RLP: Jäger wegen Schuss auf Treiber verurteilt

Ein 78 Jahre alter Jäger aus dem Kreis Kaiserslautern ist vom Amtsgericht Zweibrücken wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt worden, die auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde. Der Verurteilte hatte bei einer Drückjagd im August 2017 auf ein Wildschwein in einem Maisfeld geschossen und einen Treiber unterhalb des linken Knies getroffen. Die Staatsanwaltschaft warf dem Jäger vor, den Schuss abgegeben zu haben, obwohl er nicht habe sehen können, wer oder was sich in dem Maisschlag aufhielt. Der 56jährige Treiber ist seitdem arbeitsunfähig und geht auf Krücken. Während der dreijährigen Bewährungsfrist muss der Jäger dem Opfer monatlich ein Schmerzensgeld in Höhe von 300 Euro zahlen sowie die Anwalts- und Gerichtskosten tragen. Der Anwalt des Jägers hat die Vorwürfe weitgehend eingeräumt. Der Mann hat seine Waffen seinem Sohn übereignet und Jagdschein und WBK abgegeben. red.

Beitragsbild: Erntejagd – eine riskante Angelegenheit. Foto: SE

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