Österreich: Über 23.000 Euro Strafe für illegalen Luchsabschuss

Zwei Zeugen wegen Falschaussagen verurteilt

Vor dem Landesgericht Steyr in Oberösterreich ist ein Jäger wegen des illegalen Abschusses eines Luchses im Nationalpark Kalkalpen verurteilt worden: Er muss 11.160 Euro Geldtsrafe und 12.101 Euro Schadensersatz an das Schutzgebiet zahlen, zusammen also 23.261 Euro. Das berichtet die österreichische Tageszeitung “Der Standard”. Zwei Zeugen, einer davon der Tierpräparator, in dessen Tiefkühltruhe der tote Luchs gefunden wurde, verurteilte das Gericht wegen Falschaussage zu Geldstrafen in Höhe von 4320 bzw. 2160 Euro. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass mindestens ein weiterer Luchs geschossen wurde, konnte den Beweis dafür jedoch nicht erbringen. Der Prozess zeichnete sich “durch zahlreiche Erinnerungslücken bei Zeugen aus”, wie der Standard schreibt: “Man sei bei Gericht “einiges gewohnt”, sagte Richter Wolf-Dieter Graf. “Aber was in diesem Verfahren gelogen und nicht die Wahrheit gesagt wurde, ist herauszustreichen.”, so heißt es in dem lesenswerten Bericht in der Tageszeitung. SE

Beitragsbild: Luchs im Bayerischen Wald, Copyright: Martin Mecnarowski (http://www.photomecan.eu/, Quelle: Wikipedia, veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported Lizenz.

Ein Gedanke zu „Österreich: Über 23.000 Euro Strafe für illegalen Luchsabschuss

  1. Lars

    Ihr macht den selben Fehler wie der Standard und alle anderen nicht-Fachmedien (juristisch) auch: Ihr schreibt um welche Summe es am Ende geht. Dabei sagt die nichts über die Höhe der Strafe aus, viel interessanter ist es zu erfahren ob der Täter zu 30 Tagen oder 3 Monaten verurteilt wurde.

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