Niedersachsen: Jogger angeschossen – Jäger muss Jagdschein und WBK abgeben

Ein Jäger, der im Jui 2017 einen Jogger angeschossen hat, soll nach dem Willen der Unteren Jagdbehörde des Landkreises Schaumburg seine waffenrechtlichen Erlaubnisse verlieren. Die Entscheidung der UJB ist noch nicht rechtskräftig. Den polizeilichen Ermittlungen zufolge hat der Jäger beim Hantieren mit dem Kleinkalibergewehr einen Schuss ausgelöst, der den 31-jährigen joggenden Familienvater am Hinterkopf traf. Im Beisein seiner Kinder – der vier Jahre alte Sohn fuhr auf dem Fahrrad mit, zwei kleinere schob der Jogger in einem speziellen Kinderwagen – brach der Mann getroffen zusammen. Er wusste zunächst nicht, was ihn getroffen hatte, vermutete einen Angriff eines aggressiven Greifvogels, bis Ärzte bei der Untersuchung eine Schussverletzung diagnostizierten. Aus einem Bericht der Schaumburger Nachrichten geht hervor, dass sich der Schuss beim Entladen der Waffe gelöst hat. Der Unglücksschütze hat sich nach Aussage des verletzten Joggers damit zu entschuldigen versucht, dass “Entladungsfehler bei der Polizei andauernd passierten”.

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Schleswig-Holstein: Ministerium untersucht Rissvorfälle hinter vermeintlich wolfssicheren Zäunen

Zwischen dem 28. Dezember 2018 und dem 2. Januar 2019 wurden in Hemdingen und Bilsen im Kreis Pinneberg insgesamt drei Rissvorfälle hinter wolfssicheren Zäunen gemeldet. Derzeit überprüft das Ministerium, ob es sich bei dem Verursacher um einen Wolf handelt.

„Wir haben die ersten Schritte zur Überprüfung der Risse eingeleitet und nehmen die Angelegenheit sehr ernst. Die drei Zäune waren vorbildlich und wolfssicher aufgebaut, so dass von Seiten der Halterinnen und Halter alles im Sinne der Wolfsprävention geleistet wurde. Es deutet vieles darauf hin, dass es sich hier um Wolfsrisse handelt. Damit würde auf Grund der mehrfachen Überwindung wolfssicherer Zäune die Ausnahmeregelung im Naturschutzgesetz greifen, nach der ein Antrag auf Abschuss des Wolfs gestellt werden kann. Da es sich beim Wolf um eine streng geschützte Art handelt, brauchen wir dafür einen sicheren Nachweis, dass es sich tatsächlich um einen Wolf gehandelt hat“, sagte der Umweltminister Jan Philipp Albrecht.

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Sachsenforst: Hempfling folgt Braun

Der langjährige Geschäftsführer des Staatsbetriebs Sachsenforst (SBS), Prof. Dr. Hubert Braun, ist in den Ruhestand verabschiedet worden. Nachfolger Brauns wird Utz Hempfling. Der 56-jährige Forstwirt war bislang Referatsleiter im Sächsischen Umweltministerium. Wie das Sächsische Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) auf Anfrage von JAWINA mitteilte, wurde Hempfling mit Wirkung vom 1.3. 2019 zum Geschäftsführer des Staatsbetriebes Sachsenforst bestellt. Er wird diese Funktion bereits ab dem 1.1.2019 kommissarisch übernehmen. Auf die Frage von JAWINA, ob die Stelle öffentlich ausgeschrieben wurde und ob es weitere Bewerber gab, antwortete das SMUL: “Für die Stellenbesetzung hat ein ressortinternes Personalauswahlverfahren auf der Grundlage der Bestenauslese gemäß Art. 33 Abs. 2 des Grundgesetzes stattgefunden. Im Übrigen handelt es sich um eine Personalangelegenheit, zu deren Details sich unser Haus nicht öffentlich äussert. Ich danke Ihnen, dass Sie dafür Verständnis haben.”

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Hessen: Bremsschläuche an Jägerauto vermutlich von Jagdgegner durchtrennt

Polizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr

Am Sonntag, 02.12.2018, stellte ein Jagdpächter seinen Pkw, einen grüner Land Rover Defender, auf einem Parkplatz neben dem Wohnhaus an der Papiermühle in Frankenberg (Landkreis Waldeck-Frankenberg) ab. Als er am Freitag, 28.12.2018, sein Fahrzeug zur Jagd benutzen wollte, stellte er glücklicherweise bereits nach ein paar Metern fest, dass etwas mit seinen Bremsen nicht stimmte. Er hielt sofort an und bemerkte am Boden des Abstellortes feuchte Flecken. Als er daraufhin sein Fahrzeug von unten begutachtete, musste er beschädigte Bremsschläuche feststellen. Er ließ das Fahrzeug zur Reparatur in eine Fachwerkstatt transportieren. Diese stellte am Montag fest, dass die Bremsschläuche mit einem scharfen Messer durchtrennt wurden.

Die Polizei Frankenberg, Tel. 06451-7203-0, ermittelt nun wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und bittet um Hinweise, die zur Aufklärung der Tat beitragen können. PM

Beitragsbild: Jadglich genutzter grüner Land Rover (Symbolbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS. für den Hinweis!

