Schleswig-Holstein/Niedersachsen: Entnahmegenehmigung für Wölfe GW924m und GW717m verlängert

+++ Niedersachsen:  Ministerium erwartet Tötung des Wolfs GW717m bis Sonntag +++

Landesamt erneuert Entnahmegenehmigung für GW924m – Expertengruppe wird weiter verstärkt

Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) hat auf Antrag des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) die am 31. März auslaufende Entnahmegenehmigung für den Wolf GW924m verlängert. „Sollte es bis Sonntagabend nicht gelingen, den Problemwolf zu erlegen, werden wir die Bemühungen zum Abschuss weiter verstärken“, sagte Umweltminister Jan Philipp Albrecht heute (29. März). Die beauftragte Gruppe ausgewiesener Fachleute wird die Bejagung des Wolfes fortsetzen und bekommt dabei Unterstützung von weiteren Jagdexperten.

Die vom MELUND mit der Entnahme beauftragte Gruppe hat sich seit Februar intensiv darum bemüht, GW024m zu entnehmen. Eine Möglichkeit des Abschusses ergab sich daraus allerdings bislang nicht. Dies ist leider auch der erheblichen öffentlichen Aufmerksamkeit an dem Vorgang geschuldet. „Die Chance, ein bestimmtes, scheues und intelligentes Tier zu erlegen, wird durch die Aktivität von unterschiedlichsten Personen an den Sichtungsorten des Wolfs – in der Regel die Orte weiterer Nutztierrisse – nicht unbedingt erhöht. Wir haben von Anfang an darauf hingewiesen, dass eine Entnahme einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Auch für erfahrene Fachleute ist der Abschuss eines Wolfes alles andere als einfach“, sagte Albrecht.

Die erneute Verlängerung der Genehmigung erfolgt unbefristet. Sollte ein weiterer Wolf in der Region registriert werden, erlischt die erteilte Genehmigung automatisch. Das weitere Vorgehen würde dann vom MELUND erneut geprüft werden müssen.

Genehmigung zur Tötung des Wolfsrüden GW717m wird nochmals erneuert

Das niedersächsische Umweltministerium teilt indes mit, dass bis Ende März befristete artenschutzrechtliche Genehmigung zur Entnahme des Wolfsrüden GW717m bis zum 30.04.2019 verlängert und das Verfahren zur Entnahme weiter unter Hochdruck vorangetrieben. Die Gefahr weiterer Risse von geschützten Nutztieren und der Weitergabe problematischer Jagdtechniken besteht unverändert fort. PM

Beitragsbild: Munition (Symbolbild]. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser RK für den Hinweis!

 

3 Gedanken zu „Schleswig-Holstein/Niedersachsen: Entnahmegenehmigung für Wölfe GW924m und GW717m verlängert

  1. Ansitzjäger

    Mich würde doch einmal interessieren, was das für Fachleute sind, die den Wolf dort jagen? Bekanntlich ist ja noch Paarungszeit für die Wölfe. Auch der Wolf hat seine Reviergenzen markiert und sucht an diesen fremde Wolfswitterung, um Kontrahenten aufzuspüren. Oft genug in freier Natur beobachtet. Man sollte sich in dem Revier schon sehr gut auskennen, um hier zeitnah die Entnahme tätigen zu können! Das alles mich ein wenig an Goethes Zauberlehrling “Die ich rief, die Geister, werd’ ich nun nicht los”

    Antworten
  2. Ralf

    Es würde Sinn machen, Wölfe, genauso wie die anderen jagdbaren Arten, in die Verantwortung von uns Jägern zu legen. Ich vermute, dass es mit dem Wolf dann weniger Probleme geben würde und dass es der Spezies Wolf – auch im Hinblick auf die Akzeptanz in der Bevölkerung – besser gehen würde.
    Aber es liegt an den Regierungen, für eine Herabsenkung des Schutzstatus von Canis Lupus zu sorgen. Ansonsten werden Ausnahmegenehmigungen für Wölfe vermutlich bald eher zum Tagesgeschäft gehören.

    Antworten
  3. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    Hinter diesen “Fachleuten” steckt eine Strategie der Grünen und deren Helfershelfer. Sie wollen gar nicht dass der Wolf ins Jagdrecht kommt, um so -subtil- unser Reviersystem kaputt zu machen. Hier ist es der Wolf, dort der Biber. Kommt als nächstes das Hochwild weil Schadwild? und dann mit Pfeil & Bogen?

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.