Privatfirma für Wolfsentnahmen – Brandenburger Geheimwirtschaft

Wie JAWINA bereits am 5.12. berichtete, ist eine Privatfirma vom Umweltministerium mit der Entnahme von sog. Problemwölfen in Brandenburg beauftragt worden. Um welche Firma es sich dabei handelt, soll – angeblich aus Datenschutzgründen – verschwiegen werden. Das beredte Schweigen der Brandenburger Behörden wirft Fragen auf:

Frage 1: Um welche Firma handelt es sich?

Unbestreitbar haben Brandenburger Jäger ein gerechtfertigtes Interesse daran zu erfahren, welche ominöse Privatfirma künftig möglicherweise in den Jagdrevieren des Landes umherstreifen, Fallen stellen und Problemwölfe “entnehmen” soll. Ebenso hat aber auch jeder Steuerbürger dieses Landes das Recht zu erfahren, ob bei der Auftragsvergabe alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Denn daran bestehen starke und berechtigte Zweifel, wie man sehen wird.

Bislang unbestätigten und, wie zu betonen ist, auch nicht verifizierbaren Gerüchten zufolge soll ein einschlägig bekanntes Institut mit der Entnahme etwaiger Brandenburger Problemwölfe betraut worden sein, das umfangreiche Erfahrung mit dem Monitoring, dem Fang und der Besenderung von Wölfen nachweisen kann. Eine entsprechende Anfrage von JAWINA beantwortete das fragliche Institut mit dem lapidaren Satz: “Bitte setzen Sie sich für derlei Anfragen mit dem Landesamt für Umwelt oder dem Umweltministerium in Brandenburg in Verbindung.” Das ist keine Antwort, aber auch kein Dementi.

Ähnlich lapidar fiel die Antwort des Landesamts für Umwelt (LfU) aus, das vom MLUL mit der Beantwortung unserer Anfrage beauftragt worden war. Wir hatten gefragt:

Ob es zutrifft, dass eine Privatfirma den Zuschlag erhalten hat, um welche Firma es sich handelt, warum diese Information nicht preisgegeben wird und inwiefern deren Berücksichtigung in Anbetracht eines nach Informationen von JAWINA vorliegenden kostenneutralen Angebots mit den Ausschreibungsrichtlinien des Landes Brandenburg in Einklang steht.

Dazu das LfU:

“Es trifft zu, dass vom Landesamt für Umwelt (LfU) eine Privatfirma mit der fachlichen Begleitung von Vorgängen zum Umgang mit “verhaltensauffälligen” Wölfen beauftragt ist. Im Rahmen der vereinbarten Leistungen kann nach Durchlauf einer zwischen der Obersten und Oberen Naturschutzbehörde abgestimmten Handlungskette am Ende die Entnahme von Wölfen durch den Auftragnehmer stehen.

Die Identität des Auftragsnehmers wird aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht bekannt gegeben.

Die Vergabe des Auftrags erfolgte nach den üblichen Vergabegrundsätzen des Landes Brandenburg.”

In unserem Antwortschreiben wandten wir ein, dass die angeführten Persönlichkeitsschutzrechte (Datenschutz), wie der Name schon sagt, nur auf Personen, nicht aber auf Firmen anwendbar seien und forderten die Erteilung der gewünschten Auskünfte gem. Informationsfreiheitsgesetz und Landespressegesetz, was im Fortgang des Mailverkehrs verweigert wurde.

Dass die Beteuerung, die “Vergabe des Auftrags sei nach den üblichen Vergabegrundsätzen des Landes Brandenburg erfolgt”, eben nicht die geforderte Begründung darstellt, sondern lediglich eine Behauptung, ist offensichtlich.

Frage 2 lautet also: Ist die Vergabe rechtmäßig erfolgt?

50.000 Euro wurden für die per Werkvertrag ausgeschriebene Dienstleistung “Problemwolfbetreuung” einem Bericht der MOZ zufolge im Haushalt bereitgestellt. Eine Entscheidung, die zumindest erklärungsbedürftig ist, da das Forum Natur Brandenburg (FNB), wie ein Sprecher gegenüber JAWINA nochmals bestätigte, an der Ausschreibung teilgenommen und die Ausführung der geforderten Tätigkeiten unentgeltlich angeboten hat. Es ist durchaus möglich, diese Frage datenschutzkonform zu beantworten, etwa indem die Namen der Bewerber/Firmen in den (hoffentlich existenten) Akten zur Dokumentation Entscheidungsprozesses geschwärzt werden. LfU und MLUL haben diesem berechtigten Auskunftsinteresse nicht einmal ansatzweise entsprochen.

