Petition fordert Erhaltung und Sanierung des Schiessstands Waakhausen

Auf openpetition.de ist eine Petition gestartet worden, die den Erhalt der Jagd- und Schießsportanlage in Waakhausen fordert. “Ein weiterer Schießstand ist von der dauerhaften Schließung bedroht, nachdem er 50 Jahre lang unterbrechungsfrei an dieser Stelle existiert hat. Die Folgen daraus für Jäger und Sportschützen wären katastrophal”, heißt es auf der Seite der Petition. Die Initiatoren fordern daher:

“Der Schießstand in Waakhausen darf unter keinen Umständen geschlossen werden

Die Freigabe der Erlaubnis zur umweltgerechten Sanierung des Schießstandes im Einklang mit Natur und Anwohnern

Die Vermeidung von unabdingbaren Folgeschäden für Natur und Umwelt, die aus einer Schließung zwangsläufig resultieren würden”

Zur Begründung heißt es:

“An dem oben genannten Schießstand trainieren seit 50 Jahren Jäger und Sportschützen Seite an Seite und präzisieren gemeinsam ihre individuelle Schützenleistung. Die Wichtigkeit dieses Trainings sollte jedem klar sein. Ein Jäger, der nicht geradeaus schießen kann, verursacht seinem Wild unzumutbares Leid, und ein Sportschütze, der keine Möglichkeit zum Üben mehr hat, wird selbstverständlich keinen Erfolg bei Wettkämpfen haben (egal ob Olympia oder Kreismeisterschaft).

Doch der Schießstand Waakhausen hat ein Problem: Blei. Von diesem Schwermetall befinden sich größere Mengen im Boden; das bezweifeln weder Jäger noch Sportschützen.

Deshalb fordern wir im zweiten Abschnitt die Erlaubnis zur Sanierung. Das mag dem einen oder anderen im ersten Moment suspekt erscheinen. Warum braucht man eine Erlaubnis zur dringend notwendigen Sanierung? Weil sich unsere Gegenseite bislang vehement allen Vorschlägen widersetzt und nicht einmal bereit ist, einen konstruktiven Disput darüber zu führen.”

Die Folgen einer Schließung wären nach Ansicht der Petenten gravierend:

“Alle Schützen, die sich derzeit in dem am Rande von Bremen und Osterholz gelegenen Schießstand Waakhausen einfinden, müssten in Zukunft auf den (vom Bremer Stadtzentrum 72 Kilometer weit entfernten) Schießstand Krelingen ausweichen. Abgesehen davon, dass Krelingen gar nicht über ausreichende Kapazitäten verfügt, um uns alle aufzunehmen, müssten die über 1000 Jäger und Sportschützen jedes Wochenende diese 72 Kilometer hin und zurücklegen. Das sind ca. 50 Kilometer mehr, als es derzeit der Fall ist – pro Strecke. Die Schäden für die Umwelt, die aus dieser Mehrbelastung resultieren würden wir alle gern vermeiden. Außerdem werden in Waakhausen die Jungjäger von Osterholz und Bremen ausgebildet, was nach einer Schließung natürlich nicht mehr möglich wäre. Das Ausbleiben neuer Generationen von Jungjägern gefährdet nicht nur den Erhalt der Tradition, sondern auch den Schutz von Natur und Landschaft, der aus unserer Hege und Pflege resultiert. Abgesehen von Tradition und Umwelt verlieren wir mit Waakhausen noch etwas ganz anderes: unseren eingesessenen und beliebten Treffpunkt. Hier kommen Jäger und Sportschützen zusammen, treffen wir Freunde und Bekannte, knüpfen neue Kontakte und frischen alte wieder auf. Waakhausen ist ein elementarer Knotenpunkt des sozialen Lebens für viele Dutzend Menschen: deshalb bitten wir Sie, uns zu helfen diesen zu erhalten.”

Zur Petition geht es hier. red.

Beitragsbild: Die Petition “Erhalt der Jagd- und Schießsportanlage in Waakhausen” auf openpetition.de (Screenshot, Ausschnitt)

Die Red. dankt den JAWINA-Lesern für ihre Hinweise!

2 Gedanken zu „Petition fordert Erhaltung und Sanierung des Schiessstands Waakhausen

  1. jochen

    Weil sich unsere Gegenseite bislang vehement allen Vorschlägen widersetzt und nicht einmal bereit ist, einen konstruktiven Disput darüber zu führen.”

    Inzwischen leider Alltag, in diesem schönen Land….

    Antworten

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