Sachsen-Anhalt: Polizei erschiesst Wolf nach Wildunfall

Brandenburg: Reproduzierendes Wolfsrudel auf Industriegelände

Auf der K2029 zwischen den Orten Schmerz und Schköna (Landkreis Wittenberg) ist am 10.03.2019 um 22.45 Uhr ein Wolf angefahren worden. Zirka zwei Kilometer vor dem Ortseingang Schköna wechselte plötzlich ein Wolf von rechts kommend über die Fahrbahn. Der 45-jährige Renault-Fahrer konnte nicht mehr bremsen, es kam zur Kollision mit dem Tier und zu Sachschaden am Fahrzeug. Nach der Begutachtung des verletzten Wolfes durch eine Amtstierärztin sowie Rücksprache mit einem Verantwortlichen des Wolfskompetenzzentrums wurde das Tier durch einen Schuss aus der Dienstwaffe eines Beamten von seinen Leiden erlöst.

Auf dem Gelände des Technologie- und Industrieparks (TIP) in Cottbus hat sich ein Wolfsrudel angesiedelt. Das berichtet rbb24. Die bekanntlich scheuen Tiere haben sich bereits im vergangenen Jahr in dem bewaldeten Teil des Industriegebiets etabliert, Hinweise auf das Vorhandensein des Rudels kamen von den Bewohnern der benachbarten Kleingartenanlage. Das Rudel reproduziert sich, es wurden Jungtiere gesichtet. Anstehende Investitionen in dem Industriegebiet sind nach Aussage des Ordnungsdezernenten durch die Tiere nicht gefährdet, aber es dürfte Probleme bei der Verabschiedung des Bebauungsplans geben. Die zwar nicht seltenen, jedoch streng geschützten Wölfe werden beim Ausbau des Areals eine Rolle spielen. red.

Beitragsbild: Wildunfall (Symbolbild). Foto: SE

5 Gedanken zu „Sachsen-Anhalt: Polizei erschiesst Wolf nach Wildunfall

  1. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    Kleine und große Bauprojekte wurden und werden wegen Juchtenkäfer, Zauneidechse, Fledermäusen u.a.m. gestoppt oder mit Millionenaufwand “dank” den Grünen+Nabu auf Kosten der Steuerzahler ins Absurde geführt. Dass jetzt der Wolf auch noch dazu kommt, wird mich nicht überraschen.

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  2. Kr.-Itisch

    Mir stellt sich die Frage, wie lange es wohl gedauert hat, bist die geballte Fachkompetenz von Amtstierärztin und Verantwortliche des Wolfskompetenzzentrums zusammengebracht und die Entscheidung getroffen wurde, den Wolf zu erlösen. Alles, was nicht unmittelbar nach Eintreffen der Polizei passiert, eben länger dauert, ist im Sinne des Tierschutzrechtes meiner Meinung nach bedenklich. Als Jäger muss ich zumindest bei sonstigem Wild unmittelbar handeln und das Leiden verunfallter Tiere nicht unnötig zu verlängern.

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  3. Wallfried Tober

    Vielleicht führen wir eines Tages 1000 Grizzlybären ein und lösen dann damit das Wolfsproblem in Deutschland!
    Nein mal im ernst ! Auf lange Zeit gesehen wird unsere Kulturlandschaft und der Wolf ohne eine Bestandsobergrenze nicht funktionieren.

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  4. Heinrich Winsemann

    Warum wurde der Wolf von Leiden einfach so erlöst? . In Niedersachsen steht doch für solche Fälle ein für Tausende von Euro angeschaffter Krankentransportanhänger für verletzte Wölfe bereit. Ich bin sicher, die Verantwortlichen in Niedersachsen hätten den Anhänger gern ausgeliehen und viel länger als bis alle Fachkundigen ihre Meinung abgegeben haben, hätte der Anhängertransport auch nicht gedauert. Dann hätten aber hochdotierte Tiermediziner noch versuchen können, den Wolf zu retten. Das wäre doch sinnvoll gewesen!

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