Remmel: Jäger züchten sich “Privatzoo”

Schwere Vorwürfe erhebt der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) in einem Interview mit der Bild-Zeitung: Jäger hätten sich im Wald einen “Privatzoo” gezüchtet, betrieben “Tierhaltung im Freien” und seien nur auf Trophäen aus. Deshalb sei man quasi gezwungen gewesen, den Grundsatz “Wald vor Wild” zu formulieren. Das heftig kritisierte sogenannte ökologische Jagdgesetz sei hingegen voll in Ordnung, es “verbessere Natur und Tierschutz” und “helfe den Jägern”. Kritik an den negativen ökologischen Auswirkungen des Jagdgesetzes z.B. durch die erschwerte Bejagung von Raubwild sei bloße “Kampfrhetorik der Verbandsvertreter.” Remmel behauptet, an einem sachlichen Dialog interessiert zu sein und gibt den Jägern die alleinige Schuld, wenn dieser nicht zustande komme, schließlich habe der Jagdverband “Kompromissangebote schon im Vorfeld nicht angenommen” und eine “gute Zusammenarbeit aufgekündigt”. Mit der “hohen Bleibelastung auf Schießständen” hat Remmel bereits ein weiteres Tätigkeitgebiet ausgemacht. Das gibt zu Befürchtungen Anlass, wahrscheinlich stehen Schließungen von Schießständen unmittelbar bevor. Pech, wenn die Jäger die geforderten Schießnachweise dann nicht erbringen können… SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten Interviews in der Bild-Zeitung (Bildschirmfoto).

2 Gedanken zu „Remmel: Jäger züchten sich “Privatzoo”

  1. MH

    Einer gegen alle. Alle gegen einen. Wie traurig. Wie unfair. Pöse Puben die Jäger. Die haben einfach nichts vergessen und bleiben stur an ihren Themen dran, wo man ihnen doch nur helfen wollte.

    Inzwischen sind die Auswirkungen von Herrn Remmels durch seinen Regierungspartner geduldeten Alleingang nur allzu deutlich erkennbar. Wäre es doch überall so, daß Fehler (freundlich ausgedrückt) so schnell bemerkt werden. Das “ökologische” Jagdgesetz ist schon heute Vergangenheit, auch wenn die Natur die Auswirkungen noch lange spüren wird, da kann der (Noch-)Umweltminister lamentieren, solange er will.

    Beispiele gefällig? Na gut, eins, aber nur eins: Katzen. War da nicht was? Erst Aufregerthema Nr. 1, um die Jäger zu verunglimpfen, dann Kehrtwende “Knallt die Biester ab (aber nur wegen dem Artenschutz)”. Sowas versteht auch der Nichtjäger, und der Katzenhalter hat auch begriffen, wie man ihn hier manipuliert hat. Die Demaskierung konnte nicht deutlicher sein als bei diesem Thema, und die anderen “Augen-zu-und-durch-Parolen” wurden ebenfalls schnell von der Wirklichkeit eingeholt.

    Zeitungspapier ist geduldig, aber Googles Gedächtnis unendlich.

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  2. R.M.

    Remmel ist und bleibt einer, der sich gerne als Ökodiktator gibt. Dieses wird deutlich durch seine Art und Weise in der Gesetzgebung. Wir brauchen in Deutschland solche Leute nicht! Man kann alle Parteien in dem bevorstehenden Wahlkampf 2017 in NRW nicht der Meinung des Herrn Remmel und der Grünen sind, dieses auch zum Ausdruck zu bringen. Von der SPD bleibt aber meiner Meinung nach aber wenig zu erwarten.

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