Ermordeter Jäger Simon Paulus: Drei Tatverdächtige wieder frei

+++ Wölfe: Julia Klöckner und Svenja Schulze wollen reden +++ Südafrika: Löwenzucht für Jagdzwecke soll verboten werden +++ Schwarzwild-Abschussprämie: Gerade die fleißigen Jäger gehen leer aus +++

Während der 29-jährige Hauptverdächtige weiterhin in Untersuchungshaft sitzt und sich bislang weder zu den Vorwürfen noch der Motivlage äußerte, zeigten sich die drei anderen im Zusammenhang mit der Sonderkommission Wagner ermittelten und inhaftierten Personen umfassend aussagebereit und wurden gegen Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt.

Dem 29 Jahre alten, seit 16.10.2018 in Untersuchungshaft sitzenden Italiener wird vorgeworfen, Simon Paulus getötet zu haben. Die anderen Tatverdächtigen waren nach bisherigem Ermittlungsstand nicht an der Tötung des Büchsenmachers Paulus beteiligt. Nach bisherigem Kenntnisstand der Kriminalbeamten half der im Zuge umfangreicher Ermittlungen der Sonderkommission ermittelte und am 11.12.2018 inhaftierte 42 Jahre alte dringend Tatverdächtige dem 29-jährigen Hauptverdächtigen bei der Beseitigung der Leiche und des Abtransports der entwendeten Waffen vom Tatort. Über den Verbleib der entwendeten Waffen können bislang noch keine verlässlichen Aussagen getroffen werden.

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Norwegen: Aktivisten versuchen Wolfsjagd zu sabotieren

Schwedische Aktivisten haben versucht, die norwegische Lizenzjagd auf Wölfe zu stören und zu sabotieren, berichtet das schwedische Online-Jagdportal SvenskJakt. Die Jagdstörer wurden jedoch von der Polizei eingesammelt und aus dem Gemeindegebiet verbracht. Die norwegische Wolfsjagd fand erstmals bei Trysil im schwedisch-norwegischen Grenzgebiet statt. Auf schwedischer Seite grenzt das Gebiet an die Provinzen Värmland und Dalarna. Nach Einschätzung von Behörden war es an der Zeit, mit der Wolfsjagd zu beginnen, um die dortige Wolfspopulation auf einem niedrigen Niveau zu halten. Laut SvenskJakt waren die Bedingungen für die Wolfsjagd sehr gut: Mildes Wetter, Neuschnee und gute Streckenbedingungen ließen die Jagd zu einem Erfolg werden: Die 130 teilnehmenden Jäger erlegten innerhalb kurzer Zeit zwei Wölfe. Es wurden nur diese beiden Tiere gefährtet. Tauche in der Region ein weiterer Wolf auf, der zu dem Rudel gehört, werde die Jagd fortgesetzt, sagte ein Sprecher gegenüber norwegischen Medien.

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Österreich: Polizei schnappt Gamswilderer

Am 31. Dezember 2018, gegen 09:00 Uhr wurde bei der Polizeiinspektion (Tirol) Zirl angezeigt, dass im Bereich der Martinswand in Zirl jemand wildere. Im Zuge einer sofortigen Fahndung konnte im Bereich des Inns ein 59-jähriger tatverdächtiger Österreicher festgenommen werden. Mit Unterstützung eines Polizeidiensthundes wurden ein Rucksack mit einer Jagdwaffe, sowie eine gewilderte Gamsgeiß aufgefunden. Nach anfänglichem Leugnen gestand der Mann die Tat. Ein später ausgeforschter zweiter tatverdächtiger Österreicher bestreitet eine Beteiligung. Über beide wurde ein vorläufiges Waffenverbot verhängt und Anzeige wegen Schweren Eingriffs in fremdes Jagd- oder Fischereirecht erstattet. PM Polizei

Beitragsbild: Bergjagd in Österreich (Symbolbild). Foto: SE

Österreich: Treiber durch Geschosssplitter verletzt

Bei einer Drückjagd auf Schwarzwild ist am Samstag im niederösterreichischen Bezirk Korneuburg ein Treiber bei einem Jagdunfall verletzt worden. Wie NÖN.at berichtet, hatte ein Jäger einen Schuss auf eine Sau abgegeben. Dabei ist vermutlich ein Geschosssplitter vom Boden abgeprallt. Der Treiber wurde durch den Splitter am Oberarm verletzt. Nach der Erstversorgung am Unfallort wurde er ins Krankenhaus gebracht und der Splitter entfernt. red.

Beitragsbild: Geschosse mit Geschosssplittern. Foto: SE

Bayern: Jagdterrier verfolgt Nachbarskatze durch Katzenklappe

Ein “Tierdrama” hat sich einem Bericht des Merkur zufolge in Schongau-West (Landkreis Weilheim-Schongau) zugetragen: Dort hat ein bei einem Spaziergang ausgebüxter Jagdterrier die Katze eines Nachbarn aufgespürt und durch den Wintergarten und die Kellertreppe hinab bis durch die Katzenklappe ins Haus hinein verfolgt. Der Bewohner des Hauses wurde morgens von lautem Gepolter auf der Treppe wach. Auf der Treppe erblickte er den fremden Hund, der eben im Begriff war, seine Katze abzuwürgen. Mit einem beherzten Tritt gelang es dem Mann, die ineinander verbissenen Kämpfer zu trennen. Der Hund rannte die Kellertreppe herunter, der Mann ließ ihn ins Freie. Allerdings war auch die Katze mittlerweile wieder in den Garten geflohen und hatte sich unter das dort abgestellte Auto verkrochen, wo sie vom Jagdterrier gestellt und verbellt wurde.

