Mecklenburg-Vorpommern: Jäger sollen Mann angegriffen haben – Polizei sucht Zeugen

Am 02.09.2018, gegen 17:00 Uhr, befand sich der 41-jährige Anzeigenerstatter auf dem Plattenweg zwischen Schmedshagen und Groß Kedingshagen (Landkreis Vorpommern-Rügen), um neben der Fahrbahn nahe der Grabenbrücke etwas Grünfutter einzusammeln. Dann sollen sich zwei Männer dem 41-Jährigen genähert haben, bei denen es sich “offenbar um Jäger auf der Jagd handelte”, so die Polizei. “Lautstark beleidigend” hätten sie ihm deutlich gemacht, dass er sich vom Maisfeld entfernen solle. Anschließend sollen die beiden Unbekannten “den Geschädigten mit körperlicher Gewalt in Richtung des dortigen Grabens” geschoben haben, woraufhin er zu Boden stürzte und sich verletzte. Beim Verlassen Örtlichkeit beschimpften die Fremden den 41-Jährigen und fuhren dann mit einem blauen Geländewagen bzw. einem silberfarbenen Pkw fort.

Weiterlesen

Österreich: Neues Waffengesetz – Schalldämpfer für Jäger ab 2019

+++ RLP: Wildschwein flüchtet nach Kollision mit Linienbus in Mainzer Innenstadt +++ Mecklenburg-Vorpommern: Wolf bei Usedom überfahren +++ NRW: Jäger schießt entlaufenen Bullen +++ Mecklenburg-Vorpommern: Wölfe reißen zahlreiche Schafe bei Rostock +++

Verbot großer Magazine – Verschärfung beim Psychotest – Waffenverbot für Asylbewerber

Der Entwurf für die durch EU-Vorschriften notwendig gewordene Novellierung des österreichischen Waffengesetzes soll am Montag in die Begutachtung gehen und 2019 in Kraft treten. Die Novelle schaffe “die richtige Balance zwischen Sicherheitsbedürfnis, Verantwortung und Freiheitsrechten”, erklärte Innenminister Herbert Kickl (FPÖ). Die größte Änderung für Jäger stellt die Freigabe von Schalldämpfern für Jagdwaffen ab 2019 dar. Bisher waren Schalldämpfer in Österreich Berufsjägern vorbehalten. Auch das Führen von Kurzwaffen soll legalisiert werden. Der Niederösterreichische Landesjagdverband (NÖLJV) begrüßte die erzielte Einigung der Regierung zur Novellierung des Waffengesetzes. „Mit der geplanten Novelle leistet die Bundesregierung einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige und zeitgemäße Jagd. Der Einsatz des Schalldämpfers bei der Jagd schützt die Jägerinnen und Jäger vor gesundheitlichen Schäden und sorgt für mehr Sicherheit, sei es für die Jäger oder für die Jagdhunde. Aber auch das Führen von Faustfeuerwaffen während der Jagd für die Nachsuche erhöht die Sicherheit für Jäger. Die zentralen Forderungen der Jäger sind mit der vorliegenden Einigung erfüllt und der gesamten Jägerschaft wird die Nutzung eines Schalldämpfers damit möglich gemacht“, unterstreicht Josef Pröll, Landesjägermeister von Niederösterreich. „Ich appelliere an die politisch Handelnden, die Novelle des Waffengesetzes in dieser Form wie geplant bis 1. Januar 2019 inhaltlich umzusetzen“, so Pröll.

Weiterlesen

Der Wolf in unserer Kulturlandschaft

Ein Beitrag von Prof. Dr. rer. nat. Hans-Dieter Pfannenstiel, Diplom-Biologe

Deutschland ist Wolfsland

Deutschland gehört zum angestammten Vorkommensgebiet der Art Canis lupus. Der Wolf breitet sich in einer Kulturlandschaft aus, die sich seit seiner Ausrottung erheblich verändert hat: z. B. stark gewachsene Zahl von Menschen und Siedlungsräumen, extreme Verdichtung von Verkehrswegen. Ohne Begrenzung der Zahl der Wölfe bzw. Festlegung von Gebieten, in denen Konflikte mit Menschen sehr wahrscheinlich sind, wird die Situation in absehbarer Zeit unbeherrschbar werden.

Der Wolf – eine bedrohte Art?

Die Art Canis lupus ist weder gefährdet noch gar vom Aussterben bedroht, trotz häufiger gegenteiliger Bekundungen. Im nördlichen Eurasien und in Nordamerika gibt es seit jeher große vitale Populationen. Der Artenschutz liefert keine wildbiologischen oder populationsökologischen Gründe, weswegen der Wolf nicht in Deutschland planmäßig bejagt werden könnte, wie es viele unsere Nachbarn in Europa tun, ohne ihren jeweiligen Wolfsbeständen zu schaden. Artenschutz wird gelegentlich mit Tierschutz verwechselt. Diese Verwechslung führt dazu, dass der ideologisch motivierte Naturschutz hierzulande den Wolf unter allen nur denkbaren Umständen für unantastbar hält. Dieser Einstellung liegt auch eine weitere Verwechslung zu Grunde. Oft werden Population und Bestand nicht sauber definiert und auseinandergehalten. Dieser Unterschied ist aber deshalb sehr wichtig, weil die EU-Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen, genannt Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-R) von Populationen im Sinne der biologischen Definition und nicht von lokalen Beständen spricht.

