Schleswig-Holstein: Helfer bei Bergung von Unfallwild überfahren und lebensgefährlich verletzt

Am Sonntag Abend (22.12.) ereignete sich gegen 18:00 Uhr in der Ortschaft Heede im nördlichen Kreis Pinneberg ein Wildunfall, bei dem ein Reh totgefahren wurde. Das getötete Reh lag auf der Fahrbahn, davor befand sich ein Auto mit eingeschaltetem Licht und Warnblinklicht. Wenige Minuten später fuhr ein 78-jähriger Mann von der Bundesstraße 4 kommend auf die Unfallstelle zu. Da sich die Unfallstelle auf seinem Fahrstreifen befand lenkte der Barmstedter seinen Renault rechts an dem stehenden Auto vorbei. Er beschädigte das entgegen seiner Fahrtrichtung stehende Auto hierbei. Unmittelbar darauf erfasste er drei Personen, die sich am Fahrbahnrand hinter dem Fahrzeug befanden, um das Reh von der Straße zu ziehen. Eine 43-jährige Frau aus dem Elmshorner Umland wurde unter dem Renault eingeklemmt, ein 56-jähriger Mann aus Barmstedt und ein 41-jähriger Kieler wurden ebenfalls lebensgefährlich verletzt. Eine weitere Person konnte sich zuvor durch einen Sprung in den Graben vor dem herannahenden Renault retten.

Der 78-jährige Fahrer und seine 83-jährige Ehefrau verletzten sich durch den Unfall leicht. Rettungskräfte brachten die Verletzten in umliegende Krankenhäuser. Polizeibeamte sperrten die Landesstraße 75 für die Dauer der Unfallaufnahme voll. Der entstandene Sachschaden wird auf 10.000 Euro geschätzt. Zur Ermittlung des genauen Unfallherganges zogen die Beamten einen Gutachter hinzu. PM

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild). Foto: SE

Ein Gedanke zu „Schleswig-Holstein: Helfer bei Bergung von Unfallwild überfahren und lebensgefährlich verletzt

  1. RK

    Auch hier: Im Zweifel deutlicher und großräumiger Absperren und eine Person als “Warnposten” einsetzen, wenn möglich. Gute Besserung…

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