Saarland: Waffe explodiert – Jäger schwer verletzt

Bei einer Erntejagd in der Nähe von Überherrn (Kreis Saarlouis) ist ein 55 Jahre alter Jäger gegen 14.20 Uhr am gestrigen Donnerstag schwer an Händen, Gesicht und Oberkörper verletzt worden. Einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge explodierte die Waffe in der Hand des Jägers. Die Saarbrücker Zeitung hingegen schreibt, dass sich ein Schuss gelöst habe, durch den der Mann an der Hand verletzt worden sei, die Schwere der Verletzungen sei unklar. Ein Rettungshubschrauber brachte den Verletzten in ein Krankenhaus.

Update: Nach Informationen von JAWINA ist der Unfall auf eine Explosion der Waffe zurückzuführen. Derzeit sind Einsatzkräfte der Polizei noch damit beschäftigt, weitere Trümmerteile von Waffe und Munition mittels Metallsuchgerät zu suchen und zu bergen.

Teile der Waffe sind 30 bis 50 Meter nach hinten fortgeschleudert worden. Die Waffe ist durch die Explosion in etwa 50 Einzelteile zersprengt worden, was eine Vorstellung von der Wucht der Explosion vermittelt. “Wir können von Glück sagen, dass dabei nicht noch weitere Menschen, etwa Jäger in der Nähe des Verunglückten, verletzt wurden”, sagte ein Polizeisprecher gegenüber JAWINA.

Nach bisherigen Erkenntnissen ist der Lauf der Waffe unversehrt erhalten. Die Explosion hat sich demnach nicht im Lauf ereignet, es hat keine Laufsprengung (etwa durch ein im Lauf steckendes Geschoss oder grobe Verunreinigungen erhalten) gegeben.

“Wir gehen bislang davon aus, dass die Munition im Patronenlager der Waffe explodiert ist”, erklärte der Polizeisprecher. “Das sind bislang jedoch lediglich Vermutungen, genauere Erkenntnisse wird erst eine kriminaltechnische Untersuchung des Vorfalls liefern.” Bis Ergebnisse vorliegen, können noch Wochen vergehen. Zu Waffentyp und Modell und zur verwendeten Munition will die Polizei derzeit keine Angaben machen. red.

Beitragsbild: Erntejagd (Symbolbild). Foto: SE

Die Red. dankt für den Hinweis!

12 Gedanken zu „Saarland: Waffe explodiert – Jäger schwer verletzt

  1. Zündelnerlaubt

    Ein weiterer Vorfall der deutlich macht, dass der Umgang mit Schußwaffen und Munition immer ein heikeler Vorgang ist. In den Jagdforen wird schon wieder über diesen Vorfall wie wild spekuliert und die Elite der Jägerschaft macht ein Faß auf.
    Ich hoffe der Betroffene wird schnell wieder gesund und behält keine bleibenden Schäden.

    Immer gut aufpassen

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  2. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    Tippe mal auf Wiederlader und wenn statt Gewehrpatronenpulver ein Schrotpatronenpulver genommen wird, hat das fatale Folgen.
    Es wäre nicht der erste Fall.

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        1. Carpe Diem.. jetzt erst recht

          Blaser gibt an seine Waffen mit 14.000 barÜberdruck zu testen. Seinerzeit wurde Blaser bei der R93 auch entlastet -nur Lutz Moeller tritt nach. Bei der R8 wird der Verschluß verbessert gesichert. Im o.g. Artikel geht es um eine Explosion nicht um eine Fehlfunktion des Verschlusses, d.h. die Patrone ist explodiert und nicht der Schuss nach hinten losgegangen; so lese ich zumindest den Text.

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          1. admin Beitragsautor

            Warum nicht einfach abwarten, bis das Ergebnis der kriminaltechn. Unters. feststeht und sich bis dahin aller Spekulationen enthalten? Wäre mein Vorschlag…

          2. Kr.-Itisch

            Lutz Möller tritt nicht nach, er zeigt nur Fakten auf.
            Dass Blaser die R93 aus dem Programm genommen hat und vorher auch schon mal zurückgerufen hat. wird seinen Grund haben. Siehe auch hier: [Link entfernt, admin.]

  3. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    Nach dem update bleibt es spannend, was diesen Bummmms bewirkt hat. Denn da wäre der Munitionshersteller im Blickfeld, nicht die Waffe.

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    1. admin Beitragsautor

      Ich glaube nicht, dass diese Schlussfolgerung durch das, was bisher bekannt wurde, gerechtfertigt ist. Einfach abwarten…

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