Frage 3: Wurde die Ausschreibungsfrist verlängert und wenn ja warum?

Der FNB hat, auch dies bestätigte der Landnutzerverband gegenüber JAWINA, seine Bewerbung um den ausgeschriebenen Werkvertrag fristgemäß am letzten Tag der Bewerbungsfrist angegeben. Daraufhin sei die Bewerbungsfrist um eine Woche verlängert worden. Sollte dies zutreffen, so stellt sich die Frage, warum diese Fristverlängerung erfolgte und was in dieser Frist geschah. Sollten in dieser Zeit andere Bewerber aufgefordert worden sein, ein Angebot abzugeben – etwa, weil man sonst gezwungen wäre, an den missliebigen Zusammenschluss von Bauern, Jägern und Schäfern zu vergeben – oder sollten andere Bewerber aufgefordert worden sein, ihr Angebot zu modifizieren, so wäre dies eindeutig rechtswidrig und mit “den üblichen Vergabegrundsätzen des Landes Brandenburg” kaum in Einklang zu bringen. Fragen, mit denen sich im Zweifelsfall der Landesrechnungshof und/oder das Landesparlament auseinander setzen sollten.

Auf unsere wiederholte Nachfrage präzisierte der Sprecher des LfU:

“Zum Vergabeverfahren kann ich noch Folgendes ergänzen.

Vertragsgegenstand ist die Ermittlung und Bewertung verhaltensauffälliger Wölfe sowie die Vergrämung, der Fang und die Entnahme.

Auf die Ausschreibung, die bis 06.12.2017 lief, gab es vier Bewerber. Ein Bewerber konnte nicht berücksichtigt werden, da das Formerfordernis (schriftlich per Post) und die Frist (06.12.2017, 16:00 Uhr) nicht eingehalten wurde.

Die Bietereignung wurde nach folgenden Faktoren bewertet: Fachliche Ausbildung in Bereich der Umwelt-, Forst- oder Landwirtschaftswissenschaften bzw. Veterinärmedizin sowie Erfahrung in der Bewertung verhaltensauffälliger Wölfe, Kenntnisse und Fähigkeiten im wissenschaftlichen Monitoring, der Biologie des Wolfes und Wolfsverhaltens, Jagdschein und Immobilisierungsbefähigung. Neben den fachlichen Voraussetzung war auch die Höhe des Honorarangebots und die Wirtschaftlichkeit des Angebots entscheidend.

Die beauftragte Firma erfüllt alle an sie gestellte Forderungen hinsichtlich fachlichem Hintergrund, Befähigung und Wirtschaftlichkeit.

Damit – wie Sie es beschreiben- „Unregelmäßigkeiten, unrechtmäßige Bevorzugungen und Vorteilsnahmen sowie Mauscheleien (mögen diese aus wirtschaftlichen, persönlichen oder ideologischen Gründen erfolgen) möglichst unterbleiben“ kann bei der Vergabekammer des Landes Brandenburg Beschwerde eingelegt werden. Davon haben die Bieter keinen Gebrauch gemacht.”

Dass die Bieter von der Möglichkeit “bei der Vergabekammer des Landes Brandenburg Beschwerde einzulegen” keinen Gebrauch gemacht haben, ist indes wenig erstaunlich: Unsere Anfrage beim FNB, warum dies nicht erfolgt sei, kommentierte Verbandssprecher Gregor Beyer wie folgt: “Unglaublich, man erfährt nur nebenbei nach Monaten aus einem Halbsatz der Staatssekretärin, dass das Verfahren abgeschlossen ist, aber ist halt selbst Schuld, wenn man sich nicht bei der Vergabekammer beschwert hat.”Auf unsere Frage, ob ansonsten keine offizielle Unterrichtung über die Beendigung des Bieterverfahrens erfolgt sei bekräftigte Beyer: “Erfahren haben wir das nach der Erklärung der Staatsekretärin durch die Presseanfrage von JAWINA.”

