Potsdam: Gericht verbietet Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

Das Verwaltungsgericht Potsdam hat den Einsatz von Spritzmitteln zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in Fauna-Flora-Habitat-Gebieten (FFH) untersagt. In Brandenburg geplante Sprühaktionen gegen den Forstschädling sind damit gestoppt. Betroffen von dem Verbot sind Spritzmittel wie „Dipel Es“, „Dimilin“ und „Karate“. Ein generelles Verbot gegen den Einsatz dieser Mittel, das der Nabu gefordert hatte, verhängten die Richter jedoch nicht. Der Nabu hatte überdies beanstandet, dass er „als Träger öffentlicher Belange“ beim Erlass der Allgemeinverfügungen von Land und den Kommunen nicht beteiligt wurde. Dieses Argument hielt das Gericht nur für FFH-Schutzgebiete für stichhaltig. Für andere Gebiete gelte es nicht. (Az: VG 4L 374/14 und VG 4L 375/14).

Der Eichenprozessionsspinner ist nicht nur als Forstschädling gefürchtet: Die Brennhaare der Raupe enthalten ein Eiweißgift namens Thaumetopoein und können beim Menschen schmerzhafte allergische Reaktionen, wie z.B. eine Raupendermatitis auslösen.

Bild: Raupen des Eichenprozessionsspinners. Autor: Kleuske, Quelle: Wikipedia

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