Sachsen-Anhalt: Öffentlichkeitsfahndung nach Diebstahl von Jagdmunition

Anfang Mai wurde eine 36-jährige Frau im Biederitzer Busch bei Magdeburg Opfer eines Diebstahles. Der bislang unbekannte männliche Täter entwendete eine Jagdtasche vom Hochsitz der Frau und stahl Jagdmunition sowie den Jagdschein der Frau. Hierbei konnte die 36-jährige geistesgegenwärtig ein Foto vom Täter machen, bevor dieser auf seinem Mountainbike in unbekannte Richtung flüchtete.

Mit der Veröffentlichung dieses Bildes erhofft sich die Polizei weitere Ermittlungsansätze und bittet nun die Bevölkerung um Mithilfe.

Zeugen, welche Hinweise zum hier abgebildeten Täter geben können, werden gebeten sich unter 0391/546 3292 im Polizeirevier Magdeburg zu melden.

Der Vorfall hat sich der Polizei zufolge wie folgt zugetragen: Am Donnerstag, den 02.05.2019, wurde eine 36-jährige Frau im Bereich des Biederitzer Busches Opfer eines Diebstahles. Die 36-jährige, aus dem Landkreis Gifhorn stammende, Frau befand sich gegen 18:45 Uhr zur Jagd auf einem Hochstand (Höhe ca. 150cm) im Biederitzer Busch. Eine bislang unbekannte männliche Person näherte sich der 36-jährigen Geschädigten und sprach diese an um sich nach dem Weg zu erkundigen.

Plötzlich ergriff der Mann eine neben der Frau stehende Jagdtasche, nahm diese vom Hochsitz und schüttelte sie auf dem Boden aus. Im Anschluss ergriff der Täter einige Jagdpatronen sowie den Jagdschein der 36-Jährigen und flüchtete daraufhin mit seinem Fahrrad in unbekannte Richtung.

Der bislang unbekannte Täter kann wie folgt beschrieben werden:

– männlich

– ca. 40 – 50 Jahre alt

– blaue Augen

– grauer Kapuzenpullover mit abgetrennten Ärmeln

– beiges Langarmshirt

– schwarze Hose

– schwarzer Rucksack

– graue Handschuhe

– der Täter führte ein schwarz/weißes Mountainbike mit sich

Zeugen, welche Hinweise zum Täter geben können, werden gebeten sich unter 0391/546 3292 im Polizeirevier Magdeburg zu melden. PM

Beitragsbild: Fahndungsbild. Quelle: Polizei

14 Gedanken zu „Sachsen-Anhalt: Öffentlichkeitsfahndung nach Diebstahl von Jagdmunition

  1. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    Ist unsere Polizei so hilflos bei einer Fahndung? Dieses Gesicht mit der Passbildstelle ^ Führerscheinzentrale abzugleichen dürfte doch kein Problem darstellen, zumal der Radfahrer ja nicht vom Himmel gefallen ist. Jedes Blitzerfoto ist schlechter und führt auch zum Ergebnis.

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    1. Titus von Unhold

      Genau, wegen eines Diebstahls in das Grundrecht von Millionen anderen Menschen eingreifen… Zum Glück ist das noch nicht legal. Zumal nicht einmal fest steht dass die Person eine Fahrerlaubnis oder eine Fahrerlaubnis mit aktuellem Foto hat oder dass überhaupt jemals in Deutschland ein Ausweisdokument beantragt wurde, schließlich kommt nicht nur eine Staatsbürgerschaft in Frage.

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      1. Carpe Diem.. jetzt erst recht

        Aber in allen asozialen Medien rumrotzen und perverse Kommentare abgeben gegen Menschen, die sich nicht wehren können. Eine erbärmliche Einstellung ist das. Auf jedem öffentlichen Klo ist eine Kamera, jeder Bahnhof, jede Bäckerei oder sonst ein Geschäft nimmt Videos auf und alle zeigen sich gerne, weil sie ja so fotogen sind. Aber bei Kriminellen soll ein Abgleich der Führerscheindatei gegen Grundrechte versoßen. Herr lass Hirn ra!

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  2. Anko

    Pro-Tipp:

    Der Tatort liegt auf dem Gebiet der Stadt Magdeburg und dort wird gesucht ein wenig konfliktscheuer Radfahrer ohne Manieren und mit belegter Neigung zu offenem Rechtsbruch. Das ist genau der Typ Radfahrer, der auch im Straßenverkehr mit seinem natürlichen Feind = dem Autofahrer regelmäßig in Konflikt gerät. Ich würde das Fahndungsfoto also mal an den dortigen Tankstellen aushängen. Laut Google gibt es in ganz Magdeburg nur knapp 15 Tankstellen, was die Sache vereinfacht.