Daraus ergibt sich Frage 4: Nämlich ob ein Ausschreibungsverfahren rechtskonform sein kann, wenn die Teilnehmer nicht über das Ende des Verfahrens informiert werden und ihnen so die Wahrnehmung der rechtlich vorgesehenen Beschwerde-Option verwehrt wird.

Auf die Antworten, sollten sie denn eines Tages vorliegen, sind wir gespannt… SE

Beitragsbild: Leistungsbeschreibung zur Ausschreibung des Werkvertrags für einen “staatlichen Wolfsjäger”. (Screenshot)

 

20 Gedanken zu „Privatfirma für Wolfsentnahmen – Brandenburger Geheimwirtschaft

  1. Ronbi

    Wie arf man sich das vorstellen?
    Eine Art Kammerjäger, diesmal nur eben nicht für Küchenschaben, sondern für Wölfe.
    Und was sagen Revierinhaber dazu, wenn zukünftig modifizierte Kammerjäger durch ihre Reviere schleichen.

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  2. Niemand Sonst

    Sollte ein Pächter in dessen Revier solche Aktionen stattfinden werden auf die glorreiche Idee kommen Tierrechtlern einen Tipp zum Standort der Fallen zu geben wirds lustig. Bin gespannt wie kostenneutral dann das Ganze bleibt. 🙂 🙂 🙂 🙂

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  3. Felix

    Da Herr Beyer vom NaturNutzer Forum und Pooulist
    sich enttäuscht zeigt, kann eig nur positives bedeuten! Insofern hat es wohl die richtige Firma getroffen?

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  4. E. Hahlweg

    Als Erstes sollte Herr Beyer Anzeige gegen das LfU wegen des Verstoßes gegen das Datenschutzgesetz stellen. Als Zweites ist ein Rechtsgutachten zu erstellen, ob Grundeigentümer das Herumlaufen irgendwelcher Fremder mit Waffe oder Falle auf der Suche nach Wölfen dulden muss. Auch ist die Haftung für Unfälle zu klären, insbesondere dann, wenn auch Jäger ihr Jagdausübungsrecht ausüben.

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  5. Edelmann

    Ach wie schön. Jetzt verstehen Eigenjagdbesitzer und Jagdausübungsberechtigte wie es mir als Zwangsmitglied in einer Jagdgenossenschaft geht und merken mal, was wir Klein-Flächenbesitzer auf unseren Flächen dulden müssen.
    Der Rechtsstaat hat sicherlich irgendwelche übergeordnete Freiheiten, wenn es um die öffentliche Ordnung und Sicherheit geht.
    Mich würde vielmehr interessieren, ob Wölfe auch auf befriedeten Flächen verfolgt werden dürfen. Ich vermute ja.
    Denn wohlwissend wird man hier eine Sondersituation (Befriedung) geschaffen haben, die jederzeit widerrufbar sein wird.
    Es gibt genug Juristen in den Ministerien.
    Der Staat kann mit “Gefahr im Verzug” so ziemich alles aushebeln oder aussetzen.
    Mir persönlich sind auf meinen Flächen staatlich Beauftragte deutlich lieber als bewaffnete Privatpersonen, letztere halte ich für befangen.
    Waffengewalt und Vollstreckungsaufträge sollten ausschließlich beim Staat liegen.
    Ich favorisiere nach wie vor ein Rangersystem, dann stellen sich solche Rechtsfragen nicht.

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    1. E. Hahlweg

      “Mir persönlich sind auf meinen Flächen staatlich Beauftragte deutlich lieber als bewaffnete Privatpersonen, letztere halte ich für befangen.”
      Da bin ich aber froh, wenn staatlich Beauftragte nur Unbefangene sind. Außer vielleicht bei “Kleinflächenbesitzern”? Und man merkt doch schnell, dass z.B. in allen Umweltministerien nur “Unbefangene” sitzen, fernab von jeglicher Grüner Ideologie.

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  6. UT

    ….und Edelmann, es ist in weite Ferne gerückt, dass die Sucht derer Jäger gestillt wird, die neben den Tröphäen an den Wänden endlich ein Wolfspelz vor dem Kamin zu liegen haben. Und das ist gut so.

