RLP: Jäger klagt erfolgreich gegen Rotwild-Mindestabschussplan

Ein Jäger aus dem Vulkaneifelkreis (Rheinland-Pfalz) hat vor dem Verwaltungsgericht Trier erfolgreich gegen einen von der Unteren Jagdbehörde (UJB) der Kreisverwaltung festgesetzten Mindestabschussplan für das Rotwild in seinem Revier geklagt. Anlass für die Verfügung des Mindestabschussplans waren massive Wildschäden in dem Revier, die durch ein forstliches Verbissgutachten festgestellt worden waren. Im Widerspruchsverfahren vor dem Kreisrechtsausschuss hatte der Revierinhaber angeführt, in seinem Revier lebe überhaupt nicht genug Rotwild, als dass er den Mindestabschussplan erfüllen könne.

Die Richter der 5. Kammer des Verwaltungsgerichts Trier gaben dem Kläger Recht und führten zur Begründung aus, “der Abschussfestsetzung müsse zu entnehmen sein, dass ihr eine Abwägung vorausgegangen ist, die auf einer ausreichenden Tatsachengrundlage beruhe und dass sich die Abschusshöhe in einem nachvollziehbaren Rahmen bewege, der sich maßgeblich am aktuellen Wildbestand im konkreten Jagdbezirk orientiere.”

Gegen die Entscheidung können die Beteiligten innerhalb eines Monats Berufung  bei dem Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz einlegen.

VG Trier, Urteil vom 20. August 2014 – 5 K 1858/13.TR –

PM VG Trier/SE

Beitragsbild: Gestreckter Rothirsch, Copyright SE

2 Gedanken zu „RLP: Jäger klagt erfolgreich gegen Rotwild-Mindestabschussplan

  1. Bea

    Jagd ist das Allerletzte. Spaß am Töten, was sind das für Menschen, die tote Tiere mit ihrem Gewehr und Hut fotografieren, “alte und kranke Tiere “, “keiner bringt ja gerne ein Ti er um”. Deswegen wird auch von Glück und “Erfolg” gesprochen. Monster, mit denen man ganz normal zusammenlebt.

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    1. admin Beitragsautor

      Super Beitrag! Toleranz ist eh voll scheiße und total überbewertet, und Leute, die anders sind, anders denken oder anders aussehen wahlweise zu Monstern, Un- oder Untermenschen zu erklären, hat eine lange Tradition in unserem Land…

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