Potsdam-Mittelmark: Damwildstrecke eingebrochen

Seit der Rückkehr der Wölfe ist die Damwildstrecke in Potsdam Mittelmark “dramatisch eingebrochen”, wie die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) berichtet. Wurden im Jagdjahr 2012/13 noch 4333 Stück gestreckt, so waren es 2015/16 nur noch 2742 Stück. Die Rückkehr der Wölfe bringe das Damwild in Bedrängnis, folgert die MAZ. Torsten Fritz von der Unteren Jagdbehörde Potsdam-Mittelmark beschwichtigt in dem Bericht: Man sei von überhöhten auf normale Bestände zurückgekehrt, zudem gebe es keine wissenschaftlichen Beweise für einen Zusammenhang zwischen der Ausbreitung des Wolfs und den Streckenrückgängen beim Damwild. Auch der Rehwildabschuss sank in dem Zeitraum von 5861 auf 4907 Stück. Abschusspläne werden “vorsorglich nach unten korrigiert”, so die MAZ. Die Streckenergebnisse von Rot- und Schwarzwild sind bislang unauffällig und unterliegen den normalen Schwankungen. SE

Beitragsbild: Damschaufler. Foto: SE

3 Gedanken zu „Potsdam-Mittelmark: Damwildstrecke eingebrochen

  1. Joachim Ernst

    Abwarten.
    Das was man bei der unteren Jagdbehörde als Rückkehr zum normalen Bestand bezeichnet, mag im Augenblick stimmen. Es ist aber mit Sicherheit nur eine Durchgangsstation und schon in 5 Jahren werden wir dort keine normalen Bestände mehr haben, sondern nur noch eine Restpopulation.
    Man vergleiche in diesem Zusammenhang den Anstieg der Wölfe und den gleichzeitigen Rückgang der Wapiti im Yellowstone NP. Der Yellowstone ist nebenbei bemerkt knapp 4x so groß wie das Saarland. Das nur für den Fall, dass man meint, wir hätten hier irgendwie und irgendwo so etwas wie naturbelassene Zustände von erwähnenswerter Größe.

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  2. Grimbart

    Rot- und Schwarzwild sind auch schwerer zu erbeuten. Trotzdem können wir darüber höchstens intern jammern. Die Öffentlichkeit wird für weniger jagdliche Beute und Klagen darüber wenig bis überhaupt kein Verständnis haben. Ein Kardinalfehler war die jahrzehntelange Argumentation man müsse ja jagen, weil es keine großen Beutegreifer mehr gebe, anstatt zu kommunizieren, dass man gerne Beute macht um nachhaltig Tiere der Natur zu entnehmen. Ottonormalbürger ist es auch vollkommen egal, ob ein einst gut besetztes Revier massiv an Wert verloren hat.

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  3. Hans -Peter

    Die Wölfe in Deutschland geben sich ja bedanklich auch Schafen, Ziegen, Rindern, Hunden und Notfalls auch mit Pferden zufrieden. Ob das deren Besitzer und dem Ottonormalverbraucher auch vollkommen egal ist? Was ist, wenn unter den Wölfen eine Seuche ausbricht? Was kosten die Wölfe jährlich den Steuerzahler? Was ist wenn Menschen von Wölfen angeriffen werden, da ja bekanntlich die natürliche Scheu bei einigen Wölfen offensichtlich verloren gegangen? Wer zahlt den Revierverpächtern den einen Ausgleich für Pachtminderung? Ansonsten kann man dem Kommentar von Grimbart nur zustimmen.

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