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    1. admin Beitragsautor

      Es gibt keinen Grund, Jägern diese Sucht zu unterstellen. Wer einen Wolfspelz an der Wand will, findet bei diversen Jagdreiseveranstaltern entsprechende – und im Vergleich zu anderen Trophäen spottbillige – Angebote im nahen EU-Umland, wo man der Wolfsjagd nach Herzenslust frönen könnte, ohne Drohungen und Beleidigungen durch den militanten Tierschutzmob fürchten zu müssen. Die Nachfrage nach Wolfsjagden hält sich jedoch sehr in Grenzen, also sparen Sie sich doch bitte diese jeder Realität entbehrenden Anwürfe.

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  7. UT

    Also admin, wir Jäger umfassen jediglich einen Anteil von 0,3 % der Bevölkerung. Davon stellt ein nicht unerheblicher Teil s.g. Hegekriterien (Zuchtmerkmale), ohne wissenschaftlichen Hintergrund für Äußerlichkeiten an Wildarten auf. Und dies ohne Rücksicht auf die Belange der meisten Grundeigentümer. Schon aus diesem Grunde sollten Sie bei einer anderen Personengruppe nicht von “MOB” sprechen. Das wirkt dann doch schon etwas ignorant und arrogant. Das, was Sie als “MOB” bezeichnen, ist uns Jägern zahlenmäßig weit überlegen. Dafür haben wir Jäger mit unserem Handeln gesorgt. Also Ball flach halten.

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    1. admin Beitragsautor

      Schalenwildfeindliche Ideologen, die ihre wirtschaftlichen Interessen entgegen wissenschaftlicher Erkenntnisse (z.B. vermehrte Wildschäden durch überhöhten Jagddruck) durchsetzen wollen, stellen einen nur im Promillebereich messbaren Bevölkerungsanteil dar – also selber Ball flach halten. Und jenen Bevölkerungsanteil, der Hochsitze ansägt, Jägerautos anzündet und jeden, der sich kritisch z.B. zum Wolf äußert, massiv bedroht, kann man mit gutem Recht als Mob bezeichnen.

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  8. Ralf

    “Schon aus diesem Grunde sollten Sie bei einer anderen Personengruppe nicht von “MOB” sprechen. Das wirkt dann doch schon etwas ignorant und arrogant. Das, was Sie als “MOB” bezeichnen, ist uns Jägern zahlenmäßig weit überlegen. Dafür haben wir Jäger mit unserem Handeln gesorgt.”

    UT=Unbekannter Täter?
    Militante Tierschützer, die Straftaten zur Verhinderung der Jagdausübung begehen und denen Leib und Leben von Jägern teilweise egal ist, können auch aus meiner Sicht als “MOB” bezeichnet werden. Und das ist meiner Ansicht nach noch sehr milde bezeichnet. Man könnte streng genau genommen auch von Tierrechtsextremisten sprechen. Das würde den Punkt eher treffen. Und mit Extremisten wird nicht verhandelt! Das hat auch ein Politiker mit Rückgrat zu Lebzeiten so gesehen: Helmut Schmidt. Sonst wäre die Landshut nie von der GSG9 in Mogadischu befreit worden.
    Sie können davon ausgehen, dass der “MOB” zum Glück einen sehr geringen Teil von Menschen mit verschrobenen Ansichten darstellt und nicht die Meinung der Bevölkerung wiederspiegelt.

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    1. Ralf

      An dieser Stelle nochmal der Hinweis:

      Beim Zusammentreffen mit militanten Jagdgegnern empfehle ich, das Verhalten zur Dokumentation von straf- und ordnungswidrigkeitsrelevantem Verhalten mit dem Smartphone zu filmen. Das ist auch nach der DSGVO rechtlich möglich. Es stellt die beste Möglichkeit vor Gericht dar, die Situation darzustellen.
      Und es besteht keine Notwendigkeit, die Aufnahmen zu löschen. Sie dürfen nur nicht (z.B. im Internet) veröffentlicht werden. Die Aufforderung von z.B. rechtsunsicheren Polizeibeamten zum Löschen kann man geflissentlich und sollte man sogar ignorieren. Eine Beschlagnahme des Handys wäre rechtswidrig. Man sollte den Beamten die Rechtssituation in ruhiger Tonlage versuchen zu erklären. Das erfordert in solch einer Situation Selbstdisziplin.