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Thüringen: Wolf auf der A9 überfahren

+++ Rheinland-Pfalz: Unbekannte Täter töten und enthaupten zwei Tiere in Damwildgatter +++ Bayern: Reh ertrinkt im Innkanal +++ Österreich: Jäger erschießt aggressiven Stier +++

Am Samstagabend wurde auf der A 9 in Ostthüringen bei Bad Klosterlausnitz ein Wolf überfahren. Ein Autofahrer hatte zunächst einen toten Hund am Fahrbahnrand der A 9 Richtung Berlin kurz nach der Anschlussstelle Bad Klosterlausnitz gemeldet. Dieser stellte sich als toter Wolf heraus, wie ein Mitarbeiter der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie vor Ort bestätigte. Der Wolf wird nun weiter untersucht, um mehr über ihn herauszubekommen. Der Autofahrer, welcher mit dem Tier zusammengestoßen war, meldete sich bisher nicht bei der Polizei. Es konnte aber ein polnisches Kennzeichen in der Nähe des toten Tieres aufgefunden werden. PM Polizei

Beitragsbild: Überfahrener Wolf. Quelle: Autobahnpolizei Thüringen

Die Red. dankt JAWINA-Leser NoS für den Hinweis!

Baden-Württemberg: Querschläger durchschlägt Fensterscheibe

“Einen ganz schönen Schrecken” habe eine Anwohnerin von Neuenbürg im Enzkreis am Donnerstag Nachmittag erlitten, meldet die Polizei: Gegen 13.45 Uhr vernahm die Frau in ihrer Wohnung in der Vogelsangstraße ein Schussgeräusch. Tatsächlich konnten die verständigten Beamten des Polizeireviers Neuenbürg ein Einschussloch in einer Fensterscheibe feststellen. Die Ermittlungen führten in den angrenzenden Wald, wo zu diesem Zeitpunkt eine genehmigte Treibjagd im Gange war. Nach bisherigem Kenntnisstand wurde vermutlich das Geschoss eines Jägers abgelenkt und traf unbeabsichtigt die Scheibe. Eine Anzeige wegen einer fahrlässigen Straftat oder Verstoßes gegen das Waffengesetz wird geprüft. PM Polizei

Beitragsbild: Geschosse (Symbolbild). Foto: SE

Baden-Württemberg: Sau randaliert nach Drückjagd in Lauffen

Nach einer Treibjagd kam es in Lauffen (Kreis Heilbronn) am frühen Samstag Nachmittag zu mehreren Vorfällen mit Wildscheinen, wie die Polizei berichtet: Im Schlehenweg blieb ein Wildschwein mit dem Kopf in einem Gartentor aus Metallstäben stecken und kam nicht mehr heraus. Das kräftige Tier riss in seinem Kampf das gesamte Tor aus der Verankerung. Da die Gefahr bestand, dass die wild gewordene Sau sich befreit und unkontrolliert auf umstehende Anwohner losgeht, wurden diese von der Polizei aufgefordert in ihre Häuser zu gehen. Ein Erlösen des Tieres mittels Schusswaffe war aufgrund der örtlichen Lage nicht möglich. Es erforderte die Hilfe von vier ausgewachsenen Personen um die Sau unter dem Tor zu fixieren. Schließlich konnte sie nach längerem, kraftaufwändigen Kampf unter dem Eisentor festgehalten und fachmännisch durch den hinzugekommenen Jagdpächter getötet werden.

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Fuchs totgetrampelt – brutales Video sorgt für Empörung

In den sozialen Medien sorgt ein Video für Empörung, in dem zu sehen ist, wie ein Jäger einen Fuchs tottrampelt. Während er auf dem vermutlich angeschossenen Fuchs herumtrampelt, ist im Hintergrund die Stimme eines Mannes zu vernehmen, der ihn auffordert, aufzuhören. Der Tierquäler antwortet, das sei hier ein Wrestling-Match und macht weiter. Am Ende des Videos dreht sich der Täter um und lacht in die Kamera. Der spanische Jagdverband Real Federación Española de Caza (RFEC) hat Jäger und Bürger aufgefordert, bei der Identifizierung des Tierquälers zu helfen. Die RFEC hat angekündigt, Strafanzeige gegen den Mann stellen zu wollen und empfiehlt den Autonomen Regionen Spaniens, dergleichen mit dem lebenslangen Verlust der Jagderlaubnis zu bestrafen. Mittlerweile soll der Täter identifiziert worden sein.