Weiterlesen

Obduktion bestätigt Identität des in Pforzheim aufgefundenen Leichnams

+++ Brandenburg: Nur winzige Minderheit stimmt auf Wolfsveranstaltung für “Willkommen Wolf” +++ Südtiroler Jagdverband: “Einzelner Unfall darf nicht zu Jagdverbot führen” +++ Österreich: Gemeinden wehren sich gegen den Wolf +++ NRW: Wildschweine und Rehe sorgen für Vollsperrung der A1 +++ Österreich: Wölfe reißen weitere Schafe und Mufflons +++ Brandenburg: Wölfe reißen Schafe in Dorfnähe: “Die Leute müssen auf ihre Kinder aufpassen” +++

Nach der am Freitagvormittag durchgeführten Obduktion des am Dienstag in einem Pforzheimer Waldstück aufgefundenen Leichnams (JAWINA berichtete) besteht nunmehr Gewissheit, dass es sich bei der männlichen Leiche um den seit über einem Monat vermissten Simon Paulus aus Birkenfeld handelt. Das berichten die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium Karlsruhe in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Die Untersuchungen der Heidelberger Rechtsmedizin werden zudem durch das zwischenzeitlich ebenfalls vorliegende Ergebnis der in Auftrag gegebenen DNA-Untersuchung des Landeskriminalamtes bestätigt. Nach Auffassung der Rechtsmedizin kam Simon Paulus durch Gewalteinwirkung zu Tode. Aus ermittlungstaktischen Gründen können derzeit keine weiteren Angaben über die genaue Todesursache gemacht werden.

Weiterlesen

Brandenburg und Sachsen bringen Entschließungsantrag zum Wolf in den Bundesrat

Bundesratsinitiative zielt auf praktikables Wolfsmanagement in ganz Deutschland

Brandenburg wird im Bundesrat gemeinsam mit Niedersachsen und Sachsen einen zehn Punkte umfassenden Entschließungsantrag zum Umgang mit dem Wolf einbringen. Als hauptbetroffenes Bundesland, was die Zahl der Wölfe betrifft, drängt Brandenburg seit Langem darauf, bundesweit bessere Regelungen für den Umgang mit der streng geschützten Tierart zu schaffen, die rechtssicher und im Konfliktfall schnell umsetzbar sind.

Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger: „Die Bundesratsentschließung soll zu einem praktikablen, bundesweiten Wolfmanagement nach europäischem Recht führen, das die Bewertung und Beobachtung der Wolfspopulation, die Finanzierung von Präventionsmaßnahmen und Entschädigungsregeln einschließt. Dies sind auch die zentralen Säulen Wolfsmanagements in Brandenburg. Die Bundesratsinitiative ist eine Stärkung für unser Brandenburger Wolfsmanagement.“

Weiterlesen

Brandenburg: “Wolfsfutter am Elbedeich”

Wölfe reißen Schafe trotz vorschriftsmäßiger Schutzzäune und Herdenschutzhunden

Zum dritten Mal haben Wölfe eine Herde des Schäfers Marc Mennle bei Lenzen in der Prignitz angegriffen. Drei Schafe sind verschwunden, drei weitere so schwer verletzt, dass sie getötet werden mussten. Die Weide ist an allen vier Seiten – auch zum Wasser hin – vorschriftsmäßig eingezäunt, zusätzlich kamen Herdenschutzhunde zum Einsatz. Er habe “jeden zumutbaren Aufwand betrieben”, erklärt der Schäfer gegenüber der MAZ: “Was soll ich denn noch tun?” Er sei mit seinem Latein am Ende. Reinhard Jung, Geschäftsführer des Bauernbunds Brandenburg, forderte die Politik in der MAZ auf, “endlich die Genehmigung zur Entnahme des Wolfes an diesem Standort” zu erteilen. Dass das Landesumweltamt die Abschussgenehmigung trotz wiederholter Nutztierrisse hartnäckig verweigere, beweist für Jung, “dass die Wolfsverordnung nichts taugt und den Naturschutzbürokraten die Weidetierhalter völlig egal sind.” red.

Beitragsbild: Existenzbedrohend für den Schäfer, aber was juckt es die Umweltbürokratie: Von Wolf gerissenes Schaf. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser DF für den Hinweis!

 

Neuer ASP-Fall bei Wildschwein in Ungarn

+++ Österreich: In Feld übernachtender Deutscher von Mähdrescher schwer verletzt +++

Aus Ungarn ist ein neuer Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei einem Wildschwein gemeldet worden. Die Neuinfektion ereignete sich in einem Gebiet, das ca. 50 Kilometer von den bisherigen Infektionsgebieten entfernt liegt. Wieder einmal hat die ASP einen Sprung über eine größere Entfernung gemacht.

Der neue Fall wird aus Tarcal im Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén an der Grenze zum Komitat
Szabolcs-Szatmár-Bereg im Nordosten Ungarns gemeldet. Tarcal liegt in der Mitte zwischen den bisher bekannten Infktionsgebieten, etwa gleich weit von beiden entfernt (siehe Karte). Das ASP-Virus wurde bei einem gesund wirkenden Wildschwein nachgewiesen, das im Rahmen der verstärkten Bejagung zur Absendung der Schwarzwildpopulation wegen der ASP geschossen wurde. Die Erlegung erfolgt am 29. September, am 2. Oktober bestätigte das Nationale Referenzlabor Ungarns die Infektion mit dem ASP-Virus. Die epidemiologischen Untersuchungen dauern an. Aufgrund der Entfernung zu den bisherigen Infektionsorten müsse davon ausgegangen werden, dass die Neuinfektion nicht mit den bisher bekannten Infektionen in Zusammenhang stehe, heißt es in der offiziellen Meldung der Erkrankung.

Weiterlesen

Italien: Wolf illegal erschossen

Umweltpolitikerin: “Das kommt davon, wenn man die Bürger mit einem Problem wie dem Wolf allein lässt.”

