Schweiz: “Ein grauenhaftes Bild” – vier Wölfe durchstreifen Dorf in Graubünden

+++ Sachsen-Anhalt: Jäger findet Leiche im Wald +++ Österreich: Jäger unterstützen Zirkus in der Corona-Krise +++ Baden-Württemberg: Studentin entwickelt Wildschwein-Würzmischung für ihre Bachelorarbeit +++ Rezept: Wildschwein einmal anders +++ 

Im Schweizer Kanton Graubünden sind vier Wölfe am hellichten Tag durch das Dorf Pigniu in der Region Surselva gestreift. Ein “grauenhaftes Bild” sei das gewesen, kommentiert die Bauernfamilie, die die Wölfe gesehen und auch gefilmt hat gegenüber der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ). Die Landwirte machten sich große Sorgen um ihre Ställe, in denen Schafe, Lämmer und Rinder untergebracht waren – bei offenen Stalltüren. Die Wölfe zogen jedoch scheinbar uninteressiert in ca. 20 Metern Entfernung an dem Gehöft vorbei. Sehenswert ist das Video, das auf der NZZ-Seite zu sehen ist: Auch wenn man als Nicht-Schweizer kein Wort von dem Kommentar der filmenden Bäuerin versteht, Faszination und Freude, die für die Landbewohnerin von diesem einmaligen Naturerlebnis ausgehen, finden allein schon im Tonfall der anscheinend älteren Frau ihren vollkommenen Ausdruck.

Weiterlesen

Brandenburg: Landkreis Barnim übernimmt Kosten für Trichinenuntersuchung

Vom 1. April 2020 bis – vorerst – 31. Dezember 2020 übernimmt der Landkreis Barnim die Kosten für die Trichinenuntersuchung von Schwarzwild aller Altersklassen. Darauf hat sich der Kreistag in seiner Sitzung am 11. März geeinigt. red.

Beitragsbild: Beschluss des Kreistags Barnim zur Übernahme der Trichinenuntersuchungs-Gebühren (Screenshot, Ausschnitt)

Die Red. dankt JAWINA-Leser Wl für den Hinweis!

Böser Brief: Einreiseverbot für Jäger in das Land Mecklenburg-Vorpommern

Der Hamburger Rechtsanwalt Dr. Heiko Granzin hat im Zusammenhang mit der Sperrung des Landes Mecklenburg-Vorpommern für auswärtige Jäger (JAWINA berichtete) einen interessanten Brief an den Ministerpräsidenten Dr. Till Backhaus geschrieben. Wir veröffentlichen das Dokument im Wortlaut:

“Hochverehrte Frau Ministerpräsidentin, sehr geehrter Herr Minister Dr. Backhaus (reading in blind copy), sehr geehrte Damen und Herren,

aus der Presse habe ich erfahren, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern – angeblich das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt – Jägern, welche nicht Ihren ersten Wohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern unterhalten, die beabsichtigte Einreise nach Mecklenburg – sofern diese Einreise der Ausübung der Jagd dienen solle – verweigern würde.

Ausweislich einer hier vorliegenden Pressemeldung habe angeblich eine Pressesprecherin des Ministerium für Landschaft und Umwelt eine entsprechende Nachfrage bestätigt.

Weiterlesen

“Ein Minister auf dem Irrweg”

Deutsche Wildtier Stiftung kritisiert die Verlängerung der Jagdzeiten in Mecklenburg-Vorpommern

Mit Beginn des neuen Jagdjahres am 1. April wird Mecklenburg-Vorpommern mit die längsten Jagdzeiten in Deutschland haben (JAWINA berichtete). Ob die Verlängerung der Jagdzeiten das richtige Mittel ist, um überhöhte Wildbestände abzubauen, stellt die Deutsche Wildtier Stiftung in Frage, so der Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung, Hilmar Freiherr von Münchhausen.

Mit der neuen Verordnung beginnt die Jagdzeit auf Jährlinge beim Rot-, Dam- und Rehwild bereits am 16. April und soll bis zum 31. Januar andauern. „Die Deutsche Wildtier Stiftung begrüßt einen früheren Beginn der Jagdzeit auf einjähriges Rot- und Damwild, jedoch erst ab dem 1. Mai.“ Der Rehbock ist nach der neuen Regelung 9,5 Monate zum Abschuss freigegeben. Das ist ein Negativrekord, den Mecklenburg-Vorpommern im bundesweiten Vergleich erreicht. „Das Management von Wild in unserer Kulturlandschaft und die Reduktion hoher Wildbeständen sind anspruchsvolle Aufgaben, die weit über das Totschießen von Wildtieren hinausgehen“, so Münchhausen. „Der Fokus auf die Verlängerung der Jagdzeiten bringt nicht die notwendigen Erfolge, wenn nicht alle jagdlichen Mittel vorher ausgeschöpft werden. Verlängerte Jagdzeiten führen zu mehr Störungen der Wildtiere mit der Konsequenz von scheuem Wild, das in den Wäldern steht und dort Bäume verbeißt.“

Weiterlesen

Mecklenburg-Vorpommern: Backhaus macht Grenzen dicht für Jäger

LJV und DJV stellen klar: Jagd ist kein Tourismus. Jäger sollten trotz Corona-Krise von Beschränkungen ausgenommen werden. Sie verhindern Wildschäden auf Feldern. Verstärkte Wildschweinjagd ist notwendig wegen der drohenden Afrikanischen Schweinepest.

