Sachsen: Wolf soll Tierheim-Hund bei Hoyerwerda gerissen haben

Ein Wolf soll auf dem Gelände einer Tierpension in Hoyerswerda einen Schäferhund getötet haben. Dafür hätte er einen zwei Meter hohen Zaun überwinden müssen. Das berichtet der Wochenkurier, eine Gratiszeitung, die in Südbrandenburg und Sachsen verbreitet wird. Ein Tierarzt, der den Kadaver von Udo, einem neun Jahre alten belgischen Schäferhund begutachtete, ist sich demnach sicher, dass die Verletzungen des Tiers auf einen Wolf hindeuten. Udos Überreste wurden dem Wildbiologischen Büro Lupus übergeben. Eine DNA-Untersuchung soll zweifelsfrei klären, ob tatsächlich ein Wolf zugeschlagen – oder vielmehr -gebissen – hat.

Der sächische Umweltminister Frank Kupfer nahm den Wolf derweil in Schutz. In einem Gespräch mit der Sächsischen Zeitung kritisierte er die “gezielte Panikmache” gegen die Wildtiere. Ängste vor Wölfen hält er für “gezielt geschürt.” Es sei “traurig, wie die Tiere für solche Argumentationen missbraucht werden.” Allerdings rechne er selbst damit, “dass Wölfe ab einem bestimmten Zeitpunkt wieder gejagt werden können.” Das werde allerdings noch einige Jahre dauern.

Angriffe auf Haustiere in Siedlungsnähe sind in vielen Wolfsländern, etwa Rumänien oder Russland, nicht ungewöhnlich. Den Wölfen fallen dabei keineswegs nur Schafe, sondern auch Hunde, Pferde und andere Tiere zum Opfer. In Schweden sind Wolfsangriffe auf laut jagende Stöberhunde Todesursache Nr. 1 bei Jagdhunden – noch vor dem Straßenverkehr. SE

Bild: Screenshot der Wochenkurier-Internetseite.

 

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