      Sollte der Jagdgegner/die Jagdgegner das Handy versuchen, wegzureißen, dann ist man im Bereich zumindest des versuchten Raubes. Notwehr ist unter Wahrung der Verhältnismäßigkeit möglich. Ich würde immer die Polizei hinzuziehen, um die Jagdgegner auch bezüglich des gezeigten Verhaltens (Jagdstörung ist Ordnungswidirgkeit, auf deren Anzeigenerstattung ich bestehen würde!) überprüfen zu lassen.

      Wir haben das Recht, die Jagd auszuüben. Auf dieses Recht bestehe ich.

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  9. Niemand Sonst

    @UT

    “Also admin, wir Jäger umfassen jediglich einen Anteil von 0,3 % der Bevölkerung. …………….Das, was Sie als “MOB” bezeichnen, ist uns Jägern zahlenmäßig weit überlegen. 
    Dafür haben wir Jäger mit unserem Handeln gesorgt.”

    Bitte schreiben Sie nicht “WIR JÄGER”. Und “UNS”.
    Wenn, dann schreiben Sie bitte für sich.
    Also in Ihrem Fall: “ICH ALS JÄGER”!!!!!!! ( Falls Sie überhaupt Jäger sind, was ich stark bezweifle ).
    Ich habe Sie nicht bevollmächtigt für mich zu schreiben!!!!
    Ich weiss nicht was Sie so alles auf der Jagd veranstalten, aber ich habe noch nie auf der Jagd oder ausserhalb “dafür gesorgt” dass mir oder einem Jagdkameraden deswegen das Auto angezündet, zerkratzt, die Scheiben eingeschlagen, ich oder meine Familie mit dem Tode bedroht wird, usw. usw.
    Ganz im Gegenteil.
    Ich halte mich an die bestehenden Gesetze.
    Auf der Jagd und ausserhalb der Jagd.
    Und nur weil ich jage, ist das noch kein Grund bedroht zu werden.
    Soviel ich weiss ist Jagd in Deutschland LEGAL.
    Autos anzuzünden, Menschen mit dem Tode zu bedrohen, usw. usw. ist ILLEGAL.
    (Ich hoffe Sie kennen den Unterschied zwischen legal und illegal).
    Die die das tun darf man dann auch getrost als “MOB” bezeichnen. Soviel Zeit muss sein.
    Und das ist in manchen Fällen noch untertrieben.
    Ich habe auch noch keinem Veganer oder Vegetarier die Pfosten seines Gewächshauses angesägt (auch wenn er meinem Essen das Essen wegisst).
    Und sonst bedrohe ich niemanden oder versuche in keinster Weise Andersdenkende zu schädigen, nur weil mir deren Lebensstil nicht gefällt.
    Es gibt in unserem schönen Land Gesetze die mir auch nicht passen. Aber als guter Demokrat akzeptiere und respektiere ich sie. Im Gegensatz zu so manch selbsternannten Moralapostel.
    Und was Ihre “Hegekriterien und Zuchtmerkmale” angeht, so wenden Sie sich bitte an die Forstämter. Die werden Ihnen sicherlich mitteilen wie Rotwild “gehegt” werden muss.
    Gams in Zukunft genauso.
    Lassen Sie sich bitte vom Forstamt sofern vorhanden auch gleich eine Preisliste für Abschüsse zuschicken.
    Alles legal und in staatlichem Auftrag.
    Preise und schiessen meinte ich.
    Inklusiv Trophäe.
    Die kann man sich dann an die Wand hängen!!!!!
    Mit staatlichem Segen!!!!!!!!
    Was den Wolf angeht, der ist mittlerweile in Deutschland eine Ikone der Dekadenz und Dummheit.
    Seine Bedeutung künstlich hochgepusht von einer ganzen Armee von Leuten die diesem Tier nicht nur ihren Lebensunterhalt zu verdanken haben.
    Was da an selbsternannten “Experten” alles mitreden darf, ist erschreckend.
    Alles “Experten” von denen die meisten von ihnen noch nie in ihrem Leben auch nur einen lebenden Wolf im Gehege, geschweige denn in freier Wildbahn gesehen haben.
    Rotwild “darf” nur in ausgewiesenen Gebieten leben.
    Und im Winter eingepfercht in einem Gatter.
    Darin kann man sie dann optimal “hegen”.
    Und wehe es streckt den Äser über die Grenze. Dann “MUSS”……… Sagt das Gesetz.
    Darüber regt sich von den selbsternannten Moralaposteln keiner auf.
    Der “edle” Wolf als Heilsbringer und das Rotwild und Rehwild als Ungeziefer? Seltsam.
    Jägern zu unterstellen sie bräuchten unbedingt etwas vor dem Kamin ist polemisch. Wenn jemand einen Wolf schiessen möchte, dann gibts ( wie admin schon schrieb ) Möglichkeiten im Ausland. Ganz legal.
    Die Trophäe kann man sich dann vor den Kamin legen!!!!
    Mit staatlichem Segen des jeweiligen Staates in dem die Lizenz für die Erlegung eines Wolfes ausgestellt wurde!!!!!!
    Wo ist jetzt für Sie das Problem mit der Wolfsjagd?
    Ja, es gibt Länder wo er nicht als “Heiliges Tier” vermarktet wird.
    ( Wenigstens sind dort die Exemplare entschieden grösser als die hierzulande, die aussehen wie unterernährte streunende Strassenköter. 😉 )
    Wieso sollen “staatliche Beauftragte” besser sein?
    Selbst wenn die “staatlich Beauftragten” die Tiere zu Tode kitzeln oder zu Tode streicheln………..
    Tot ist tot. Egal wie.
    Die bewegen sich in den Revieren dann auch “ohne Rücksicht auf die Belange der Grundeigentümer”.
    In staatlichem Auftrag sogar. 😉
    (Vom Jagdpächter kann jedes Mitglied einer Jagdgenossenschaft über den Vorstand Informationen über dessen Tätigkeiten im Revier verlangen).
    Dass die “staatlich Beauftragten” Imformationen über ihr Tun im Revier an Genossenschaftsmitglieder weitergeben bezweifle ich. 🙂
    Sozusagen “ohne Rücksicht auf die Belange der Grundeigentümer”. 😉
    Und schiessen, also “managen” (wenn sie nicht gerade die Tierchen zu Tode streicheln oder kitzeln) tun sie auch.
    Mit scharfen Waffen sogar (kaum zu glauben, was? 🙂 ).
    Und nun bitte den Ball flach halten.

