Sachsen: Freistaat übernimmt Kosten für Trichinenuntersuchungen

Um Präventionsmaßnahmen gegen ein Ausbrechen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu stärken, hat Staatsministerin Barbara Klepsch entschieden, dass das für die Tierseuchenbekämpfung zuständige Sozialministerium vorläufig die Kosten für die Trichinenschau bei Wildschweinen übernimmt. Die Staatsministerin erklärte: »Die sächsischen Jäger leisten einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der hohen Wildschweinbestände, dies verringert das Risiko einer Ausbreitung der Tierseuche Afrikanische Schweinepest (ASP). Deshalb sollen sie durch eine Erstattung der Trichinengebühr entlastet werden.«

Bereits 2015 wurde die sächsische Task-Force Tierseuchenbekämpfung ins Leben gerufen, deren Aufgabe unter anderem die Bekämpfung der ASP betrifft. 2016 wurde mit Hilfe der Task-Force eine Sachverständigengruppe gegründet, deren Zweck die vorsorgliche Erstellung eines Plans zur Tilgung der ASP in sächsischen Wildschweinen war. Die Gruppe setzt sich aus Mitgliedern des sächsischen Landesjagdverbandes, des sächsischen Landesbauernverbandes, des SMUL, der Landesdirektion und zwei Professoren der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig zusammen. Unterarbeitsgruppen dieser Sachverständigen befassen sich intensiv mit fachlichen und rechtlichen Fragen zur ASP. PM

Beitragsbild: Bestätigung für durchgeführte Trichinenuntersuchung auf Brandenburger Wildursprungsschein. Foto: SE

Ein Gedanke zu „Sachsen: Freistaat übernimmt Kosten für Trichinenuntersuchungen

  1. Mikka

    Grundlegend eine richtige und nötige Sache, aber leider wieder sehr spät reagiert. Der Erzgebirgskreis setzt das schon auf eigene Kosten seit dem Frühjahr 2017 um! Schön das auch die Herrschaften in Dresden mal ausgeschlafen haben. Im Weiteren plant man wohl zur ASP-Prävention Schalldämpfer, Saufänge und überjagende Hunde zu gestatten. Liebe Theoretiker, bitte bitte setzt doch mal praxistaugliche und sinnvolle Stimulationen um. Schalldämpfer schießen nicht mehr Schweine, Saufänge grenzen am Tierschutz und überjagende Hunde helfen beim s.g. “Schalenwildproblem” des SBS, aber nicht bei der Schwarzwildreduktion. Als erstes müssen Absatzerleichterungen für das Wildbret geschaffen werden, die Landwirte und Jäger müssen in den Dialog und mit Fördermitteln die gemeinsame Bejagung unterstütz werden. Besonders die staatliche Jagd muss anreize für die Schwarzwildbejagung schaffen und nicht von “Beifang” sprechen. Leiter schläft hier auch der LJVSN, wo man lieber den dicken Bauch in Kameras hält, als für die Basis da zu sein, sieh ach Rotwild und Wolf.

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