Saarland: Mischling nicht erschossen – Jäger wehren sich gegen Falschbeschuldigung

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Am 31.03.2019 berichtete das Nachrichtenprotal Breaking News Saarland, dass zwischen Neunkirchen und Spiesen-Elversberg ein aus Mallorca importierter winziger Hund erschossen worden sei. In den sozialen Medien seien daraufhin “Jägerinnen und Jäger in dem betreffenden Bereich angepöbelt und beschimpft” worden, kritisiert die Vereinigung der Jäger des Saarlandes, VJS. In einer Pressemitteilung des VJS heißt es dazu: „Timmy“, ein Mischlingshund, der in Mallorca aus einer „Tötungseinrichtung“ stamme und erst vor kurzem von dort importiert worden sei, habe seine Leine durchgebissen und sei „ausgebüxt“, so der erste Teil der Schilderung, doch dann wird es abenteuerlich: „Er ist erschossen worden, war voller Schrotkugeln. Vermutlich von einem Jäger. (B) Wir (B) wollen wissen, wer das Tier erschossen hat“, wird die Vorsitzende des Vereines zitiert, der für den Import des Tieres zuständig war.

Dies wollten wir auch und haben recherchiert. Ergebnis ist, dass der Hund womöglich überfahren wurde, keinesfalls jedoch erschossen. Er wurde erstmals nämlich direkt an der Straße gefunden. Jedenfalls liegt uns die schriftliche Erklärung des Besitzers des Hundes vor, „dass unser Hund nach heutigem Kenntnisstand nicht erschossen wurde.“Die Vereinigung der Jäger des Saarlandes prüft derzeit eine Anzeige bei der Polizei wegen Vortäuschung einer Straftat. PM

Beitragsbild: PM der VJS zum Fall Timmy. (Screenshot)

2 Gedanken zu „Saarland: Mischling nicht erschossen – Jäger wehren sich gegen Falschbeschuldigung

  1. MH

    Es ist wie immer: Die Nachricht ist durch, der Schaden angerichtet. Mission accomplished. Ein alter Jäger sagte mal zu mir “Die Kugel und das gesprochene Wort kannst Du nicht zurückholen.” Oder wie es so schön auf manchen T-Shirts steht “Keine Ahnung? Dann einfach mal Schn… halten!”.

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