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Klöckner für erleichterten Wolfsabschuss

Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) will den Abschuss von Wölfen in Deutschland erleichtern. In einem “Brandbrief” soll Klöckner Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) aufgefordert haben, “alle rechtlichen Möglichkeiten zur Reduzierung des Wolfsbestandes auszuschöpfen, die das internationale und europäische Artenschutzrecht bereithält”, wie RPonline berichtet. Die Wolfspopulation wachse um 25 bis 30 Prozent pro Jahr, entsprechend nähmen Nutztierrisse zu. Es lebten bereits über 600 Wölfe in Deutschland. Die vom Umweltministerium zugesagten Erleichterungen beim Abschuss sogenannter Problemwölfe reichen aus Klöckners Sicht nicht aus: Das Bundesnaturschutzgesetz müsse derart geändert werden, dass eine “gemäßigte Bestandsregulierung selbst für streng geschützte Arten” wie den Wolf ermöglicht werde, schrieb Klöckner laut RPonline. Klöckner fordere, bei der Erarbeitung von Vollzugshinweisen des Umweltministeriums für die Jäger beteiligt zu werden. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags auf RPonline. (Screenshot)

Leise zur Drückjagd – Alter Schwede auf junger Amerikanerin

Vor fast drei Jahren kam die Browning BLR-Tracker bei uns auf den Markt. Zeit, sich mit der Waffe einmal näher zu befassen und generell eine Lanze für Brownings Unterhebelrepetierer zu brechen, findet Frank Martini. Ein Erfahrungsbericht.

Amerikanische Lever Action Repetierer sind bei uns auf Drückjagden zwar selten, aber in den letzten Jahren immer häufiger anzutreffen. Bei manchen Stand-, vor allem aber Durchgehschützen rsp. Hundeführern erfreuen sie sich als “Nahkampfinstrument” allmählich wachsender Beliebtheit. Kurz, schlank, führig und feuerstark – was will man “im Dicken” mehr? Das dachte auch ich mir vor etlichen Jahren und wollte es, zunächst leihweise, mal probieren. Dass meine Wahl seinerzeit auf eine Browning BLR 81 Lightweight fiel, war allerdings dem Zufall der Verfügbarkeit geschuldet – und von derartig überzeugenden Erfahrungen gekennzeichnet, dass ich mir im vergangenen Jahr selbst das jüngste Modell aus der Browning Lever Action Rifles (BLR) zugelegt habe: die “Tracker”.

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Peta fordert Bambi-Zwang für Jäger

Inspiriert von der ungewöhnlichen Bestrafung eines Wilderers durch einen US-Richter (JAWINA berichtete), fordert die Tierrechtsorganisation Peta, dass jeder Jagdscheinanwärter den Disney-Klassiker gucken muss: ” Alle Menschen, die einen Jagdschein erlangen möchten, sollen sich vorher verpflichtend Bambi ansehen müssen. Gleiches muss für Personen gelten, die wegen Jagddelikten verurteilt werden”, heißt es auf der Peta-Internetseite. PETA und andere Organisation versuchten seit Jahren, Jäger mit “wissenschaftlichen Argumenten vom Unsinn der Jagd zu überzeugen”, tönt Peta weiter. Was die Organisation unter “wissenschaftlichen Argumenten” versteht, wird im Fortgang der Pressemitteilung deutlich, wo kein pseudowissenschaftliches jagdfeindliches Klischee ausgelassen wird, um Jagd und Jäger zu diskreditieren.

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Luxemburg: Petition fordert Verbot von Bewegungsjagden

Innerhalb von nur zwei Tagen hat eine Petition, die ein Verbot von Bewegungsjagden in Luxemburg fordert, das erforderliche Quorum von 4500 Unterschriften nicht nur erreicht, sondern übertroffen: 5700 Petenten haben unterschrieben. Jetzt ist das Parlament verpflichtet, sich mit dem Verbot von Treib- oder Drückjagden auseinander zu setzen. Die Petition ist einem Bericht des Tageblatts zufolge von dem Luxemburger Mike Clemens gestartet worden, der Treibjagden für eine “antiquiierte” und “nicht mit dem Tierschutzgesetz in Einklang zu bringende” Jagdmethode hält. Tiere für die Bejagung durch Wälder zu treiben setze diese besonderem Stress aus und führe zu unnötigem Leid. Tiere seien keine Objekte, sondern sollten mit Respekt behandelt werden, so Bürger Mike Clemens.

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Waschbär breitet sich rasant aus – DJV fordert Bekenntnis zur Fallenjagd

+++ Brandenburg: Autofahrerin stirbt bei Wildunfall an Heiligabend +++ Pünktlich zur Weihnachtszeit: BfR warnt vor rosa gebratenem Wildbret +++ Keine isolierte Population: Wolf wandert von Mecklenburg nach Dänemark +++ Belgien/Frankreich: ASP breitet sich nach Westen aus, Sperrgebiet überwunden +++ Sachsen-Anhalt: Wolf reißt Schaf bei Bräsen +++

Waschbären kamen 2017 in mehr als der Hälfte der Reviere in Deutschland vor – eine Verdopplung in elf Jahren. Wie bei Marderhund und Mink liegt der Verbreitungsschwerpunkt im Nordosten. DJV fordert Bekenntnis zur Fallenjagd, um die EU-Vorgaben für invasive Arten zu erfüllen.

