Sachsen-Anhalt: Landtag stimmt Änderung des Landesjagdgesetzes zu

Nilgans wird jagdbar, Verbot von Schalldämpfern für Jagdwaffen gestrichen, Duldungspflicht für überjagende Jagdhunde eingeführt

Der Landtag in Magdeburg hat am Mittwoch dem Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Landesjagdgesetzes für Sachsen-Anhalt zugestimmt. Wesentliche Punkte des Gesetzesentwurfs sind die Aufnahme der Nilgans in den Katalog jagdbarer Arten, sowie die Aufhebung des Verbots von Schalldämpfern für Jagdwaffen. Neu eingeführt wurde die Duldungspflicht für überjagende Hunde. Dafür wurde in § 2 des LJG ein Absatz 4 eingeführt, der lautet:

“4) Bei einer Bewegungsjagd auf Schalenwild sind die Jagdausübungsbe-rechtigten benachbarter Jagdbezirke verpflichtet, das unbeabsichtigte Über-jagen von Jagdhunden zu dulden, wenn ihnen die Jagd mindestens zwei Wochen vorher angezeigt wurde und geeignete organisatorische Maßnah-men gegen ein Überjagen getroffen wurden. Bewegungsjagd ist eine Jagd, bei der Wild gezielt beunruhigt wird.”

Es bleibt abzuwarten, ob es zu missbräuchlicher Anwendung dieser Regelung und entsprechendem Verdruss kommt.

Genehmigt wurde überdies die Fütterung von Fasanen- und Rebhuhnküken mit Futtermitteln, die proteinhaltige Erzeugnisse enthalten § 34 Abs. 4). Damit soll die Niederwildhege verbessert werden. Weitere Gesetzesänderungen beziehen sich auf datenschutzrechtliche und formale Regelungen. SE

Beitragsbild: Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Landesjagdgesetzes für Sachsen-Anhalt (Screenshot, Ausschnitt)

Ein Gedanke zu „Sachsen-Anhalt: Landtag stimmt Änderung des Landesjagdgesetzes zu

  1. Saujäger

    Ist ja schön das mit den Schalldämpfer aber was ist mit Nachtsichtgeräten Sprich Vorsatzgräten usw. Das wäre zusätzlich sehr wichtig bei der Bejagung von Schwarzwild. In anderen Bundesländern funktioniert das besser typisch für Sachsen Anhalt. Weil keiner Ahnung dort hat verstehe auch nicht das der LJV dort vor Ort ist . Wieder Mal Totalversagen der regierenden.

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