Rhein in Flammen

Ein Beitrag von Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

15.000 orange-rote Flammen züngelten am 18. März 2015 bei Düsseldorf über den Rhein in Richtung Landtag. So viele Jägerinnen und Jäger waren dem Aufruf des LJV NRW gefolgt, um dem grünen Öko-Diktator Remmel den Marsch zu blasen. Und das geschah im wahrsten Sinne des Wortes. Es war, als hätte man lange geschlossene Schleusen geöffnet, aus denen nun Zorn und Protest als gewaltiger Tsunami über Grüne und SPD im Düsseldorfer Landtag hinwegrollten. Die Jägerschaft und alle relevanten Akteure im ländlichen Raum, von Waldbesitzern über Bauern, Imker und Fischer, alle haben es endgültig und gründlich satt, von einem grünen Minister mit ausschließlich ideologisch begründeten Verboten überzogen zu werden, die unter dem Deckmäntelchen von Tierschutz und Ökologie verkauft werden.

P1020535

Wir haben die ideologische Bevormundung durch die Grünen satt. Fotos: HDP

 

P1020532

Mehr als 15.000 Jäger waren dem Protestaufruf gefolgt. Fotos: HDP

Dies war der Tenor der Äußerungen aller betroffenen Verbände im Land. Von den Regierungsfraktionen ließen sich bei der Kundgebung vor dem Landtag lediglich die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden sehen und hören, während CDU, FDP und Piraten ihre Fraktionsvorsitzenden an die Front geschickt hatten. Die SPD hat zugesagt, im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens noch Änderungen im Sinne der Forderungen der Jägerschaft zu berücksichtigen. Es bleibt abzuwarten, ob diesen Worten auch Taten der großen Regierungsfraktion folgen. HDP

P1020538

Fotos: HDP

P1020531

Fotos: HDP

P1020530

Fotos: HDP

Die Jawina-Redaktion dankt Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel für Bilder und Beitrag!

 

4 Gedanken zu „Rhein in Flammen

  1. Joachim Orbach

    Erfreulich war es für mich zu sehen, woher die Teilnehmer an der Demo nicht alle kamen und damit Geschlossenheit für den ländlichen Raum und die Jagd zum Ausdruck brachten. Allerdings stellt sich für mich die Frage: Hätte man sich in NRW bereits schon vor dem Entwurf zum neuen LJG – im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit und ggf. auch mit entsprechenden Veranstaltungen ( einschl. Demo ) – zur Wehr setzen müssen. Denn insbesondere bei Landesregierungen, bei denen die Grünen als Verbotspartei mit an der Regierung beteiligt sind, muss man rechtzeitig reagieren. Halten wir den Bürgern auch einmal vor Augen was die Grünen in der Vergangenheit bereits verbieten, verteuern und erlauben wollten. In diesem Zusammenhang möchte ich auf ein Zitat zurückgreifen: ” EIN GRÜNER IST ERST SO RECHT GLÜCKLICH, WENN ER ANDEREN ETWAS VERBIETEN KANN” :

    Antworten
    1. admin Beitragsautor

      Lieber Herr Orbach,
      ein (ehemaliger) Jagdfunktionär sagte in diesem Zusammenhang neulich zu mir: “Das fing in NRW schon zu Heeremans Zeiten an. Als man seinerzeit das Mauswiesel aus dem Jagdgesetz nehmen wollte, sagten die Funktionäre: “Wenn die weiter nichts wollen, dann ist doch gut!” Das war der Anschnitt des Wurstzipfels, seitdem folgt Scheibe auf Scheibe. Zitat Ende
      Beste Grüße
      SE

      Antworten
  2. Ulrich Dißmann

    Wer heutzutage immer noch nicht begriffen hat, dass unsere wahren Gegner nicht innerhalb unserer Vereinigung sitzen , dem ist auch mit einer gesegneten Kerze nicht mehr zu helfen .
    Wer nicht der Sache, nämlich letztlich der weidgerechten Jagd mit unseren Hunden , absolute Priorität einräumt und nicht in der Lage ist , persönliche Befindlichkeiten, so schwer das auch fallen mag , zurück zu stellen , der soll sich was schämen. Derjenige gräbt mit an der Grube , die andere für uns ausheben wollen . In der Hoffnung auf einen sachlichen Umgang miteinander , das wir uns entschlossen in der Bevölkerung als eine geschlossene Gesellschaft für Natur- und Artenschutz und weidgerechter Jagd darstellen !

    Antworten
    1. admin Beitragsautor

      Mit der Formulierung von der “geschlossenen Gesellschaft” der Jäger, die der Bevölkerung gegenüber steht, haben sie die Situation sehr schön beschrieben, wenn auch vermutlich unbeabsichtigt. Wie schon so oft gesagt: Die 380.000 Jäger werden den 80 Millionen nicht ihren Willen aufzwingen. Das, was jetzt passiert, dass eine Demo mit 15.000 Teilnehmern praktisch ignoriert wird, dass den Jägern dass Fell gegerbt wird, und es keinen schert bzw. schadenfroh begrüßt wird – das wäre nicht möglich, wenn jeder einen Jäger kennen würde, wenn die Sache der Jagd der Öffentlichkeit besser präsentiert worden wäre bzw. würde. Das kann und muss man kritisieren und diskutieren, falsch verstandene Vasallen- und Nibelungentreue bringt uns überhaupt nicht weiter.

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.