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  10. Edelmann

    “Vom Jagdpächter kann jedes Mitglied einer Jagdgenossenschaft über den Vorstand Informationen über dessen Tätigkeiten im Revier verlangen…”.

    Also meine Erfahrung ist, dass man als Zwangsmitglied von der Jagdgenossenschaft schlichtweg ignoriert wird, wenn man ein Anliegen hat.
    Auch bei der Wahl hat man über die Mehrheitsverhältnisse der Kommune wenig zu melden, aber das nur nebenbei.
    Von zwei Genossenschaften hätte ich gerne die Kontaktdaten des Vorstandes und der Jagdpächter zu unseren Flächen – bisher Fehlanzeige.
    Bei beiden mit der Begründung: Datenschutz-Grundverordnung! Was ein Witz ist – denn ich möchte nicht die Privatdaten sondern Funktionsdaten – aber mich vor die Frage stellt, ob man einen Anwalt beschäftigen muss.
    Ich wüsste schon gerne, wer nachts ums Anwesen bewaffnet unterwegs ist.
    Bei staatlich Beauftragten sehe ich eine Hierarchie, in der sich jede Stufe verantworten muss.
    Private Jäger sind nur ihrem Gewissen verpflichtet, Kontrollen oder eine Aufsicht findet nicht statt.
    Rechtfertigungen müssen nur abgeliefert werden, wenn jemand zu Schaden gekommen ist und/oder aus anderen Gründen die Polizei ermittelt.
    Übrigens finde ich bei Jagdunfällen das Wort “Augenblicksversagen” als Entschuldigung genial.
    Das merke ich mir für Verstöße nach der Straßenverkehrsordnung.

