Sachsen: Flecktarn-Jäger löst Polizeieinsatz aus

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Wenn es noch eines Beweises für die Vorzüge traditioneller, brauchtumsgerechter Lodenkleidung und klassischer Kipplaufbüchsen bedarf, hier ist er: Am Mittwoch Abend wurde bekannt, dass ein Mann (40) mit einem Sturmgewehr und Tarnuniform durch den Kees’schen Park in Markkleeberg (Landkreis Leipzig) laufen soll, wie die Polizei Sachsen mitteilt: “Die herbeieilenden Polizeibeamten stellten den 40-Jährigen wenige Zeit später innerhalb der Grünanlage fest. Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Mann um einen lizensierten Jäger handelte, der auch alle erforderlichen Erlaubnisse vorweisen konnte und sich auf der Jagd nach Schwarzwild befand…” PM/red.

Beitragsbild: Mit diesem Hut wäre das (wahrscheinlich) nicht passiert. Foto: SE

8 Gedanken zu „Sachsen: Flecktarn-Jäger löst Polizeieinsatz aus

  1. Jörg Frahnow

    Einspruch, mich hat eine Sondereinheit mit 3 Manschaftswagen von je 8 Insassen, mit Sturmhaube und Langwaffe, dazu ein über mir kreisender Hubschrauber und ein Zivilfahrzeug mit 2 Teilnehmern in deren 9mm Lauf ich gucken durfte, aus dem Stadtwald geholt, in welchem ich mit allen Genehmigungen ausgestattet, auf Anweisung des Ordnungsamtes dem Schwarzwild nachstellte und das Alles trotz Loden, Sauenbart am Hut und einer Repetierbüchse ohne Lochschaft in klassischer Holzausführung.

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    1. Ralf

      Klamotten hin oder her. Ein Tipp von mir: Beim nächsten Mal im Park einfach vorher der zuständigen Leitstelle der Polizei fernmündlich ankündigen. Ein Park ist nunmal kein normaler Wald.

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  2. Ronbi

    Loden oder was auch immer ist gut, wenn Farbe und Helligkeit nicht gerade der maximalen Empfindlichkeit des Auges des gejagten Wildes entspricht.
    Camouflage wurde eigentlich für den Vogeljäger entwickelt.
    Für alle anderen bietet es eine “Auflösung” der Kontour.
    Deswegen hat auch Signalorange- oder Signalgelbe-Bekleisung meistens ein dunkles Tarnmuster.

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    1. Stadtjäger

      Wenn am geschlossenen Parktor ein 1x1m großes Schild “Achtung Schwarzwildjagd” hängt und jemand trotzdem die Polizei anruft, ist es egal ob das T-Shirt grün oder orange ist. Die Leute führen mit dem Anruf anderes im Schilde und die Polizei war so ungeschickt, darauf einzusteigen. Und wer einen Repetierer als Sturmgewehr bezeichnet, macht sicher keinen Unterschied bei einer Kipplauf-Sturm-büchse. 😉
      Die Polizei war über die Jagd in dem Gebiet informiert, hatte die Genehmigungen in Kopie und Telefonnummer. Anscheinend war ihnen aber nicht bewusst, dass dazu auch ein “bewaffneter Mann” dort sein wird.
      Gegen die Polizisten vor Ort kann man absolut nichts sagen. Situation sofort erkannt, Waffen nach 3 Sekundenweggegesteckt, Jagdschein angeschaut und gut. Die hatten ihre Nerven im Griff und waren nett.
      Die reißerische und falsche Pressemeldung der Polizei ist daneben. Und wenn die Polizei informiert wird, dass in Siedlungsnähe gejagt wird, wäre es nett, wenn diese Information intern auch verwendet wird. “Wie haben einen unnützen und für Bürger potentiell gefährlichen Einsatz gemacht, weil wir Informationen nicht gut verarbeiten”, hätte die Polizeimeldung besser heißen können.

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  3. Stadtjäger

    Nee, vorerst werde ich auch die 110 wählen, bis ich alle Kollegen, die dort ans Telefon gehen, mal durch hatte. Bei der Jagd von einer bewaffneten Gruppe Männer überfallen zu werden ist ein Notfall.
    Die Leitstelle war informiert. Dort war man der Meinung, dass nicht jedes Mal angerufen werden soll. Es würde ausreichen, wenn mit dem kleinen örtlichen Polizeiposten alles geklärt ist und die eine Telefonnummer für Rückfragen haben.
    Deshalb der Plan auch 110 wählen, bis der am Telefon sagt: “Sie schon wieder! Ich weiß Bescheid.” Wenn etwas Sensibilisierung bei der Polizei eingetreten ist, passiert das sicher nicht wieder. Dafür braucht es eben einen Anlass.

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