Schalldämpfer-Urteil des BVerwG: Leitsätze und Urteil im Volltext

Früher und besser informiert mit JAWINA: Wir stellen unseren Lesern die Leitsätze und die ausführliche Urteilsbegründung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) zum Download zur Verfügung.

Die Leitsätze stehen hier zum Download bereit

Das Urteil steht hier zum Download bereit.

3 Gedanken zu „Schalldämpfer-Urteil des BVerwG: Leitsätze und Urteil im Volltext

  1. Kipplauf

    Die Herren Richter scheinen nicht zu wissen, dass Jagd ohne Hund Schund ist; und wie man sagt, haben Hunde auch Ohren.

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  2. Ralf

    Kapselgehörschutz entspricht aufgrund der Windempfindlichkeit in Bezug auf ein Verrauschen des zu Hörenden nicht den Erfordernissen zur Mündungsknallminimierung für ALLE Jäger (und nicht nur aus Gründen des Arbeitsschutzes für z.B. Förster). Effektive Jagdausübung erfordert deshalb eine Verwendung von Schalldämpfern (z.B. auf Drückjagden), um z.B. anwechselndes Schwarzwild auch bei stärkerem Wind hören zu können. Das können die Entscheidenden gerne mal testen.

    Der Punkt mit der Nachsuche streift mich persönlich. Ein Richter sollte mal durch dichtes Gestrüpp. Dann könnte er es vielleicht nachvollziehen. Und derselbe Richter sollte danebenstehen, wenn im Wald die .300 Weatherby Magnum abgefeuert wird. Ohne Gehörschutz.

    Punkt 31 bringt mich zum Platzen. Was hat Schussfestigkeit des Hundes mit Gehörschäden beim Hund durch einen Schuss zu tun? Nichts! Ich bekomme den Eindruck, dass die Entscheidenden Jagdgegner sind und taube Jäger und Jagdhunde wollen.

    Zu Deliksrelevanz lässt sich noch ergänzen, dass ein Schuss mit Schalldämpfer eben nicht ausschließlich “Pffft” macht, sondern “Ratschbumm”. Überschallknall (sofern nicht Subsonic verwendet wird) und Kugelschlag bleiben. Der Schusswaffengebrauch kann eben nicht “verheimlicht” werden, wie in Punkt 25 dargestellt.

    Zu Punkt 17: Der Waffenbesitz ist zu verhindern. Jäger dürfen aber Waffen besitzen und nutzen. Warum dann nicht auch dafür vorgesehene Schalldämpfer?
    Ein Polizeibeamter, der in Niedersachsen im Fernschreiben nicht festhält, dass er Gehörschutz bei der Fangschussabgabe getragen hatte, wird zum Polizeiarzt zur Überprüfung seines Gehör gebeten. Beim Normaljäger ist das egal? Ich verstehe es nicht!

    Und Wilderer können einen Schalldämpfer aus einer PET-Flasche bauen.

    Es bleibt dabei. Der “Gesetzgeber” muss die Rechtslage ändern. Die Verwendung eines Schalldämpfers durch Jäger steht der Öffentlichen Sicherheit aus meiner Sicht nicht entgegen. Und ich weiß, wovon ich schreibe. Missbrauch wird es in Zukunft auch weiterhin geben. Auch mit Küchenmessern, PKW oder LKW oder sonstwas. Verbrecher werden sich auch trotz Verbotes so einen Schalldämpfer (und dazugehörige Schusswaffen sonst woher) in Zukunft besorgen und verwenden. Rechtstreue Legalwaffenbesitzer werden sich auch weiter an Regeln halten. Von ihnen wird auch bei Freigabe in Zukunft kein Mehr an Gefahren ausgehen.

    DJV-Justiziar hilf!

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