Saarland: Hund hetzt Reh und wird von Unbekanntem erstochen

Am 24.02., gegen 20:47 Uhr, meldet ein 53-jähriger Mann aus Großrosseln (Landkreis Regionalverband Saarbrücken) der Polizei, dass sein Hund der Rasse Spanischer Mastiff während des Spaziergangs mit seiner Tochter von einem unbekannten Täter im Wald, unterhalb des Birkenhofes, erstochen worden sei. Der Hund sei einem Reh nachgelaufen und die Tochter habe plötzlich Hundegebell und eine menschliche Stimme wahrgenommen. Bei einer weiteren Nachschau habe sie dann den Hund mit drei Stichverletzungen, leblos auf dem Waldweg aufgefunden. Die Tat hat sich in der Zeit von 17:57 Uhr – 18:05 Uhr ereignet.

Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Völklingen: Tel: 06898/2020 PM

Beitragsbild:  Von Hund gewildertes Reh (Archivbild). Foto: SE

12 Gedanken zu „Saarland: Hund hetzt Reh und wird von Unbekanntem erstochen

  1. RK

    … die Strafe folgte offensichtlich auf dem Fuße… “Lernen durch Schmerzen” für den Hundehalter. (Die Sachbeschädigung am Hund beurteile/rechtfertige ich hier mal nicht)

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  2. Anko

    Spanischer Mastiff, ursprünglich Hof- und Herdenschutzhund. Widerristhöhe 72–82 cm, Gewicht 55–70 kg. Laut Wikipedia gibt es in Spanien zudem nicht-FCI-konforme Zuchten mit Größen bis zu 100 cm und bis zu 110 kg Gewicht. Sehr beeindruckend, um es wertfrei zu formulieren. Unglücklich, wenn so ein Kalb scheinbar allein durch den Wald zieht und dort dann an wildfremden Menschen auch noch “Laut gibt”. Da weiß man jetzt nicht, ob man den Täter (so die Meldung) oder nicht doch eher ein Opfer sucht.

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  3. Günther

    Wenn man seinen Hund nicht im Griff hat, soll man ihn eben im Wald nicht frei laufen lassen. Wenn der Hund nicht erstochen worden wäre, wäre vielleicht das Reh qualvoll verendet. Oder noch schlimmer: Der Hund hetzt das Reh über eine Straße und es kommt zu einem tödlichen Verkehrsunfall.
    War es vielleicht sogar Notwehr (auch putativ)? Wenn der Täter panische Angst vor Hunden hat, und der Vierbeiner ihn, oder vielleicht sogar ein Kind andauernd anspringt (auch wenn es harmloser Spieltrieb ist), kann ich mir schon so eine Überreaktion vorstellen. Dass man dann nicht auch noch auf den Halter wartet, um sich eventuell von dem verprügeln, oder anzeigen zu lassen (wer weiß, was der betreffenden Richter an diesem Tag gerade gefrühstückt hat…), kann ich auch nachvollziehen. Und das sag ich als passioniereter Hundehalter.

    Für den Hund tut’s mir leid, der musste sterben, weil sein Halter nicht verantwortungsvoll den Hund abgerichtet, bzw. ihn an die Leine genommen hat. Der Halter hat hoffentlich seine Lektion gelernt, auch mit Nachdruck durch eine Geldbuße. Im mindesten Falle hat er nämlich eine Ordnungswidrigkeit begangen. Der Mann soll auf Katzen umsteigen.

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  4. Jäger aus Walhall

    Ich verstehe den Wert der Meldung nicht. Ein frei laufender Hund, welcher offenbar wenig bis schlecht erzogen wurde und Wild hetzt, wurde mehr oder wenig professionell abgefangen. Der Möglichkeiten gibt es zwei: es könnte der Jagdausübungsberechtigte gewesen sein, welcher der Hetze ein Ende bereitet hat, und es könnte ein Spatziergänger gewesen sein, welcher sich bedroht fühlte und in Notwehr zur Klinge griff. Beide hätten rechtens gehandelt.
    Tip an den Hundehalter: Froh sein, dass keiner zu Schaden gekommen ist, nächsten Hund besser erziehen oder nicht frei laufen lassen-fertig.

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  5. Uli Hatek

    Ich vetstehe nicht, wie das Reh, zu dem Messer kam. Die wissen doch ganz genau, dass das Messerverbot unbedingt einzuhalten ist.
    Unglaublich!

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  6. sven Pietsch

    Es muss ja ums verrecken mit Hunden in den
    Wäldern ohne Leine rumgelatscht werden.
    Bleibt auf den Wegen und Leint eure Drecks Köter an

    [Kommentar gekürzt, admin.]

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  7. Ronbi

    Was für seltsame Kommentare hier.
    Und wir Jäger wundern uns über das nagative Image.
    Jägerhund, aus dem Wagen raus mit fröhlichem Geläut im Unterholz verschwunden.
    Der Besitzer zuckt mit den Achseln – Da stehen die Sauen.
    War’s ein Jäger oder ein “normal” Sterblicher, der den Hund abgestochen hat, egal.
    War der Grund gerechtfertigt, ist der nächste Schritt, eine Anzeige gegen den Hundehalter.
    Anonymes Entfernen ist außerordentlich verdächtig und zu verurteilen.

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  8. Zündelnerlaubt

    Den Hund abzustechen und dann abzuhauen ist mal feige, obwohl man mal Mut braucht sich mit so einem jagenden Hund anzulegen.
    Egal wie rum, keine Seite hat sich hier korrekt verhalten. Soweit ich weiß und ich bitte um entsprechende Korrektur reicht es nicht, wenn ein Hund ein Stück hetzt um ihn als Wildernd zu töten, er muß das Stück zu Boden ziehen.

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  9. Id est

    Erschreckend, wie wenig Ahnung heutige Jagdscheinhaber über Notwehr/Notstand haben und das auch in Foren meinen öffentlich machen zu müssen. Hier hätte Schweigen eher genutzt, wenn man schon nichts weiß, um Philosoph bleiben zu können, statt die “ganze Innung” zu blamieren. Waidgerechtigskeitsverstoß ist auch schon negatives Verhalten der Jäger in der Öffentlichkeit, gerade auch in Bezug auf die Bekanntgabe eigener Unkenntnis in grundlegenden Bereichen des einschlägigen und vor allem gelehrten Rechts und daraus resultierend Rückschluss größerer Bevölkerungskreise auf den Gesamtzustand der Jägerschaft, auch wenn das oft ungerechtfertigt ist. Aber jetzt in medias res: Bei Notwehr geht die Gefahr von einem Menschen aus, bei Notstand von einem Umstand oder einer Sache. Da Tiere und mithin auch Hunde Sachen gleichgestellt sind, kann bei einem Angriff eines Hundes, solange der nicht als verlängerter Arm auf Befehl seines Herrn agiert, immer nur Notstand als Rechtfertigung für die Tat in Betracht kommen.

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