Sachsen: Reden übers Rotwild

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Auf Initiative des Landesjagdverbandes Sachsen e. V. fand am 01.04.2019 ein Gespräch mit Vertretern von SMUL und SBS statt. Das Gespräch sollte Verbesserungspotenziale in der Zusammenarbeit zwischen dem Staatsbetrieb Sachsenforst und den Jägern im Landesjagd-verband aufzeigen. Die ursprüngliche Idee zu diesem Gespräch stammt von Herrn Minister Schmidt.

Es wurde deutlich, dass Änderungen am Jagdgesetz zwingend notwendig sind.
So ist beispielsweise darauf hinzuarbeiten, dass bei der Abschussplangestaltung künftig wieder das Einvernehmen statt des gegenwärtigen Benehmens zwischen den beteiligten Akteuren erzielt werden muss.

Differenzen gab es hinsichtlich folgender Aspekte:

1. Fütterungskonzepte:

Fütterungskonzepte sind eigentumsübergreifend zu erstellen. Sie müssen eine Erhaltungs-fütterung zur Wildschadensabwehr enthalten. Hierfür sind die gesetzlichen Voraussetzungen zu schaffen.

2. Lebensraumgestaltung:

Die Minimierung von Wildschäden darf nicht einseitig mit dem Instrument des Abschusses erfolgen. Auch andere Mittel, wie zum Beispiel Anlage von (unbejagten) Wildäsungsflächen, Wildruhezonen und Tourismuslenkung, müssen in gleichem Maße Anwendung finden.

3. angepasste Jagdkonzepte:

Bewegungsjagden zur Brunft und im Januar sind generell zu unterlassen. Wanderungsbe-wegungen zwischen Sommer- und Wintereinständen sowie zwischen einzelnen Populatio-nen dürfen nicht durch jagdliche Maßnahmen verhindert werden.
Bestehende rechtliche Regelungen, wonach 6 weibliche Stücke der Arten Rot-, Dam- und Muffelwild ohne Abschussplan erlegt werden dürfen, sind hier kontraproduktiv.

Herr Prof. Herzog hat das Angebot unterbreitet, als Moderator aufzutreten, um die bestehen-den Konflikte und Meinungsunterschiede zu lösen.

Im Ergebnis des Gesprächs mit SMUL und SBS erwartet der LJVSN, dass die Abschusszah-len in der Verwaltungsjagd nicht weiter gesteigert, sondern zumindest auf dem Niveau be-lassen werden, auf dem sie ursprünglich für die vergangene Abschussplanperiode beantragt wurden. PM LJV SN

Beitragsbild: Erlegter Rothirsch (Archivbild). Foto: SE

Ein Gedanke zu „Sachsen: Reden übers Rotwild

  1. Waldläufer

    Wird mit der neuen Obrigkeit und dem Netzwerk des ÖJV schlecht zu machen sein. Die Devise der ” Eliten” lautet weiter so. Denke das wird noch viel schlimmer. Zumindest in den von dieser Selbstherrlichkeit dominierten Forstbezirken. Dann hofft man noch auf die nächste Wahl mit den “grünen Aussichten”.

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