In den Lessinischen Bergen in der Umgebung der norditalienischen Stadt Roverè Veronese ist am 25. September ein toter Wolf von einem Landwirt gefunden worden. Er wies deutlich erkennbare Schussverletzungen auf, wurde folglich von einem Wilderer erschossen. Die italienische Tierschutzorganisation Lega anti Vivisezione (LAV) hat ein Foto nebst dazugehörigem Bericht veröffentlicht. Die LAV fordert eine strenge Bestrafung des Täters. Der Abschuss eines streng geschützten Tiers kann auch in Italien mit empfindlichen Geld- und sogar Haftstrafen geahndet werden. Die Überführung des Täters dürfte jedoch schwierig werden, wie auch die LAV einräumt, denn offenbar wurde dieser Wolf mit Schrot geschossen. Dies macht die Zuordnung von Geschossen oder Geschossfragmenten zu einer Waffe nahezu unmöglich. Die Unterstaatssekretärin im Umweltministerium im Rom, Vannia Gava, kommentierte den Vorfall dem Nachrichtenportal suedtirolnews.it zufolge recht trocken so: Man dürfe die Bürger mit einem Problem wie dem Wolf halt nicht alleine lassen – sonst passiere das, was jetzt in den Lessinischen Bergen passiert sei… SE

Beitragsbild: Erschossener Wolf bei Roverè Veronese. Quelle: LAV

Brandenburg: Verbesserter Schutz für Rotmilane

Die flächendeckende Verspargelung der Landschaft fordert immer mehr Opfer – das müssen jetzt auch Befürworter der Windenergie einsehen. Das Brandenburger Umweltministerium hat jetzt überfällige Änderungen der so genannten Tierökologischen Abstandskriterien (TAK) und Änderungen im Niststättenerlass vorgenommen. Dadurch soll der Rotmilan besser geschützt werden.

In Brandenburg sorgen etwa 1.800 Rotmilan-Paare für Nachwuchs, ein Zehntel des deutschlandweiten Bestands und damit ein erheblicher Anteil der Art. In ganz Europa leben 50.000 bis 67.000 Gabelweihen, wie der Rotmilan auch genannt wird. Immer wieder wird diskutiert, ob der Rote Adler im Landeswappen nicht auch ein Rotmilan sein könnte – zwar stimmt die Färbung, nicht jedoch die Flügelform. Ursprünglich ging man davon aus, dass sein Fortbestand nicht gefährdet ist, zumal in Brandenburg die großflächigen Landschaftsschutzgebiete nicht für die Windenergienutzung zur Verfügung stehen. Folglich fehlte es an seiner Berücksichtigung im Rahmen der Tierökologischen Abstandskriterien des Landes Brandenburg, mit denen zum Schutz gefährdeter Arten ein Mindestabstand zwischen dem Horst und der Windenergieanlage festgelegt werden kann.

Weiterlesen

Brandenburg: Bauernbund will “Biberpelz und Biberbraten”

+++ Baden-Württemberg: Heilbronn erlaubt Nilgans-Jagd- auf BuGa-Gelände +++ Südtirol: Wolf reißt Schaf 80 Meter hinter dem Rücken des Hirten +++ Bayern: Fuchs beißt Frau +++ Rheinland-Pfalz: Hirschkuh mit Pfeil aus Bogen oder Armbrust gewildert +++

Der Bauernbund Brandenburg hat erneut von der Landesregierung Maßnahmen gegen die Biberplage gefordert. Bis auf mehrere zehntausend tote Bäume habe der Biber in diesem Jahr zwar wenig Schaden angerichtet, räumt Bauernbund-Vorstand Lutz Wercham ein: “Das lag allerdings nur daran, dass 2018 Überschwemmungen mangels Regen fast unmöglich waren.” Die Vermehrung des Schadnagers gehe jedoch unvermindert weiter, warnt der 32jährige Ackerbauer aus Wilhelmsaue im Oderbruch, in den kommenden Jahren sei mit einer zunehmenden Versumpfung des Landes zu rechnen.

Weiterlesen

Brandenburg: Forum Natur ruft zur Teilnahme an Kundgebung “Aktives Wolfsmanagement jetzt!” auf

Das Forum Natur Brandenburg (FNB) ruft zur Teilnahme an der Kundgebung unter dem Motto „Aktives Wolfsmanagement jetzt!“ am Samstag, dem 10. November 2018, ab 10:00 Uhr vor dem dem brandenburgischen Landtag in Potsdam stattfindet.

Die Verbände im „Forum Natur“ erklären sich solidarisch mit den Veranstaltern und möchten diese Demonstration dazu nutzen, um deutlich zu machen, dass die Zukunft von „Mensch, Weidetier und Wolf“ nur gemeinsam gedacht werden kann, heißt es in dem Aufruf des FNB. Momentan verspiele die brandenburgische Landesregierung alle Chancen, die in einem aktiven Wolfsmanagement liegen: “Was mit FFH und NATURA 2000 seinen Anfang nahm, mit Biber und Kormoran immer deutlicher wurde, findet nun seinen Höhepunkt beim Wolf! Die immer weiter gehende Entmündigung des ländlichen Raumes muss gestoppt werden. Naturschutz in der Kulturlandschaft Brandenburgs geht nur mit den Menschen!

Weiterlesen

Brandenburg: Erschossener Wolf gefunden

Update: Wolf wurde doch nicht erschossen

Am Dienstag (2.10.) hat ein Jagdausübungsberechtigter auf einem Waldweg bei Zitz, einem Ortsteil der Gemeinde Rosenau im Landkreis Potsdam-Mittelmark einen toten Wolf gefunden. Der Anruf des Jägers ging gegen 17.10 bei der Polizei ein. Der Wolf wurde dem zuständigen Wolfsbeauftragten übergeben, von diesem wurde der Weitertransport an das Institut für Zoo- und Wildtierforschung zur weiteren Untersuchung veranlasst. Nach Informationen von JAWINA handelt es sich um einem Wolfswelpen von diesem Jahr. Der Wolf ist nicht eines natürlichen Todes und auch nicht bei einem Verkehrsunfall gestorben, wie ein Polizeisprecher gegenüber JAWINA bestätigte: Eine Schussverletzung sei deutlich zu erkennen gewesen. Die Polizei hat Anzeige wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz erlassen.

