Sachsen: Behörde verbietet Wildwarnreflektoren – nun doch nicht

Einem Bericht der Tageszeitung Freie Presse zufolge hat das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASUV) die Anbringung von Wildwarnreflektoren an der neu zu bauenden B169 zwischen Greifendorf und Arnsdorf (Landkreis Mittelsachsen) untersagt. Jäger aus den örtlichen Kreisjagdverbänden wollten die Wildwarnreflektoren auf eigene Kosten anbringen. Dem Bericht der Freien Presse zufolge, der von anderen (Jagd)Medien übernommen wurde, stellte sich das LASUV quer: Da “im Zuge der Genehmigungsplanung und Herstellung des Baurechts” festgestellt worden sei, dass die Reflektoren dort nicht erforderlich seien, habe die Behörde dem Jagdverband eine Absage erteilt”, wurde die Pressesprecherin des LASUV, Isabel Siebert in der Freien Presse zitiert.

Das ist so jedoch unzutreffend, wie Jawina auf Nachfrage erfuhr: “Final ist da noch gar nichts abgelehnt, da die Straße ja noch nicht einmal gebaut ist”, stellt Isabel Siebert klar. Im Planfeststellungsverfahren, das die Rechtsgrundlage für den Bau der Straße sei, seien aber keine Wildwarnreflektoren vorgesehen und auch weder von Experten noch vom Jagdverband gefordert worden. Deshalb sei eine entsprechend ablehnende Auskunft ergangen. Siebert räumte ein, dass die allzu eindeutig ablehnende Haltung eine falsche bzw. missverständliche Formulierung ihrerseits gewesen sei: “Wenn es das Bedürfnis nach Wildwarnreflektoren gibt und das kostenneutral darstellbar ist, spricht aus unserer Sicht nichts dagegen.” SE

Beitragsbild: Wildwarnreflektor, Copyright: SE

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