Sachsen-Anhalt: Wolf angefahren – Fangschuss nach Nachsuche

Eine 30-jährige Fahrzeugführerin aus dem Landkreis Stendal hatte am Sonntag einen Zusammenstoß auf der Bundesstraße 189 mit einem Wolf. Das teilt die Polizei mit. Das Tier konnte sie beim Zusammenstoß im nördlichen Bereich des Landkreises noch erkennen und der Polizei mitteilen. Im Anschluss flüchtete der schwer verletzte Wolf in den angrenzenden Wald. Am Pkw der Fahrerin entstand Sachschaden. Am Unfallort erschienen neben der Polizei Mitarbeiter des Landesamtes für Umweltschutz aus dem Wolfkompetenzzentrum Iden, ein Tierarzt, ein Schweißhundführer, ein Betäubungsschütze sowie ein hinzugezogener Jagdpächter.

Durch seine Verletzungen hat der Wolf auf der Flucht Blutspuren hinterlassen, sodass der Hund unmittelbar die Fährte aufnehmen konnte. “Der Hund hat super gearbeitet und die Fährte sofort aufgenommen”, berichtet eine Augenzeugin gegenüber JAWINA. “Es war super, dass der Schweißhundeführer so schnell vor Ort war.” Der Wolf wurde im Wald festgestellt, musste jedoch aufgrund der Verletzungen von seinem Leid erlöst werden. “Der Wolf ist vor dem Hund aufgestanden und noch eine ganze Weile vor uns weggelaufen, bis er liegenblieb.” Da eine Mitarbeiterin des Wolfskompetenzzentrums Iden und ein Tierarzt vor Ort, konnten diese gemäß den gelten Bestimmungen die Abschussgenehmigung für das schwer kranke Tier erteilen und dem Wolf so langes Leiden ersparen. Das Tier wird dem zuständigen Institut für Zoo- und Wildtierforschung nach Berlin überstellt. PM

Beitragsbild: Munition (Symbolbild). Foto: SE

11 Gedanken zu „Sachsen-Anhalt: Wolf angefahren – Fangschuss nach Nachsuche

    1. Ein Wolfsfreund

      Einfach affig. Schade wieviel Personal Beamte gebunden werden. Hat ser Wolf schon einen höheren Stellenwert als der Mensch?

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  1. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    Lachnummer. Es ist absurd zu lesen, wieviel (beamtete) Personen sich um einen angefahrenen Wolf kümmern. Von wem bekommt das Nachsuchegespann jetzt seine Kosten erstattet? Interessant ist, dass der Schweißhund auch den Wolf (Raubzeug) nachsuchte. Aus dem BGS/-HS Lager dürfte der nicht gekommen sein, das wäre nicht standesgemäß.

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    1. mauser74

      Standesgemäß? Wer sich der Nachsuche verschrieben hat, sucht nach um Tierleid zu verkürzen! Egal welche Wildart…. mit einem dafür geeigneten Hund!

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  2. Ronbi

    Gratulation an Hund und Schweißhundeführer.
    Und jetzt: Was kein Staatsanwalt und Richter vor Ort.
    An Lächerlichkeit sind wir Deutschen wohl kaum zu überbieten.
    Aber jetzt wird alles gut, Wölfe sind jetzt Chefsache und das Kanzleramt dafür zuständig.

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  3. Ralf

    Kanzleramt- bin gespannt, was bei rumkommt. Fakt ist, dass unnötige Leiden zu ersparen sind. Ob das mit der Alarmierung der im Text Genannten schnell geht, ist die Frage.
    Was ich problematisch finde, ist, dass man sich verbiegen muss, um dieser Thematik gerecht zu werden. Der Wolf ist aus meiner Sicht “Wild”. Er ist ein Wildtier, das in der Natur lebt und damit eigentlich der Verantwortung der Jäger unterliegen müsste. Das geht natürlich nur, wenn er dem Jagdrecht mit Jagdzeiten unterliegt. Ich hoffe, dass der gesunde Menschenverstand zurückkehrt und mit der Übernahme ins Jagdrecht mit Jagdzeiten Normalität einkehrt.

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        1. Ronbi

          Nur, wieviel Macht hat das BUM und das BfN, da sitzen lauter z.B. NABU Leute. Und die bestreiten die aktuellen Wolfszahlen.

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          1. Jäger75

            Das kann nicht sehr lange gedauert haben Iden ist nicht so weit weg vom Ort des Geschehens. Aber ganz klar mehr als bewammst so viele Beamte für einen Wolf. Leuchtet aber auch ein denn in Iden steht wohl auch ein voll ausgestatteter Krankenwagen für den Wolf zur Verfügung. Schwachsinn im Quadrat so zu sagen.

    1. jochen

      Kanzleramt und gesunder Menschenverstand in einem Posting. Nicht schlecht, ich würde sagen: wir schaffen das…

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