“Rabauken-Jäger”-Fall: Landgericht bestätigt Geldstrafe gegen Redakteur

Das Landgericht Neubrandenburg hat eine vom Amtsgericht Pasewalk gegen einen Redakteur des Nordkuriers verhängte Geldstrafe in Höhe von 1000 Euro bestätigt, wie der Nordkurier berichtet. Der Journalist hatte sich im Juni 2014 über einen Jäger ausgelassen, der ein bei einem Verkehrsunfall getötetes und im Zustand fortgeschrittener Verwesung befindliches Reh an seiner Anhängerkupplung zwecks Entsorgung fortgeschleift hatte. Dabei hatte der Zeitungsschreiber den Begriff “Rabauken-Jäger” geprägt, der vom Gericht als Beleidigung gewertet wurde. Das Urteil hatte für eine Welle selbstgerechter Empörung in Medienkreisen gesorgt.

Dem Jäger war wegen eines angeblichen “schweren Verstoßes gegen die Grundsätze deutscher Weidgerechtigkeit” der Jagdschein behördlicherseits entzogen worden. Erst im Januar hat er diesen zurück erhalten, nachdem er vor Gericht einen Vergleich erzielt und eine Geldstrafe akzeptiert hatte. SE

Beitragsbild: Schon längere Zeit totes Reh im Straßengraben. Copyright: SE

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