“Schafsmassaker” in der Königsbrücker Heide

Wölfe haben Inder Nacht von Sonntag auf Montag in der Königsbrücker Heide 38 Schafe und zwei Ziegen gerissen, die in dem Naturschutzgebiet, einem ehemaligen Truppenübungsplatz, zur Heidepflege stationiert waren. 45 entflohene Schafe konnten wieder eingefangen werden, ungefähr dreißig Tiere werden noch vermisst. Nach Ihnen wird gesucht. Die Herde war aus der “dem Mindestschutz entsprechenden Koppel” ausgebrochen, heißt es in einer Pressemitteilung des Kontaktbüros “Wolfsregion Lausitz” zu dem Vorfall. Der Zaun war an einer Stelle von außen nach innen und am zwei Stellen in breiterer Front von innen nach außen durchbrochen worden. Offensichtlich haben die Tiere panisch die Flucht ergriffen, meldet der SachsenForst. Die Bild-Zeitung sprach von einem “Schafsmassaker.”

“Die Königsbrücker Heide ist das Kerngebiet des danach benannten Königsbrücker Heide Rudels, welches dort seit 2011 nachgewiesen ist. Insgesamt wurden in Sachsen im letzten abgeschlossenen Monitoringjahr 2014/2015 zehn Wolfsrudel und ein territorialer Wolf nachgewiesen. Neun Wolfsterritorien liegen ganz im Freistaat Sachsen. Darüber hinaus sind zwei Territorien grenzübergreifend: eines zu Brandenburg (SP) und ein weiteres zur Tschechischen Republik (HW).
Außerdem hat man aktuell zwei Bereiche mit dem Status unklar. Es handelt sich dabei um den Bereich der Gohrisch Heide (LK Meißen) und den Bereich um Löbau/Königshainer Berge/Cunewalde. Im Rahmen des Monitorings soll weiter geklärt werden, ob sich Wölfe hier dauerhaft aufhalten.
Drei Wolfsterritorien (AH, RZ und Z) haben nur zu einem kleinen Teil ihr Gebiet auf sächsischer Seite und werden daher in den Nachbarländern mitgezählt.” PM SachsenForst/Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags in der Bild-Zeitung (Bildschirmfoto).

Jawina dankt NoS für den Hinweis.

Ein Gedanke zu „“Schafsmassaker” in der Königsbrücker Heide

  1. Joachim Orbach

    Offensichtlich ist bei uns in Deutschland die Politik nur noch in der Lage Probleme zu schaffen und nicht zu lösen. Bekanntlich sind um diese Zeit viele Schafe u. andere Tiere noch tragend. Wer kommt denn für die Folgeschäden bei Fehlgeburten ( bei Schafen, Rindern u. Pferden ) auf? Die artgerechte Tierhaltung durch Freilandhaltung wird in Deutschland zunehmend zu einem Problem, denn man kann nicht alle Weiden/ Koppeln mit tatsächlich sicheren Wolfszäunen eingattern.

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