Weiterlesen

Baden-Württemberg: Leiche in Waldstück bei Pforzheim gefunden – vermisster Jäger?

Update: Ermittler gehen davon aus, dass es sich um den vermissten Simon Paulus handelt

In einem südlich von Pforzheim gelegenen Waldstück wurde am Dienstag eine noch unbekannte Leiche aufgefunden. Derzeit sind die Ermittler und Kriminaltechniker der Kriminalpolizei mit der Sicherung von Befunden beschäftigt, zu denen derzeit keine nähere Aussage getroffen werden kann. Auch in diesem Fall ist Gegenstand der weiteren Überprüfungen selbstverständlich ebenfalls, ob es sich bei der aufgefundenen Person um den seit etwa vier Wochen vermissten Jägers Simon Paulus (JAWINA berichtete) handeln könnte. Paulus war nach einem Streit mit Unbekannten verschwunden, ebenso wie die in seiner Wohnung aufbewahrten Feuerwaffen. In der Wohnung fanden die Ermittler große Blutflecken, die Paulus zugeordnet werden konnten. Nach Informationen der Pforzheimer Zeitung (PZ) musste die Leiche ausgegraben werden, ein Freitod wird folglich ausgeschlossen. Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus. Der Fundort befindet sich weniger als zehn Meter neben einem Forstweg in einem lichten Altholzbestand. Die Leiche wurde wohl von einem Jäger entdeckt. Weitere Vermisstenfälle in der Region seien derzeit nicht polizeibekannt.

Weiterlesen

Nach tödlichem Jagdunfall: Italien will Jagd an Sonntagen verbieten

+++ Brandenburg: 2018 bereits 10 Schafe, 21 Ziegen, 52, Kälber, 57 Stück Gatterwild und ein Pferd vom Wolf gerissen +++ Baden-Württemberg: Wolf GW852m riss Schafe in Gernsbach-Reichenbach +++

Nach dem Tod eines 19jährigen, der von einem Jäger bei einer Wildschweinjagd in Ligurien erschossen wurde (JAWINA berichtete), will die italienische Regierung die Jagd an Sonntagen verbieten. Der Jagdunfall hat in Italien Empörung hervorgerufen, wie stol.it berichtet. Umweltminister Sergio Costa fordert von den für die Festlegung der Jagdzeiten zuständigen Regionen die Aussetzung der Sonntagsjagd bereits ab dem nächsten Wochenende. Ein entsprechender Gesetzesentwurf liegt dem Parlament bereits vor. Der Zeitung zufolge wurden in diesem Jahr in Italien bereits 22 Menschen bei Jagdunfällen getötet und 77 verletzt. In den vergangenen zehn Jahren seien 218 Menschen getötet und 807 verletzt worden. Dabei sei die Zahl der Jäger seit 2000 von 801.000 auf 570.000 gesunken, was vor allem an den immer teureren Jagdlizenzen liege. SE

Beitragsbild: Hochsitze (Symbolbild). Foto: SE

Alaska: Jäger lebensgefährlich verletzt, weil geschossener Bär auf ihn fällt

Der 28 Jahre alte William McCormick ist lebensgefährlich durch einen von ihm zuvor geschossenen Bär verletzt worden. McCormick (28) war in Begleitung eines Freundes, dem 19 Jahre alten Zachary Tennyson, auf Bärenjagd in der Umgebung des Carter Lake, etwa 100 Meilen südlich von Anchorgae. Nach Informationen der Alaska State Troopers schoss McCormick auf einen Bären, der sich oberhalb von ihm auf einem Felsrücken befand. Beim Fallen riss der Bär mehrere Felsbrocken los, McCormick wurde von  einem herabfallenden Stein und dem toten Bären getroffen. Mc Cormick wurde erst in eine nahe gelegene Ambulanz gebracht und dann in ein Krankenhaus nach Anchorage geflogen. Er erlitt bei dem Unfall lebensgefährliche Verletzungen. McCormick und Tennyson sind Soldaten der US Army und beim 4th Brigade Combat Team, 25th Infantry Division in Anchorage stationiert. red.

Beitragsbild: Grizzly im herbstlichen Denali-Nationalpark in Alaska, Copyright: Jean-Pierre Lavoie, Quelle: Wikipedia, veröffentlicht unter der GNU Free Documentation License

Namibia: Uneingeschränktes Bekenntnis zur Bedeutung der Jagd

„Die Annahme ist völlig falsch, dass andere Tourismusformen die Jagd ersetzen könnten“: In einem Brief wendet sich die Namibische Staatsregierung gegen das von Kalifornien geplante Importverbot bestimmter Trophäen. CIC und DJV begrüßen, dass sich die Namibische Regierung uneingeschränkt zur Bedeutung der Jagd für die Biodiversität des Landes bekennt.

In einem Schreiben wendet sich Theofilus Nghitila, seit Neuem Staatssekretär des Namibischen Umwelt- und Tourismusministeriums, an den Gouverneur des Staates Kalifornien, Edmund G. Brown. Darin bringt Nghitila zum Ausdruck, welche weitreichenden negativen Konsequenzen der von der kalifornischen Regierung geplante „Iconic African Species Protection Act“ für sein Land, seine Bevölkerung und den Artenschutz hätte. Die deutsche Delegation des Internationalen Rates zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) und der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßen die offenen Worte der Namibischen Regierung und das klare Bekenntnis eines ganzen Landes zu nachhaltiger Jagd.

Weiterlesen

Jagdverbände dringen bei Treffen mit EU-Kommissar auf pragmatisches Wolfsmanagement

“Notwendigkeit der Überarbeitung des Schutzstatus von Wölfen unabdingbar!”

Die dringende Notwendigkeit pragmatischer Ansätze für das Wolfsmanagement sowie die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) standen im Vordergrund des Termins zwischen dem EU-Kommissar Günther Oettinger, Deutschem Jagdverband, LJV Baden-Württemberg und FACE.

