Polizei fordert: Hunde zum Schutz von Wildtieren anleinen

Immer wieder werde gemeldet, dass nicht angeleinte oder herrenlos in Feld- und Waldnähe herumlaufende Hunde Rehe und anderes Wild jagen, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung (PM) der Polizei in Mettmann (NRW)): Anlass der PM ist ein Vorfall vom Donnerstagabend des 06.06.2013 in Haan: Dort meldeten Bürger gegen 17.15 Uhr, dass ein freilaufender brauner Hund im Bereich Müllersberg und Schaafenkotten Rehe verfolgt und dabei auch ein etwa zwei Wochen junges Rehkitz aufgescheucht, gefasst und bis zu einem Wanderweg im Maul getragen hatte (Bild).

Erst auf dem Weg hatte der scheinbar herrenlose Hund das Kitz dann fallen lassen, als Wanderer den Hund anbrüllten. Zitternd, verschreckt, aber äußerlich offenbar unverletzt, blieb das Rehkitz auf dem Wanderweg zurück, während der Hund in unbekannte Richtung verschwand.

In Absprache mit dem von der Polizei sofort alarmierten Jagdausübungsberechtigten, der zunächst eine tierärztliche Untersuchung des Rehkitz veranlasste, erklärte sich eine sachkundige Bürgerin bereit, das ansonsten chancenlose Tier aufzunehmen und eine angemessene Zeit, bis zu einem  Auswilderungsversuch, zu versorgen.

Die Polizei fordert Hundehalter eindringlich auf, ihre Hunde an die Leine zu nehmen, wenn sie sich sensiblen Regionen nähern, in denen Rehwild in der Nähe sein kann. Es gibt nur wenige Hunde, die beim Zusammentreffen mit Wild zurückgerufen werden können. Dafür müssen selbst besonders ausgebildete Jagdhunde extrem gut trainiert sein. Im Zweifelsfall sollten Hundebesitzer ihre Hunde in Landschaftsschutzgebieten sowie in Feld- und Waldnähe immer anleinen, auch wenn es auf normalen Waldwegen keine Anleinpflicht gibt. PM und Bild: Polizei Mettmann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.