Schleswig-Holstein: FDP will “Wolf als jagdbare Tierart ins Jagdrecht aufnehmen”

Wer braucht noch Wölfe? Polnische Gemeinde will Wölfe einfangen und verschenken

Der FDP-Landtagsabgeordnete Oliver Kumbartzky, Parlamentarischer Geschäftsführer und agrarpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein, hat ein Positionspapier zum Wolf im Landtag eingebracht. Darin heißt es: “Eine Aufnahme des Wolfes als jagdbare Tierart in das Bundesjagdgesetz ist erforderlich. Die Aufnahme in das Jagdgesetz ohne gleichzeitige Aufnahme in die Verordnung über die Jagdzeiten würde zunächst am Schutzstatus nichts ändern. Doch mit der Einbindung der Jägerschaft durch die Verpflichtung zur Hege und Pflege des Wolfes könnte deren jagdfachlicher Sachverstand beim Wolfsmanagement und insbesondere beim Wolfsmonitoring nutzbar gemacht werden.” Die FDP-Fraktion fordert für Schleswig-Holstein die Umsetzung einer Reihe Maßnahmen zum Wolf. So müsse “das Wolfsmanagement Schleswig-Holstein dringend seinem Namen besser gerecht werden”, Schäden durch Wölfe seien “in ihrem gesamten Ausmaß vollständig zu kompensieren.”

Das Positionspapier der FDP-Fraktion soll heute im Landtag diskutiert werden.

Polen: Gemeinde will Wölfe einfangen und verschenken

Die polnische Gemeinde Witnica in der Woiwodschaft Lebus will sich des Wolfsproblems – auch auf Gemeindegebiet verursacht die zunehmende Zahl von Nutztierrissen Probleme – auf originelle Art entledigen. Da der Abschuss der Wölfe auch in Polen verboten ist, plant der parteilose Bürgermeister der Gemeinde, die Wölfe mit hormonellen Lockstoffen in Lebendfangfallen einzufangen – und zu verschenken. Die Gemeinde habe bereits Briefe an “40 Zoos und Tierparke in Polen, Deutschland, Tschechien, Großbritannien und anderen Ländern geschrieben”, berichtet die Märkische Oderzeitung (MOZ). Allein in Deutschland seien “zwölf namhafte Einrichtungen vom Berliner Tierpark über den Tierpark Hagenbeck bis zum Münchener Zoo” angeschrieben worden, weiß die MOZ. Sobald Zusagen vorlägen, solle es losgehen mit dem Einfangen der Wölfe. Bislang gäbe es zwar noch keine positiven Bescheide, aber da die Briefe erst vor kurzem abgeschickt worden seien, bleibe man optimistisch, erklärt der Stadtsprecher gegenüber der Zeitung. SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

Beitragsbild: Positionspapier der Kieler FDP-Landtagsfraktion zum Wolf (Screenshot, Ausschnitt)

 

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