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  11. Niemand Sonst

    @ Edelmann

    Lieber Hr. oder Fr. Edelmann,
    jeder ist Zwangsmitglied in einer Jagdgenossenschaft solange er nicht genug Fläche für eine Eigenjagd zusammenbekommt.
    Ist halt so im Gesetz verankert.
    Und nicht jeder jammert darüber.
    Wenn es Ihnen nicht passt müssen Sie Flächen zukaufen bis Sie genug für eine Eigenjagd haben. Für Bayern wären das dann 81,755 ha ( zusammenhängende Fläche ). Dann müssen Sie keine “Hobbyjäger” mehr auf Ihrem Grund dulden.
    Aber jagen müssen Sie trotzdem noch. 🙂
    Die Untere Jagdbehörde weiss wer Ihr Jagdpächter ist.
    Ist schliesslich bei denen eingetragen. Wenn Sie sich als Eigentümer einer Fläche ausweisen, kann ich mir nicht vorstellen dass Sie keine Info bekommen.
    Aber wieso so umständlich????
    Wenn ich solche Infos brauche, gehe ich ins nächste Dorf, suche einen Landwirt und frage ihn.
    Oder ich gehe in die Dorfkneipe und nach spätestens 30 min weiss ich wer Jagdpächter, Jagdvorstand, Jagdaufseher, wer welchen Jagdhund hat, wer mit wem vögelt, wieviele Sauen letztes Jahr erlegt wurden, wer in den nächsten Monaten heiratet, was die Leute am liebsten essen und trinken, ob der Bürgermeister was taugt, wer den grössten Betrieb im Dorf hat, und vieles andere mehr. 😉
    Wetten????????
    Naja, vielleicht liegts an Ihnen?
    Wer weiss………….

    PS:
    Wenn Sie die Infos irgendwann haben die Sie so verzweifelt suchen, gehen Sie doch mal zum Jagdessen. Oder setzen sich einfach mal in die Dorfkneipe, essen und trinken etwas, reden mit den Leuten.
    Sie werden feststellen dass die Leute dort ganz normale Leute sind. Wie die meisten anderen auch die Sie so kennen. Manche mit Ecken und Kanten. Aber im Grossen und Ganzen nicht besser oder schlechter als anderswo.

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  12. Edelmann

    @Niemand Sonst
    Der Tratsch als auch die Personen (Vorstand, Pächter, manche Begeher) sind mir durchaus bekannt.
    Ich habe von den “Kontaktdaten” geschrieben, da ich mich wenn es mal eilig ist, nicht über Festnetz/Familienangehörige, Beruf oder fb durcharbeiten will.
    Hier ist z.B. nicht der Gemeindevorstand, sondern der gesamte Gemeinderat Jagdgenossenschaftsvorstand.
    Gibt es da eine Bringschuld oder eine Holschuld bezüglich der Kontaktdaten für eine Kontaktaufnahme?
    Aber der Tipp mit der Unteren Jagdbehörde ist nicht schlecht, zumindest einen Versuch wert.

    Antworten
    1. mikka

      @ Edelmann
      Mit Verlaub, aber Ihre Beiträge hier sind echt unterirdisch. Zunächst gehen Sie meist am Thema vorbei, dann ist das Geningel immer das Gleiche!
      Mal ganz nüchtern betrachtet: Eigentum verpflichtet! Heißt auch in Ihrem Fall, Sie haben Rechte und Pflichten, welche mit Ihrem Eigentum ständig und immer einher gehen!
      Da Sie in diesem Forum zum wiederholten Male über Dinge klagen, die einfaches Recht und Gesetz beinhalten und nicht der Rede Wert sind, empfehle ich Ihnen den Gang zur unteren Jagdbehörde Ihres Landkreises. Nehmen Sie einen Grundbuchauszug Ihrer Flächen mit, damit Sie sich als Jagdgenosse ausweisen können und erfragen Sie bei den Personen die dafür da sind, welche Rechtskreise am Grundeigentum in Bezug auf´s Jagdausübungsrecht betroffen sind! Alternativ, können Sie natürlich auch Ihre Flächen verkaufen und alle Probleme sind weg. Bitte aber nicht ständig mit Ihren Schwierigkeiten deutsches Recht zu verstehen, dieses sehr gute Forum hier zu müllen. Danke.

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