbild: Stellungnahme des LJV SH zur Allgemeinverfügung des MELUND (Screenshot, Ausschnitt)

Die Red. dankt für den Hinweis!

5 Gedanken zu „Schleswig-Holstein: LJV nimmt Stellung zu Beteiligung von Jägern an Wolfsabschuss

  1. Max Müller

    Wenn die Jäger schlau sind machen die garnix. Sollen doch die die den ganzen Mist verzapft haben die Suppe auslöffeln.was heisst Anonymität nach spätestens einem Tag steht der Name mit Bild des Erlegers im Internet mit allen denkbaren Folgen.ich rate jedem Finger weg die kann man sich nur verbrennen.

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  2. Zündelnerlaubt

    Sich ewig unkooperativ zu zeigen und trotzig wie ein kleines Kind in der Ecke zu stehen bringt mehr? Sei mal so in den Raum gestellt eine wirklich kluge Reaktion gibt es ja nicht.
    Wenn der Erlegeort geheim bleibt und nur die nötigsten Leute eingeweiht sind könnte das mit der Anonymität hinhauen. Mit nem Wolfsabschuß geht man ja nicht hausieren.

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  3. manuel reichardt

    Jeder sich beteiligende Hobbyjäger sollte wohlweislich üben in Gebeten für den nächsten Atemzug.Wer weis wie lange ihm dies noch vergönnt ist.

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