Zum Auftakt des Treffens präsentierte DJV- und FACE Vizepräsident Dr. Volker Böhning die klaren politischen Forderungen der deutschen Jäger für ein effizientes Wolfsmanagement. Eine Aktualisierung des strengen Schutzstatus des Wolfs ist bei dessen rasanter Vermehrung und Ausbreitung und der nicht mehr hinnehmbaren Probleme für Landwirte und Tierzüchter dringend notwendig. Er kritisierte sowohl das Bundesumweltministerium als auch das Bundesamt für Naturschutz in Deutschland und forderte sie zu einer realistischeren Beurteilung der Situation des Wolfes in Europa und Deutschland auf. Der günstige Erhaltungszustand der Wolfspopulation im Nordosten Deutschlands lasse sich nicht mehr bestreiten und es sei Zeit für ein aktives Wolfsmanagement auf jagdrechtlicher Grundlage. Die oftmals angepriesenen Präventivmaßnahmen für die Weidetierhaltung sind weder praktikabel noch finanzierbar.

Weiterlesen

Fischbestände im Wandel: Heimische Arten im Rückgang – invasive Arten nehmen zu

Ein Großteil der bayerischen Fließgewässer ist in keinem guten ökologischen Zustand. Ein Team der Technischen Universität München (TUM) hat nun erstmals Langzeitdaten zu den Fischbeständen der oberen Donau, Elbe und des Mains systematisch analysiert. Das Team kommt zu dem Ergebnis, dass heimische Fischarten vor dem Aussterben stehen, während einige invasive Arten in ihren Beständen zunehmen.

Im Auftrag des bayerischen Landesamtes für Umwelt und finanziert durch das bayerische Umweltministerium analysierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler alle verfügbaren Fischdatensätze für die bayerischen Einzugsgebiete von Donau, Elbe und Main über einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren. Sie verglichen den Zustand mit dem historisch abgeleiteten Referenzzustand der ursprünglich vorkommenden Arten an den jeweiligen Stellen.

Die Studie, veröffentlicht in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift „Biological Conservation“, belegt, dass heimische Charakterarten wie die Äsche, nach der früher eine Flussregion benannt wurde, sowohl in der Fläche als auch in ihren Bestandszahlen im Vergleich zum historischen Referenzzustand massiv eingebrochen sind.

Weiterlesen

Italien: Jäger erschiesst Wanderer bei Wildschweinjagd

Bei Apricale in der italienischen Region Ligurien hat ein 29 Jahre alter Jäger einen Wanderer erschossen. Der Jäger hatte den 19jährigen Nathan Labolani, der mit seinem Hund spazieren ging, für ein Wildschwein gehalten. Der junge Mann wurde von einem Geschoss aus der .300 Winchester Magnum in den Rücken getroffen und erlitt schwere Verletzungen am Bauch und einem Arm. Der Jäger ist erst seit zwei Jahren im Besitz eines Jagdscheins. Obwohl Polizei, Bergrettung und Feuerwehr sofort alarmiert wurden und ein Rettungshubschrauber zum Einsatz kam, dauerte es aufgrund des unzugänglichen Geländes in der Bergregion lange, bis die Helfer das Opfer erreichten. Zwei Stunden, nachdem das Geschoss ihn getroffen hatte, erlag Labolani seinen Verletzungen. Der Jäger muss sich wegen Totschlags verantworten. Der Vorfall hat eine Diskussion über die Jagdzeit ausgelöst, da der Aufgang der Wildschweinjagd mit der Pilzsaison zusammenfällt.

Weiterlesen

Belgien: Keiler im ASP-Sperrgebiet erlegt – Jäger verhaftet

In der belgischen Provinz Luxemburg ist ein Jäger verhaftet worden, als er gegen 1.30 Uhr in der Samstagnacht einen soeben erlegten Keiler zu seinem Auto schaffen wollte. Der Jäger wurde von einem weiteren Mann begleitet. Der Vorfall fand in Sainte-Marie-sur-Semois in der Nähe des Dorfes Etalle statt, das in der wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) eingerichteten Sperrzone liegt. Ersten Untersuchungen zufolge wurde nur ein Schuss abgegeben und nur dieses eine Wildschwein erlegt. Der Verhaftete ist 27 Jahre alt und im Besitz eines gültigen Jagdscheins, wie der belgische Sender RTBF berichtet. Er ist bislang nicht polizeilich aufgefallen. Der Landwirtschaftsminister Region Wallonien, René Collin, verurteilte die Tat scharf: Das Vorgehen des Jägers untergrabe Sicherheitsmaßnahmen, die getroffen wurden, um eine Ausbreitung der ASP zu verhindern. Das Verhalten sei angesichts der großen Schwierigkeiten in den betroffenen Gebieten umso verwerflicher und zeuge von mangelndem Respekt gegenüber den Opfern und den eingesetzten öffentlichen Mitteln.

Weiterlesen

“Schiessen oder Schaufeln”

+++ Bayern: Jäger will höhere Abschussquote für Rehwild vor Gericht erzwingen +++

Der CDU-Politiker Hans-Jürgen Thies fordert nach der Änderung des Bundesjagdgesetzes wegen der ASP (JAWINA berichtete) “außerordentliche Mittel zur Schwarzwildreduktion” wie eine Lockerung des Muttertierschutzes, Saufänge und Nachtzielgeräte.