Mecklenburg-Vorpommern plant ein komplettes Einreiseverbot für Jäger, die ihren ersten Wohnsitz nicht in Mecklenburg-Vorpommern haben. Der Landkreis Vorpommern-Greifswald hat bereits entsprechend gehandelt: Jagdreisen seien unzulässig. Der Landesjagdverband Mecklenburg-Vorpommern und der Deutsche Jagdverband protestieren gegen dieses Vorhaben. In einem Brief an Landwirtschaftsminister Till Backhaus stellte DJV-Präsident Dr. Volker Böhning klar: Jagdpächter, bestätigte Jagdaufseher und Erlaubnisscheininhaber werden gerade im Frühjahr dringend gebraucht – auch wenn sie nicht dauerhaft in Mecklenburg-Vorpommern wohnen. Die intensive Jagd ist im Frühjahr notwendig, um Schäden durch Wildtiere auf Feldern und Wiesen zu verhindern. Zudem müssen Jäger verstärkt Wildschweine bejagen, da die Afrikanische Schweinepest nur noch wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt ist.

Weiterlesen

DJV: Zeitumstellung erhöht Wildunfall-Risiko

+++ NRW: Jäger schießt verirrten Hirsch in Bocholter Innenstadt +++ 

Im Frühjahr herrscht Hochbetrieb in Wald und Flur: Das erste Grün lockt Pflanzenfresser wie das Reh. Die Folge: mehr Wildunfälle. Aktuelle Zahlen zeigen: Im April und Mai kracht es am meisten. DJV gibt 10 Tipps für den Ernstfall.

Am kommenden Sonntag (29. März 2020) werden die Uhren eine Stunde vorgestellt, der Berufsverkehr fällt über Nacht in die Dämmerung. Insbesondere Vegetarier wie das Reh sind dann vermehrt auf Futter- und Reviersuche. Nach einer langen Fastenzeit müssen sie Energievorräte auffüllen. Besonders unfallträchtig: die Zeit von 6 bis 9 Uhr im April und Mai. In den frühen Morgenstunden passieren jeweils mehr als doppelt so viele Wildunfälle wie im März. Das hat eine aktuelle Auswertung von knapp 12.500Datensätzen aus den Jahren 2017 bis 2019 des Deutschen Jagdverbandes (DJV) ergeben. Grundlage ist das bundesweite Tierfund-Kataster (www.tierfund-kataster.de).

Weiterlesen

Brandenburg: Empfehlungen der OJB zu vorübergehender Einstellung der Jagd überarbeitet

Peinlich, peinlich: Nachdem die Empfehlung der Brandenburger OJB, sämtliche Jagdausübung vorerst ruhen zu lassen, Befremden und Protest auslöste (JAWINA berichtete), rudert die Behörde nun zurück: Jetzt ist eine überarbeitete Version der Empfehlung an die Unteren Jagdbehörden versandt worden. Diese lautet:

“Empfehlungen zur Jagdausübung im Rahmen der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung

Schreiben vom 23.03.2020, Geschäftszeichen MLUL-35-2130/26+25#81965/2020

Die Eindämmungsverordnung sagt, dass alle angehalten sind, soziale Kontakte außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes auf ein absolutes Minimum zu reduzieren, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. In diesem Sinne sind alle gebeten, sich für die nächsten zwei Wochen bis zum 5. April 2020 in ihrem Alltagsverhalten einzuschränken. Mit diesem Schreiben gebe ich eine Empfehlung zum weiteren Verhalten ab.

Weiterlesen

Brandenburg: Kein Jagdverbot, nur eine Empfehlung

Die beim Brandenburger Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) angesiedelte Oberste Jagdbehörde hat mit ihrem Rundschreiben zum Thema Jagd in der Corona-Krise (JAWINA berichtete) für erhebliche Verunsicherung gesorgt. JAWINA-Leser MS hat bei der OJB angefragt und folgende Antwort erhalten: “[…] es handelt sich nur um eine Empfehlung der obersten Jagdbehörde. Zuständig für Verbote sind Gesundheitsministerium/Gesundheitsämter. Wenn Sie wirklich kontaktlos die Einzeljagd auch nach dem Schuss durchführen können, spricht nichts dagegen, weiterhin jagdlich tätig zu werden.” Aha.

JAWINA-Leser Anko bringt es in einer Mail an die Red. auf den Punkt: “Das Landwirtschaftsministerium ist weder für die Durchsetzung der Corona-Verordnung, noch für die nun erbetene Klarstellung zuständig. Man kann die Empfehlung des unzuständigen Ministeriums genauso getrost ignorieren, wie die nun erfolgte Klarstellung.” red.

Beitragsbild: Amtsschimmel, sich wälzend. Foto: SE

Die Red. dankt für die Hinweise!

Fellwechsel: Fell-Shop geht online

Über 4.000 Felle und rund 40 Pelzprodukte aus heimischer Jagd: Die Seite https://fellwechsel.shop richtet sich an Händler und Endkunden. Einzigartig: Jedes Fell ist lückenlos rückverfolgbar zum Erlegerort.

Die Fellwechsel GmbH hat heute ihren Fell-Shop (https://fellwechsel.shop) freigeschaltet. Händler und Kürschner finden dort ab sofort über 4.000 Felle von Fuchs, Marder oder Waschbär aus heimischer Jagd. Die Felle sind nach Farbe und Fellqualität von Hand sortiert und in Lose zusammengefasst. Die Handsortierung ist einzigartig und garantiert hohe Qualitätsstandards. Endkunden finden im neuen Fell-Shop rund 40 Produkte, die vom Unternehmen vertrieben werden.

Weiterlesen