Der aus Nordamerika stammende Waschbär breitet sich seit wenigen Jahren rasant aus in Deutschland. Im Vergleich zu 2006 hat sich das Verbreitungsgebiet bundesweit mehr als verdoppelt: Über 56 Prozent der Jagdreviere meldeten 2017 sein Vorkommen. Besonders häufig ist er im Osten Deutschlands: Jäger aus Sachsen-Anhalt haben ihn in 94 Prozent der Reviere gesichtet, gefolgt von Brandenburg (89 Prozent), Sachsen (76 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (68 Prozent). Sehr häufig ist der Waschbär auch in Hessen (86 Prozent).

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DJV: Zahl der erlegten Wildschweine höher als erwartet

836.865 Wildschweine haben die Jäger in der Saison 2017/18 erlegt. Das sind knapp 42 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit wurden die Hochrechnungen aus dem September noch deutlich übertroffen. Etwa 16,7 Millionen Stunden jagdlicher Einsatz waren notwendig

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat die Jagdstatistik für Wildschweine ausgewertet: Die Jäger haben in der Saison 2017/18 (1. April bis 31. März) genau 836.865 Wildschweine erlegt. Das sind 42 Prozent mehr als in der Saison davor und die höchste, jemals erzielte Strecke. Die ersten Hochrechnungen aus dem September wurden damit noch übertroffen.

16,7 Millionen Stunden für die Seuchenprävention

„Die Jäger haben einen erheblichen Teil zur Prävention der Afrikanischen Schweinepest beigetragen“, kommentierte DJV-Vizepräsident und Veterinär Dr. Wolfgang Bethe die Zahlen. Bei durchschnittlich 20 Stunden Einsatz pro erlegtem Tier haben Deutschlands Jäger im vergangenen Jagdjahr mindestens 16,7 Millionen Stunden ehrenamtliche Arbeit zur Bestandsreduktion geleistet. Das entspricht bei Mindestlohn einer monetären Leistung von knapp 148 Millionen Euro.

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Polen: Über hundert neue ASP-Fälle bei Wildschweinen

Das Seuchengeschehen in Polen schien sich beruhigt zu haben, doch jetzt meldet die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE, World Organisation for Animal Health) 111 neue ASP-Ausbrüche mit 171 toten Wildschwein im Zeitraum vom 10.11. bis 3.12.2018. Die Afrikanische Schweinepest breitet sich immer weiter von den ursprünglichen Infektionsgebieten im Osten Richtung Zentral- und Nordpolen aus. Besorgniserregend ist polnischen Veterinärbehörden zufolge, dass immer mehr Wildschweine Resistenzen gegen die ASP entwickeln. Diese Sauen können die Tierseuche wesentlich länger und weiter verbreiten als nicht-resistente Tiere, die kurze Zeit nach der Erkrankung verenden. red.

Beitragsbild: Bericht über das ASP-Geschehen in Polen auf der Internetseite der OIE (Screenshot, Ausschnitt).

Sachsen: Streit um Rotwildbejagung setzt sich fort

Der Streit um die Bejagung des Rotwilds in Sachsen geht weiter: Auf das Gemeinsame Positionspapier des Landesjagdverbands Sachsen und der Hegegemeinschaften im Erzgebirge reagieren die einschlägigen Waldbesitzer- und Ökojagdverbände mit einem Offenen Brief an den sächsischen Umwelt- und Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt. Nicht nur das Bündnis Wald und Wild (BWW), sondern auch Grüne Liga Sachsen und Naturschutzverband Sachsen (NaSa) kontern mit Offenen Briefen und kritisieren den Umgang mit dem Rotwild. Im folgenden dokumentieren wir den Schlagabtausch im Wortlaut:

Offener Brief von Nabu, ANW, ÖJV und Co. “zu den Forderungen des Landesjagdverbandes Sachsen und der Hegegemeinschaften bezüglich der Rotwildbejagung vom 18. Oktober 2018

Sehr geehrter Herr Staatsminister Schmidt,

die Instabilität der historisch entstandenen Nadelholzreinbestände ist insbesondere in diesem, von Stürmen und Dürre sowie einer nie dagewesenen Borkenkäferplage bestimmten Jahr 2018 deutlich zutage getreten.

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Sachsenforst: Blitzknallsätze gegen Wildtiere

Zwei Jagden, 137 Schützen, sechs Stück Rotwild

Die Antwort der Sächsischen Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage des Linken-Abgeordneten Klaus Tischendorf vom 27.11.2018 wirft ein bezeichnendes Licht auf die Bejagung des Rotwilds durch den Staatsbetrieb Sachsenforst (SBS) in bestimmten Forstbezirken: “lst es zutreffend, dass zu einer Drückjagd im August 2018 im Revier Markneukirchen Blitzknaller bei bestehender höchsten Waldbrandstufe eingesetzt wurden und falls ja, wie bewertet die Staatsregierung diesen Vorgang?”, hatte Tischendorf u.a. gefragt. Die Staatsregierung räumt ein: “Es ist zutreffend, dass zu einer Bewegungsjagd im August 2018 im Revier Markneukirchen Blitzknaller bei bestehender erhöhter Waldbrandgefahrenstufe eingesetzt wurden.