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  3. Kr.-Itisch

    @Titus von Unhold
    Wo bleibt den bspw. in Deutschland das Grundrecht von Legalwaffenbesitzern? Hier wird per se und tausendfach in Selbiges eingegriffen. Klar aus „guten Grund“, da es sich ja um so gefährliche Gegenstände handelt. Wenn einer Munition oder gar Waffen stiehlt, sollte, wie auch immer die korrekte juristische Bezeichnung dafür ist, auf jeden Fall Gefahr im Verzuge sein. Also muss hier alles Mögliche getan werden um den Täter zu finden und zu bestrafen.

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    1. Zündelnerlaubt

      Das würde nach der Lesart dann auch für Entführung und andere Kapitalverbrechen gelten. Es gibt aber eine Unschuldsvermutung und weitere Persönlichkeitsrechte, die gerade den unbescholtenen Bürger schützen sollen. Und das ist gut so.
      Es ist doch jetzt unüberschaubar schwierig, wer weiß wo die Daten von Speichetests und Fotos von Mautanlagen, zum Beispiel, bleiben? Hab ich ein Recht als Bürger die Vernichtung zu überwachen?
      Niemand braucht und will einen BIG BROTHER

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      1. Kr.-Itisch

        Unschuldsvermutung? Blödsinn, es existiert ein scharfes Foto, auf dem der Täter genau zu erkennen ist. Die Idee der Unschuldsvermutung kann hier ja wohl kaum zutreffen. Das ist rechsakademische Haarspalterei unseres Gutmenschendenkens.
        Des Weiteren: wer schützt denn den unbescholtenen Bürger, der, wie hier, dreist bestohlen wird? Je schneller ein solcher Täter dingfest gemacht wird, desto beschützter ist der Bürger!
        Im Übrigen: Wieso dürfen sich Ordnungsämter aus den Fotos von Einwohnermeldeämtern oder Führerscheinstellen bedienen, nur wegen einer Ordnungswidrigkeit, aber wegen einer Straftat nicht?

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  4. Ralf

    Ein Abgleich mit Bildern der Einwohnermeldeämter / Ausländerstellen sollte in einem solchen Fall rechtlich möglich sein, finde ich. Das stellt zwar einen Grundrechtseingriff ins APR RiS / Recht am eigenen Bild dar. Dieser dürfte nach Grundrechtsabwägung in einem Fall, der die Öffentlichkeit besonders beunruhigt, jedoch drin sein (Stichwort: besonderes öffentliches Interesse- ich finde den geschilderten Fall aufgrund der Vorgehensweise des Täters ziemlich besorgniserregend). Die Frage ist, ob sowas bundesweit möglich ist. Nach meinem Kenntnisstand ist sowas von den Abfrage- und Auskunftssystemen her gesehen jedoch derzeit nicht möglich. Eine solche Möglichkeit gilt es nun zu schaffen. Vielleicht auch im Bereich des Schengen-Abkommens oder noch weiter in Rtg. Osten? Ich fände es nicht schlecht. Wer keine Straftaten begeht, der hat auch nichts zu befürchten.
    Wollte der Bundesinnenminister nicht eine Möglichkeit für solche Fälle schaffen?
    Aus meiner Sicht schützt der Datenschutz zumindest in diesem Bereich die Täter und nicht die unbescholtenen Bürger. Gestern hatte ich was von “Bissigkeit des Rechtsstaates” gelesen. Die Worte höre ich wohl. Lediglich mir fehlt der Glaube.

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    1. Carpe Diem.. jetzt erst recht

      Der Datenschutz wird immer als Keule hervorgeholt, wenn es gegen einen selbst geht. Im WEB steht genug darüber, dass sehr wohl von Behörden bei berechtigtem Interesse z.B. Blitzerfotos mit der Pass- oder Ausweisbehörde abgeglichen werden. Der Verstoß gegen das Datenschutzgesetz wird dabei billigend in Kauf genommen. In Kriminalfällen dürfte das noch weniger von Bedeutung sein, da ist der Schutz der Allgemeinheit vorrangig.

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  5. MH

    Ich kann die Empörung beim Messen mit zweierlei Maß durch unsere Behörden sehr gut verstehen.

    Die Öffentlichmachung des Fotos durch die Ermittlungsbehörde ist aber erst nach Abwägung, ob Datenschutzgründe schwerer wiegen, erfolgt. Von daher sollten auch weitere Möglichkeiten des Abgleichs nutzbar sein.

    Ich denke, man wird des Täters bald habhaft werden. Dann stellt sich aber die Frage, wie mit der Tat (straf)rechtlich umgegangen wird. Raub in einem minder schweren Fall? Oder wegen des Entwendens von Munition eine ähnliche Keule wie bei einem Legalwaffenbesitzer, der versehentlich noch eine Schrotpatrone in der Jackentasche hat?

    Wahrscheinlich bleibt es dem Täter gegenüber bei einem “Du, Du, Du! Mach das nie wieder!” und die Jägerin kriegt eine Anklage wegen fahrlässigen Umgangs mit Jagdmunition an den Hals.

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