“Mit dem vom Bundestag verabschiedeten Gesetz zur Änderung des Tiergesundheitsgesetzes und Bundesjagdgesetzes (JAWINA berichtete) sind Behörden von Bund und Ländern, im Falle eines Ausbrauchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP), nun gewappnet schneller und effizienter auf die Seuche reagieren zu können”, meint Hans-Jürgen Thies. Doch das dem CDU-Politiker nicht: Der Ausbruch der ASP in Belgien vor zwei Wochen mache deutlich, dass es aller höchste Zeit ist, denn die infizierten Wildschweine wurden lediglich 60 km von der deutschen Grenze entfernt aufgefunden, heißt es in einer von Thies herausgegebenen Pressemitteilung. Somit drohe nun eine Einschleppung des Virus aus westlicher und östlicher Richtung, denn in Polen und Tschechien grassiere sie bereits seit langem. Neben diversen Präventionsmaßnahmen sieht die Gesetzesänderung für den Krisenfall nunmehr zahlreiche behördliche Befugnisse vor:

Weiterlesen

Brandenburg: Calau und Kyritz erklären sich zu wolfsfreien Zonen

Die brandenburgischen Städte Calau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) und Kyritz (Ostprignitz-Ruppin) haben sich zu wolfsfreien Zonen erklärt. Einen entsprechenden Beschluss fassten die Stadtverordnetenversammlung der Städte am Mittwoch. In den entsprechenden Beschlüssen wird die Landesregierung aufgefordert, die Städte als “für die Besiedlung durch Wölfe nicht geeignete Gebiete” auszuweisen, da dieser “überwiegende öffentliche Interessen” entgegen stünden. Genannt werden in der Calauer Beschlussvorlage etwa die der Schutz der Bevölkerung, die “unbeschwerte Nutzung der offenen Landschaft für Naherholung und Tourismus, und die natur- und artgerechte Weidetierhaltung. Die Stadt Calau fordert die Landesregierung desweiteren dazu auf, sich bei der EU für eine Lockerung des Wolfsschutzes einzusetzen, da der Wolf keine bedrohte Art (mehr) ist. Außerdem wird die Aufnahme des Wolfs ind Jagdrecht gefordert.

Weiterlesen

ASP: Bundestag beschließt Änderungen des Tiergesundheits- und Bundesjagdgesetzes

Tiergesundheitsgesetz und Bundesjagdgesetz wurden gestern für den drohenden Seuchenfall angepasst. Eine pauschale Duldungspflicht für überjagende Hunde wird es nicht geben. DJV warnt vor überzogenen Maßnahmen von Seiten der Veterinärbehörden.

Gestern hat der deutsche Bundestag Änderungen des Tiergesundheitsgesetzes (TierGesG) und des Bundesjagdgesetzes verabschiedet. Die Änderungen sind eine Reaktion auf die drohende Afrikanische Schweinepest (ASP) und gelten nur für den Seuchenfall. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass auch Jagdrevierinhaber eine Entschädigung beanspruchen können, wenn die Jagd durch behördliche Maßnahmen im Seuchenfall eingeschränkt wird. In seiner Stellungnahme zu den Änderungsvorschlägen hat der DJV ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Zusammenarbeit der Revierinhaber elementar für eine effektive Reduktion der Schwarzwildbestände ist. Unabhängig vom akuten Seuchengeschehen wird es auch künftig keine pauschale Duldungspflicht für überjagende Hunde geben.

Weiterlesen

Sächsische Wildgrillmeisterschaft in Leipzig

Es wird heiß in Leipzig – an der ersten Sächsischen Wildgrillmeisterschaft auf der Messe Jagd und Angeln nehmen 30 deutsche und internationale Teams teil. Mit dabei: das Team „Wild auf Wild“. Der DJV unterstützt den Wettbewerb als offizieller Partner.

Am 6. und 7. Oktober 2018 findet die erste Sächsische Wildgrillmeisterschaft statt. Der Wettkampf wird in Leipzig auf der Messe Jagd & Angeln ausgetragen. In einem eigens eingerichteten Grilldorf treten 30 Amateur- und Profiteams in zwei Wettbewerben gegeneinander an. Der Deutsche Jagdverband (DJV) unterstützt die Veranstaltung mit seiner Kampagne Wild auf Wild (wild-auf-wild.de) und stellt ein gleichnamiges Grillteam. Mit dabei im Team ist Jäger und Falkner Torsten Pistol von Pistole-Hardcorefood.

Weiterlesen

Hessen: Aktionsbündnis Ländlicher Raum stellt zur Landtagswahl Forderungen an die Politik

22 Verbände erwarten von der hessischen Landespolitik u. a. eine gleichberechtigte Teilhabe an der Wohlstandsentwicklung, den Ausbau von Wirtschaftskreisläufen und einer digitalen Infrastruktur, Schutz natürlicher Ressourcen und die Ermöglichung einer effektiven Jagd.

Am 21. August wurden in Friedrichsdorf die Positionen für das Positionspapier erarbeitet. Das Bündnis ruft die ländliche Bevölkerung auf, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen und am 28. Oktober wählen zu gehen. Das Bündnis repräsentiert den größten Teil der ländlichen Bevölkerung. Vertreten sind dort u. a. der Hessische Städte- und Gemeindebund, der hessische Bauernverband, der Rheingauer Weinbauverband, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald sowie der Landesjagdverband Hessen.

Weiterlesen

Baumschäden durch ausgewilderte Wisente im Rothaargebirge

Verhandlungstermin am 16. November – Gericht bejaht Beseitigungsanspruch

Der unter anderem für Ansprüche aus Besitz und Eigentum an Grundstücken zuständige V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs verhandelt über die Klage eines Waldeigentümers, der verhindern will, dass die von dem beklagten Verein ausgewilderten Wisente und deren Nachkommen in sein Waldgrundstück eindringen und den Baumbestand schädigen.

Sachverhalt:

Der Beklagte ist ein gemeinnütziger Verein, der sich die Wiederansiedlung von Wisenten im Rothaargebirge zum Ziel gesetzt hat. Im April 2013 schloss er mit dem örtlichen Landkreis, der Bezirksregierung Arnsberg, dem Landesbetrieb Wald und Holz sowie dem Eigentümer des für die Wiederansiedlung ausgewählten Projektgebiets einen öffentlich-rechtlichen Vertrag über die Freisetzung von Wisenten, mit dem sämtliche erforderlichen Genehmigungen für die Aussetzung von Wild mit Ausnahme der (als entbehrlich angesehenen) jagdrechtlichen Genehmigung ersetzt worden sind; das nordrhein-westfälische Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz hat den Vertrag genehmigt.