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Totes Islandpferd: Statement des Wolfsberaters

Die ehrenamtlich tätigen Wolfsberater machen einen ziemlich undankbaren, oft auch belastenden Job. Das fängt an mit dem Anblick toter oder, noch schlimmer, sich mit schwersten Verletzungen quälender Tiere und endet nicht mit der Konfrontation mit den Besitzern der Tiere, die sich verständlicherweise in einer emotionalen Ausnahmesituation befinden. Als Sahnehäubchen gibt es noch Anfeindungen und Verdächtigungen im Netz obendrauf – wenig verwunderlich, dass der eine oder andere Wolfsberater bereits hingeschmissen hat.

Auch gegen den Wolfsberater, der das im Cuxland getötete Islandpferd untersucht hat, wurden Anschuldigungen laut. Er habe “lustlos im Pferd herumgestochert” und notwendige Untersuchungen wie das Abziehen des Fells unterlassen. Wir haben den zuständigenWolfsberater Silas Neuman gefragt, wie sich die Situation vor Ort für ihn dargestellt hat, wie er bei der Untersuchung des Kadavers und der Probennahme vorgegangen ist, und wie er mit Besitzern und Tierärzten kommuniziert hat.

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Mutmasslicher Wolfsriss von Islandpferd: Fotos und neue Fakten

Im Fall des mutmaßlichen Wolfsrisses eines Islandspferds im Cuxland (JAWINA berichtete) sind neue Informationen verfügbar: Aufgrund der aktenkundig gewordenen Äußerung, dass die “Spurenlage sehr schlecht sei, weil der Kadaver schon längere Zeit in dem Wassergraben gelegen habe”, wurden in Forenbeiträgen und Kommentaren falsche Anschuldigungen gegen die Betreiber des Reitstalls erhoben. So wurde unterstellt, dass Pferd habe “tagelang rumgelegen”, bevor es entdeckt wurde. Dies ist nicht zutreffend. Die Pferde wurden, wie der Hofbetreiber gegenüber JAWINA bestätigte, noch am Donnerstag Nachmittag routinemäßig vom Veterinäramt kontrolliert. Am Freitag Morgen fiel auf, dass ein Pferd fehlte.

Zum Auffindeort: Der ruhige, 23 Jahre alte Wallach muss offenbar in Panik versucht haben, über den mit einer dreifachen Elektrolitze gesicherten Zaun zu springen.

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NRW: Nabu distanziert sich von Problemschäfer-Äußerungen

In einer aktuellen Pressemitteilung distanziert sich der NABU NRW von den Äußerungen des Nabu-Kreisgruppenvorsitzenden Peter Malzbender, der einen durch Wolfsrisse geschädigten Schäfer massiv angegriffen hatte (JAWINA berichtete). In einer Pressemitteilung anlässlich der Ausweisung des zweiten  nordrhein-westfälischen Wolfsgebiets in der Senne erklärt der Verband: “Der NABU bedauert es sehr, dass es hier zu verbalen Übergriffen auch aus den eigenen Reihen gekommen ist, die nicht notwendig gewesen wären und ruft alle Beteiligten auf, zu einer sachlichen Diskussion zurückzukehren und verbal abzurüsten. Es sei fatal, dass es gerade bei einem sehr engagierten Berufsschäfer zu Übergriffen auf seine Schafe gekommen ist, obwohl er einen ausreichenden Herdenschutz betreibt, zusätzlich mit Herdenschutzhunden arbeitet und weitere Maßnahmen ergreift, um abermalige Übergriffe auszuschließen.” red.

Beitragsbild: Pressemitteilung des Nabu zur Ausweisung des 2. Wolfsgebiets in der Senne

Hessen: “Mischung aus Adrenalin und schlechten Augen” – 81-jähriger erschiesst Jagdhund

Bei einer Gesellschaftsjagd im Revier Wanfried (Werra-Meißner-Kreis) hat ein 81 Jahre alter Jagdgast aus Belgien einen Jagdhund erschossen. Der Vorfall ereignete sich bereits am 28. November, wurde aber erst jetzt bekannt. Der zuständige Forstamtsleiter bestätigte den Vorfall gegenüber der Werra-Rundschau. Zeugenaussagen zufolge soll eine “Mischung aus Adrenalin und schlechten Augen” bei dem belgischen Jäger vorgelegen haben. Empört äußerte sich der aus Thüringen stammende Besitzer der Deutschen Bracke gegenüber der Zeitung: Der bunt gefärbte Hund trug zwei Signalhalsbänder und sei mit Wild nicht zu verwechseln gewesen. Das Forstamt hat den Unglücksschützen und den Hundeführer zusammengebracht und versucht, “tröstend zu vermitteln”, wie die Werra-Rundschau schreibt. Die Jagdhaftpflichtversicherung des Belgiers wird hoffentlich den materiellen Schaden ersetzen. Bei der Unteren Jagdbehörde wurde der Vorfall angezeigt, den Jäger erwartet eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Außerdem sei er vom Forstamt auf eine Schwarze Liste gesetzt worden. red.

Beitragsbild: Deutsche Bracke (li.), (Archivbild). Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser CK für den Hinweis!

