Sachsen: Joggerin soll bei Bautzen von Wolf angegriffen worden sein

Bei Großpostwitz in der Nähe von Bautzen soll eine Joggerin von einem Wolf angegriffen worden sein. Das berichtet Radio Lausitz. Der Vorfall hat sich demnach schon vor zwei Wochen am 28. April zugetragen. Die Joggerin habe ein lautes Knacken im Unterholz gehört und zunächst an eine Wildschweinrotte geglaubt. Dann sei ein Wolf auf die joggende Ärztin zugerannt “und ihr zwischen die Beine gegangen.” Auf das Schreien der Frau hin floh der Wolf wieder in den Wald. Der Vater der Frau wandte sich dem Bericht zufolge an den Landrat des Landkreies Bautzen, Michael Harig. Mittlerweile hat sich der Landrat mit der Frau in Verbindung gesetzt und eine Untersuchung des Vorfalls angekündigt. Ob diese zwei Wochen danach noch belastbare Ergebnisse bringt, darf bezweifelt werden. Der Vater der Joggerin, ein Jäger, vermutet, dass der Wolf ein frisch gerissenes Stück im Gebüsch neben dem Wanderweg verteidigen wollte. Der Wolfsrüde soll einen Peilsender getragen haben. Demnach müsste immerhin nachvollziehbar sein, ob sich ein besenderter Wolf zum fraglichen Zeitpunkt an diesem Ort aufgehalten hat. Auf der Internetseite des Radiosenders sind Interviews mit dem Vater der Joggerin und dem Landrat als Podcast zum Nachhören veröffentlicht. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags auf der Internetseite von Radio Lausitz (Screenshot).

11 Gedanken zu „Sachsen: Joggerin soll bei Bautzen von Wolf angegriffen worden sein

  1. Zündelnerlaubt

    “Angriff” eines Wolfes vor 2 Wochen und es wird jetzt erst bekannt? Hmmm…. find ich zweifelhaft

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  2. RK

    Gleich ob dieser Angriff durch einen Wolf stattgefunden hat oder nicht – es wird der Tag kommen, an welchem ein Mensch hierzulande verletzt oder getötet werden wird. Dann werden alle aufschreien “das war nicht vorhersehbar” – obwohl viele Rufer in der Wüste genau davor lange gewarnt haben…

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  3. Diana V.

    Warum läuft das nicht groß in den Nachrichten? Oder steht es nur in der Bild? Ich glaube nicht das es wirklich passiert ist.

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  4. Christiane

    Man weiß nicht ob das Tier einen peilsender hatte, kann es aber als rüden identifizieren…, höchst komisch

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  5. Jan Schöne

    @Redaktion,

    ich rege an, in diesen Sachverhalten vollständig zu berichten. Smul und Lupus haben erklärt, dass es derzeit in Sachsen keine Wölfe mit Senderhalsband gibt. Vgl. Die Berichte von Bild und MDR. M.E. sind das Einlassungen, die relevant sind, um diesen Sachverhalt einzuordnen. Danke und viele Grüße Jan Schöne

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    1. admin Beitragsautor

      Danke für den zutreffenden Hinweis, wir warten das Ergebnis der Untersuchung ab. Viele Grüße SE

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  6. Dieter Klein

    Für meine Frau ist klar, dass es sich um einen Wolfsangriff handelt und Wölfe gefährliche Tiere sind. Eigentlich nur weil eine Ärztin angeblich einer “Wolfsattacke” ausgesetzt war. Kann es auch ein großer Schäferhund gewesen sein? Warum wird betont, dass eine Ärztin einen Wolfskontakt hatte. Sind Menschen mit anderen Berufen nicht auch glaubwürdig? Wenn man genau “zwischen” den Zeilen liest, kommen durchaus Zweifel auf. Ich bin Biologe und würde mir nicht zweifelsfrei zutrauen in einer solch stressigen Situation einen Wolf von einem Schäferhund oder Wolfshund zu unterscheiden. Ärztinnen sind wohl dazu in der Lage. P.S. nichts gegen Ärztinnen ich habe großen Respekt vor Ärzten und med. Personal, aber der Beruf einer Ärztin sagt noch nichts aus ob man in der Lage ist einen Wolf von einem Wolfshund zu unterscheiden. Ein Tierpfleger der bei Raubtieren (auch Wölfen) Dienst tut wäre vermutlich der bessere Fachmann gewesen (natürlich auch Tierpflegerinnen).

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    1. Carpe Diem.. jetzt erst recht

      Lese heute morgen in der Zeitung, dass die Polizei die Erlaubnis zur erweiterten DNA Analyse (Geschlecht, Hautfarbe, Augenfarbe etc.) bekommen soll. Einem Senkenberginstitut ist es also möglich, auf Grund von z.B. Haaren definitiv festzustellen, um was für ein Tier (Canis, Lupus, Fulpes) es sich gehandelt hat. Es wird Zeit, dass dieses Institut von seiner Monopolstellung entbunden wird, damit endlich nach DNA Untersuchungen auch die Wahrheit über vermeindliche Wolfsattacken bekannt wird und nicht immer nur “es war ein Fuchs”.

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