Weiterlesen

Bundestag: Bundesjagdgesetz soll geändert werden

+++ Beifahrer erschossen (JAWINA berichtete) – Unglücksschütze bei tödlichem Jagdunfall laut Polizei “höchstwahrscheinlich” ermittelt +++ Wölfe werden in NRW und RLP sesshaft +++ Sachsen-Anhalt: Elch bei Coswig gesichtet +++

FDP lehnt Vorlage ab: “Änderungen gehen viel zu stark auf Kosten der Jägerschaft”

Der Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft befürwortet eine Änderung des Tiergesundheitsgesetzes und des Bundesjagdgesetzes. Das teilt der Informationsdient des Bundestags mit. Die Ausschussmitglieder haben sich am Mittwochmorgen mit Mehrheit gegen die Stimmen der FDP bei Enthaltung von Bündnis 90/Die Grünen dafür ausgesprochen, einen von CDU/CSU und SPD vorgelegten Gesetzentwurf (19/2977) dem Bundestag zur Annahme zu empfehlen. Dadurch soll die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Zukunft wirksamer bekämpft werden können. Den zuständigen Behörden soll es erleichtert werden, unter anderem ein Gebiet absperren zu können, den Personen- oder Fahrzeugverkehr für bestimmte Gebiete zu beschränken oder eine vermehrte Suche von toten Wildschweinen anzuordnen, um die Infektion gesunder Tiere zu verhindern.

Weiterlesen

Brandenburg: Waschbär ertränkt Laika

Bei einer Übungseinheit für eine bevorstehende Jagdhundeprüfung ist ein nicht einmal ein Jahr alter Laika eines Jägers aus Fürstenwerder (Landkreis Uckermark) von einem Waschbär ertränkt worden. Jäger und Hund übten an einem See bei Hildebrandshagen, als der Hund aufwarf und ins Schilf lief. Er hatte  Witterung von dem Waschbär bekommen, wie der Nordkurier berichtet. Nach einem kurzen Zweikampf nahm der Waschbär das offene Wasser an, der Hund schwamm hinterher. Der Jäger versuchte noch,  seinem Hund zu Hilfe zu kommen, wegen des dichten Schilfs und des tiefen Morasts gelang ihm dies jedoch nicht. Als der Waschbär 60 bis 90 Meter hinausgeschwommen war, wendete er, um den Hund anzugreifen. Er verkrallte sich in den Kopf des Hundes und biss vermutlich zu. Der Hund ging unter, tauchte japsend noch einmal kurz auf und versank dann endgültig. Der Besitzer war am Ufer auf einen Baum geklettert. Von seiner Warte aus musste er alles mit ansehen. Später gelang es ihm, den toten Hund von einem Boot aus zu bergen. red.

Beitragsbild: Waschbären sind wehrhaft, nicht immer geht es so aus, wie auf dem Bild. Foto: SE

Die Red. dankt JAWINA-Leser TU für den Hinweis!

Mitmachen: Online-Anhörung zur Bekämpfung invasiver Arten

EU bekämpft gebietsfremde Arten in der Tier- und Pflanzenwelt – Auch bei der „zweiten Listung“ können Bürger wieder mitreden

Die Europäische Union hat zum Erhalt der biologischen Vielfalt eine Verordnung erlassen, in der sie erstmals 37 Tier- und Pflanzenarten auflistet, die sich in Europa auf Kosten heimischer Arten ausbreiten. Die bundesländerübergreifend abgestimmten Maßnahmen zur Bekämpfung der gelisteten Tier- und Pflanzenarten wurden unter Beachtung der EU-Empfehlungen in Managementmaßnahmenblättern zusammengefasst. Nun wird diese erste Liste um acht Tier- und Pflanzenarten erweitert, vier Maßnahmenblätter werden angepasst. Ziel ist es, diese so genannten „invasiven“ Arten deutlich zu reduzieren oder deren weitere Verbreitung einzuschränken. Einige neue Beispiele aus der erweiterten und überarbeiteten Liste für eingewanderte gebietsfremde Tierarten sind der Marderhund (Nyctereutes procyonoides), der Bisam (Ondatra zibethicus) und die Nilgans (Alopochen aegyptiaca). Bei den Pflanzen sind es bspw. das Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera) und der Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum).

Weiterlesen

Interview: Von waidgerechter Jagd zu Kill-for-Cash-Partys?

Der bekannte Nachsuchenführer, Jagdautor und Tierfotograf Seeben Arjes ist bei einer Anhörung im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im September, bei der es um das Gesetz zur Änderung des Niedersächsischen Jagdgesetzes ging, für den Deutschen Tierschutzbund aufgetreten. Wir wollten wissen, wie es dazu kam – und ob, wie und warum sich seine Einstellung zur Jagd grundlegend geändert hat.

JAWINA: Herr Arjes, Sie haben Im September für den Deutschen Tierschutzbund (DTB), der für seine jagdkritische bis jagdfeindliche Haltung bekannt ist, an einer Sitzung des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im niedersächsischen Landtag zur Änderung des Niedersächsischen Jagdgesetzes teilgenommen. Wie ist es zu dieser Kooperation mit dem DTB gekommen? Sind die auf Sie oder sind Sie auf den DTB zugegangen?

Der DTB ist mir nicht als jagdfeindlich bekannt. Er wendet sich gegen Tierquälerei, egal von wem diese ausgeht.

Durch meine Vorträge und Artikel in Magazinen werde ich nicht nur von Jägern als Anwalt der Tiere wahrgenommen. So bedienen sich bereits mehrere Vereine, Verbände und auch politische Parteien meiner Beratung. Politisch bin ich als langjähriges Mitglied und Funktionär am meisten für die CDU tätig.