NRW: Nabu diffamiert “Problemschäfer”

+++ Mecklenburg-Vorpommern: Wolf bei Malchin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gesichtet +++ Niedersachsen: Trichinenuntersuchung im Landkreis Hameln-Pyrmont auch 2019 gebührenfrei +++ Schleswig-Holstein: Wolf reißt Schaf in Molfsee +++

Die  Nabu-Kreisgruppe Wesel  hat eine üble Hetzkampagne gegen einen Schäfer gestartet, der durch Wolfsangriffe inzwischen ca. 50 Schafe verloren hat. Die Nabu-Kreisgruppe sieht einem Bericht des Weseler Lokalkompass zufolge eine “verbal-ketzerische Hatz auf den Wolf in unserer Region” im Gange, der die Gruppe “ab sofort, massiv entgegentreten” werde. “Wir scheuen uns auch nicht, Stimmungsmacher und Lügner beim Namen zu nennen”, droht Kreisgruppenvorsitzender Peter Malzbender – eine öffentliche Diffamierung, die vor dem Hintergrund der massiven Anfeindungen und Drohungen, denen sich Wolfsgeschädigte regelmäßig ausgesetzt sehen (siehe Kommentare zu diesem JAWINA-Beitrag), schlicht nicht hinnehmbar ist. Dass ausgerechnet Malzbender sich nach den von ihm abgesonderten Pöbeleien noch berufen fühlt, das “unsachliche Auftreten des Schäfers und Vorsitzenden des Kreisschafzuchtvereins Maik Dünow” zu kritisieren, ist höchstens noch als Beleg für die hoffnungslose Verblendung dieser Ideologen ernst zu nehmen.

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Österreich: Salzburger Managementplan Wolf fertiggestellt

Neue Definition von „Problemwolf“ – Verhandlungen auf EU-Ebene über Schutzstatus

Das Land Salzburg setzt das 5-Punkte-Programm zum Thema „Wolf“ weiter um. Nach der Bestellung eines Wolfsbeauftragten und der Intensivierung der Herdenschutzmaßnahmen inklusive der effizienten Abwicklung von Entschädigungen ist nun der Entwurf des Managementplans fertig. 20 Seiten umfasst der Managementplan, der jetzt auf dem Tisch liegt. Die Expertenrunde wird sich am kommenden Freitag mit dem Entwurf beschäftigen. Landesrat Josef Schwaiger: „Ein weiterer, wichtiger Schritt, um unser 5-Punkte-Programm umzusetzen.“ Es wurde nach mehreren, durch DNA-Proben bestätigte Wolfsrisse im Frühsommer initiiert. „Und es werden weitere kommen, denn rund um uns, in Österreich und den Nachbarländern, leben bereits viele Einzeltiere und auch Rudel. Deshalb wollen wir optimal vorbereitet sein“, sind sich Schwaiger und der im Mai eingesetzte Wolfsbeauftragte Hubert Stock einig.

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Baden-Württemberg: Bergwacht rettet Jagdhund

Bei einer vom Forstamt Rastatt am 14. Dezember im Staatswald auf der Gemarkung Gaggenau-Bad Rotenfels  (Landkreis Rastatt) veranstalteten Jagd kam es zu einer spektakulären Rettungsaktion: Ein Jagdhund, ein Parson-Russel Terrier namens „Andy vom Dachsfelsen“, war während der Jagd am Festungssteinbruch bei der Verfolgung von Wild abgerutscht und konnte sich dabei auf einen Felsvorsprung retten. Von dort gab es für den Hund jedoch kein Vor und Zurück mehr, da die Felswand unter ihm 25 Meter steil in die Tiefe abfiel und ihm auch nach oben steile Felsen den Rückweg versperrten.

Da das Kreisforstamt und die Teilnehmer der Jagd keine Möglichkeit hatten, den verängstigten und leidvoll bellenden Hund aus der Felswand zu befreien, wurde die Rettungsleitstelle im Landratsamt um Hilfe gebeten. Kurze Zeit später trafen Helfer der freiwilligen Feuerwehr Gaggenau / Abteilung Bad Rotenfels und Kletterer von der Bergwacht Baden-Baden am Unglücksort ein.

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Urteil: „Reichsbürger“ müssen Waffen abgeben

+++ Brandenburg: Wolf auf der A11 überfahren +++ Sachsen: Wolfsrudel reißt sechs Stück Damwild im Gatter +++ Zebrajagd in Dresden +++ Intercity kollidiert mit Wildschweinrotte bei Hamburg +++ Baden-Württemberg: Wilderer erlegt Wildschwein bei Oberreichenbach-Würzbach +++ Mecklenburg-Vorpommern: Land kauft 51 Kilometer Elektrozaun wegen ASP +++

Waffenrechtliche Unzuverlässigkeit, die den Widerruf einer Waffenbesitzkarte recht­fertigt, ist regelmäßig anzunehmen, wenn eine Person über reine Sympathiebekundun­gen in Bezug auf die „Reichsbürgerbewegung“ hinaus ausdrücklich oder konkludent ihre Bindung an in der Bundesrepublik Deutschland geltende Rechtsvorschriften in Abrede oder unter einen Vorbehalt stellt. Denn dies begründet Zweifel an der Rechts­treue und infolgedessen wird das Vertrauen, dass die Person mit Waffen und Munition jederzeit und in jeder Hinsicht ordnungsgemäß – d.h. vor allem im Einklang mit der Rechtsordnung – umgeht, in aller Regel zerstört. Dies entschied das Oberverwaltungs­gericht Rheinland-Pfalz in Koblenz.

