Sachsen-Anhalt: Bulle in der Innenstadt von Salzwedel erschossen – Peta erstattet Anzeige

Am Montag ist ein Jungbulle, der bei einem Bauern in der Nähe von Salzwedel ausgebrochen war, in die Innenstadt von Salzwedel gestürmt. Der Bulle galoppierte über den Parkplatz einer Bankfiliale und von da aus weiter Richtung Innenstadt, bis er von der Besatzung eines Streifenwagens gesichtet wurde. Die Polizisten drängten den Jungbullen ab, woraufhin er in den Burggarten floh. Die Tore des Burggartens wurde geschlossen, wodurch die Forstsetzung des Ausflugs unterbunden wurde. Das Ordnungsamt der Stadt Salzwedel hatte zwischenzeitlich eine Abschussgenehmigung bei der unteren Jagdbehörde beantragt und genehmigt bekommen, ein von der Polizei hinzugezogener Jäger erlegte das aggressive Tier.

Die radikale Tierrechtsorganisation Peta hat deswegen jetzt Anzeige gegen die Polizei, den Jäger und das Ordnungsamt der Stadt erstattet.

Der Bulle sei erschossen worden, obwohl die Polizei die Situation bereits unter Kontrolle gehabt habe, kritisiert Peta. Der Bulle habe auf seiner Flucht weder Sachschaden verursacht noch Menschen verletzt. Zudem sei er Medienberichten zufolge bereits von der Polizei gesichert worden, sodass er nach Ansicht von Peta ohne Probleme hätte betäubt werden können.

Nach kalten Zahlen werde der Nutzen eines Tiers in der Landwirtschaft bemessen – und nicht danach, dass Tiere fühlende Lebewesen mit einem Recht auf Glück und Unversehrtheit seien, die nicht brutal getötet werden wollen, so Peta. SE

Beitragsbild: Bulle. Autor: Usien, Quelle: Wikipedia, veröffentlicht unter der Creative Commons CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication

2 Gedanken zu „Sachsen-Anhalt: Bulle in der Innenstadt von Salzwedel erschossen – Peta erstattet Anzeige

  1. Mikka

    Die Polizei kann den Jäger direkt zum Abschuss anweisen, bei Gefahr im Verzug.
    Außerdem erlässt nicht die untere Jagdbehörde eine Ausnahme zum Abschuss, sondern die Waffenbehörde, da hier die Waffe zu einem nicht jagdlichen Zweck eingesetzt wird, der nicht durch die waffenrechtliche Erlaubnis Jagdschein und dem damit verbundenen Bedürfnis Jagd als solches gedeckt ist.
    Dies zur Info, da jeder Jäger in solche Zwangslagen geraten kann. Achtung, gilt auch für ausgebrochenes Gatterwild oder verwilderte Schafe etc., sonst ist der Lappen weg.
    Die Strafanzeige ist wohl hierbei nicht erwähnenswert ;o)

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  2. Gerd

    Wieder eine Anzeige von PETA. Die wievielte ist das? Hunderte wurden gestellt und zu 99,9% von den Staatsanwaltschaften niedergeschlagen. Es kommt der Verdacht auf, dass die Anzeigen nur gestellt werden um in die Medien zu kommen. Bekanntheit bringt Spenden. Es müssen schließlich hohe Löhne und Werbung bezahlt werden.

    Die Politik sollte einmal überlegen was diese Anzeigen dem Steuerzahler kosten. Jeder Einsatz von Feuerwehr und Notarzt muss bei Fehlalarm bezahlt werden. Warum nicht auch bei unbegründeten Anzeigen. Man sollte PETA einmal auf seine Gemeinnützigkeit untersuchen

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