Weiterlesen

“Waschbären kennen keine Ländergrenzen”

Jäger fordern anlässlich der Agrarministerkonferenz einheitliche Standards für die Eindämmung von Waschbär und Co. Unnötige Beschränkungen für die Jagd mit Falle und Waffe sollen fallen. Kastration ist keine Alternative zur Jagd.

Auf seiner heutigen Tagung hat das Präsidium des Deutschen Jagdverbandes (DJV) ein 5-Punkte-Papier zum Umgang mit invasiven gebietsfremden Arten verabschiedet. Zentrale Forderung: Jäger sind die ersten Ansprechpartner, denn die Eindämmung von Waschbär, Mink oder Nutria ist mit Falle und Waffe wirkungsvoll und tierschutzgerecht. An die Teilnehmer der heute beginnenden Agrarministerkonferenz in Bad Sassendorf hat der DJV die Forderung gerichtet, auf bundeseinheiltiche Standards für die Umsetzung der EU-Verordnung zum Management invasiver Arten zu drängen.

Weiterlesen

Neues aus der Gerüchteküche: Import von Wildschweinen von Polen nach Belgien?

Große Aufregung herrscht zur Zeit in manchen Jägerforen im Internet über einen Bericht, demzufolge angeblich belgische Jäger hunderte Wildschweine aus Polen – also einem ASP-Infektionsgebiet – nach Belgien transportiert hätten. Grund für die Aufregung ist dieser Bericht des belgischen öffentlich-rechtlichen Radio- und Fernsehsenders RTBF – und mangelhafte Französischkenntnisse. Denn abgesehen davon, dass die abenteuerliche Geschichte sich auf die Aussage eines einzigen Zeugen stützt, der anonym bleiben will, wird ausdrücklich gesagt, dass die Wildschweine bzw. die sie transportierenden Sattelschlepper NICHT aus Polen kommen, sondern aus Spanien und Frankreich: ““Ce sont des semi-remorques qui ne viennent pas [!] de Pologne je pense mais plutôt d’Espagne ou de France avec une centaine de sangliers. Cela dure depuis plusieurs années.”

Weiterlesen

Niedersachsen: Umweltminister Olaf Lies bringt Initiative zum Umgang mit Wolf in den Bundesrat

Toepffer: CDU begrüßt Paradigmenwechsel des Umweltministers – Niedersachsen will Wölfe notfalls schießen lassen

Das Landeskabinett in Hannover hat am heutigen Dienstag beschlossen, eine Initiative zum Umgang mit dem Wolf in den Bundesrat einzubringen. Das teilt das niedersächsische Umweltministerium mit: Ziel der Initiative ist es, der in Deutschland bzw. Niedersachsen zu erwartenden Entwicklung der Wolfspopulation mit konsequentem staatlichem Handeln begegnen zu können. Hierzu zählt auf der einen Seite dem strengen Schutz dieser Tierart gerecht zu werden und auf der anderen Seite die damit verbundenen Belastungen für betroffene Nutztierhalter abzumildern und entstehende Schäden bestmöglich auszugleichen. Um ernste Schäden in der Weidetier­haltung zu verhindern und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten, kann es erforderlich sein, problematische Tiere zu entnehmen.

Weiterlesen

#findthisbitch: Die Bilderbuchromantik hat wenig mit der Realität in Afrika zu tun

Die Jägerin und Wissenschaftlerin Brittany Longoria wird angefeindet, weil sie einen Leoparden erlegt hat. In einem Interview erklärt sie, was Naturschutzarbeit in Afrika bedeutet. Und warum ein alter Leopard eine Gefahr für Nutztiere ist.

#findthisbitch: Mit diesem Hashtag und einem von einer US-Website kopierten Bild tritt ein amerikanischer Tierrechtler eine Lawine los. Beihilfe erhält der bis dato unbekannte Tierrechtler von Prominenten wie Naomi Campbell, die das illegal kopierte Bild auf Instagram weiter teilen. Blanker Hass ergießt sich über Brittany Longoria, Jägerin und Wissenschaftlerin, die sich lange Jahre im praktischen Artenschutz in Ost- und Südafrika engagiert hat. Ihr Vergehen in den Augen der weltweiten Tierrechtsszene? Longoria hat einen Leoparden erlegt. Die deutsche Delegation des Internationalen Rates zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) und der Deutsche Jagdverband (DJV) konnten mit der Jägerin sprechen, die sich aktuell einem Phänomen ausgesetzt sieht, das nichts anderes ist als eine mediale Hetzjagd.

Weiterlesen

Sachsen: Frank Seyring neuer LJV-Präsident

Auf der erweiterten Präsidiumssitzung am 23.06.2018 hatten 23 Jägerschaften als ordentliche Mitglieder des LJVSN die Einberufung eines außerordentlichen Landesjägertages gemäß § 9 Nr. 6 der Satzung des Verbandes gefordert. Nach den Rücktritten von gewählten Präsidiumsmitgliedern im Januar und Februar 2018 waren Neuwahlen notwendig geworden. Am Samstag, dem 22.09.2018 fanden diese im Hotel „Schwarzes Roß“ in Siebenlehn statt. An diesem Tag kamen 100 Stimmberechtigte zum höchsten Gremium des Landesjagdverbandes Sachsen zusammen. Die Neuwahlen des Präsidiums fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Frank Seyring wurde zum neuen Präsidenten des Landesjagdverbandes Sachsen e. V. gewählt. Als Vizepräsidenten fungieren Thomas Markert und Wilhelm Bernstein. Das Amt des Schatzmeisters wird ab sofort Klaus-Dieter Jakob ausüben. Weitere Präsidiumsmitglieder sind Sören Sabisch sowie Enrico Holz. PM

Beitragsbild: Das neu gewählte Präsidium des LJV Sachsen. Quelle: LJV SN

Die Red. dankt JAWINA-Leser HL für den Hinweis!