Sachsen-Anhalt: Tollwut bei Fledermaus festgestellt

Eine bei Zeitz (Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt tot aufgefundene Fledermaus hatte Tollwut. Das hatte die Untersuchung des toten Tiers durch das Kreisveterinäramt ergeben, wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtete. Die sei deutschlandweit der vierte Fall in diesem Jahr, erklärte Amtsveterinär Steffen Hoffmann gegenüber der MZ. Das Veterinäramt warnt eindringlich davor, tote oder verletzt aufgefundene Fledermäuse anzufassen. Menschen droht keine Gefahr durch angriffslustige, tollwütige Fledermäuse. Zur Ansteckung käme es in der Regel, wenn erkrankte Tiere angefasst werden und zubeißen.

Tollwut ist eine durch Viren übertragene Infektionskrankheit, die warmblütige Tiere und Menschen befällt. Unbehandelt führt die Krankheit fast immer zum Tod. Eine postexpositionelle (also nach der Ansteckung erfolgte) Impfung ist nur innerhalb weniger Stunden nach der Infektion sinnvoll. Hat der Erreger das Gehirn erreicht, so nützt die Impfung nicht mehr. Behandlungen mit Virostatika sind meist erfolglos, die sehr wenigen Überlebenden einer Tollwut-Infektion tragen in der Regel schwerste Hirnschäden davon. SE

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