Die Waffenbehörde des zuständigen Landkreises widerrief die den Antragstellern erteil­ten Waffenbesitzkarten mit der Begründung, sie seien waffenrechtlich unzuverlässig, wie sich aus mehreren von ihnen verfassten und an verschiedene Behörden gerichteten Schriftsätzen ergebe. Aus diesen folge zweifelsfrei, dass sie dem sog. „Reichsbürger“-Spektrum zuzuordnen seien. Ihren Antrag auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes gegen den Widerruf der Waffenbesitzkarten lehnte das Verwaltungsgericht Trier ab. Das Oberverwaltungsgericht wies die hiergegen eingelegte Beschwerde zurück.

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Niedersachsen: Schon wieder Pferd von Wölfen gerissen

BEITRAG AKTUALISIERT. Wenige Tage, nachdem Wölfe ein Fohlen bei Rethem gerissen haben (JAWINA berichtete), ist auf einem Reiterhof im Cuxland vermutlich erneut ein Pferd von Wölfen gerissen worden. Nach Recherchen von JAWINA handelt es sich um einen 23 Jahre alten Islandpferde-Wallach. Das Pferd stand auf einer ca. vier Hektar großen Weide zusammen mit sieben weiteren Isis. Das Pferd war gesund und fit und hatte keine Handicaps. “Was ihm zum Verhängnis wurde war wohl, dass er eher einzelgängerisch war und sich vom Rest der kleinen Herde meist abseits hielt”, berichtet ein mit der Situation auf dem Reiterhof Vertrauter gegenüber JAWINA. Das ausgewachsene Pferd sei von den Wölfen in einen Graben getrieben und dort praktisch bei lebendigem Leib aufgefressen worden. Tierarzt und Wolfsbeauftragter haben DNA-Proben genommen. Die “Spurenlage” sei jedoch sehr schlecht, weil der Kadaver schon längere Zeit in dem Wassergraben lag und daher keine Bissverletzungen (mehr) nachgewiesen werden konnten. Insofern bleibt abzuwarten, ob die DNA-Untersuchung diesmal ein eindeutiges Ergebnis liefert. Zwei Tage vor dem Wolfsriss sollen in der Gegend Wölfe im Bereich einer Straße gesehen worden sein. SE

Beitragsbild: Wolfsfutter? Islandpferd mit Fohlen. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leserin JC für den Hinweis!

Aktuelle Monitoringdaten: Rebhuhn weiter auf dem Rückzug

Etwa 64.000 Rebhuhn-Paare gibt es in Deutschland noch, haben Jäger ermittelt. Der Zensus im Jahr 2017 ergab zudem: Das Verbreitungsgebiet ist innerhalb von acht Jahren um ein Drittel geschrumpft. Der DJV fordert neue Ansätze im Artenschutz gemeinsam mit Landwirten.

Im vergangenen Jahr haben Jäger gemeinsam mit Wissenschaftlern die Verbreitung des Rebhuhns untersucht. Bundesweit gibt es nach Schätzungen noch etwa 64.000 Brutpaare. Das Verbreitungsgebiet des für die Feldflur charakteristischen Vogels ist innerhalb von acht Jahren um ein Drittel geschrumpft: 2009 meldeten bundesweit noch 36 Prozent der Reviere ein Vorkommen, 2017 waren es nur noch 24 Prozent. Hauptverbreitungsgebiet des Rebhuhns ist weiterhin das Nordwestdeutsche Tiefland und Westdeutsche Mittelgebirge, doch auch hier ist der Vogel auf dem Rückzug. Mehr als die Hälfte der Reviere meldeten in Nordrhein-Westfalen 2009 ein Vorkommen, 2017 war es nur noch ein gutes Viertel. Im Saarland ist das Verbreitungsgebiet um fast zwei Drittel zurückgegangen.

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USA: Wilderer muss im Knast Bambi gucken

Ein Wilderer aus dem US-Bundesstaat Missouri ist vom Bezirksrichter Robert E. Greene zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Während er seine Strafe im Gefängnis von Lawrence absitzt, muss er mindestens einmal im Monat den Disney-Zeichentrickfilm Bambi sehen. Bambis “Mutter” wird in dem Film von Wilderern getötet.

Der 29-jährige David Berry Jr. war Angeklagter in einem der größten Wildereifälle in der Geschichte des Staates Missouri. Berry gehörte zu einer Gruppe von WIlderern, der auch sein Vater und sein Bruder anghörten, die innerhalb von drei Jahren hunderte von Weißwedelhirschen gewildert haben sollen. Dabei kamen illegale Jagdmethoden zum Einsatz, wie die Verwendung von Scheinwerfern, die das Wild blenden und so für einen sicheren Schuss still stehen lassen. Die Wilderer jagten in der Schonzeit und schossen Wild vom Auto aus.

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