Österreich: Tierrechtler zu Geldstrafe verurteilt

Martin Balluch, Obmann des österreichischen Vereins gegen Tierfabriken (VGT) ist vom Landesgericht Salzburg zu einer Geldstrafe in Höhe von 38.000 Euro verurteilt worden. Der VGT muss weitere 2400 Euro bezahlen, wie die Salzburger Nachrichten berichten. Der österreichische Großgrundbesitzer und Gatterbetreiber hatte Privatklage gegen den VGT und Balluch erhoben, weil dieser insgesamt 118 ehrverletzende Hasspostings nicht rechtzeitig von seiner Facebook-Seite und der des VGT gelöscht habe. Im Zusammenhang mit einer Wildschweintreibjagd im Jagdgatter von Maximilian Mayr-Melnhof in Anthering sollen Mayr-Melnhof und seine Familie gröblich beschimpft worden sein. “Ich blase ihm den Schädel weg”, sei dort laut Salzburger Nachrichten zu lesen gewesen oder: “Ich rotte ihre Familie aus.”

In 23 Fällen erfolgte ein Freispruch, weil die Äußerungen vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt seien. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Balluchs Verteidiger hat angekündigt, Berufung einzulegen. SE

Beitragsbild: Headline des verlinkten ausführlichen Beitrags in den Salzburger Nachrichten. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

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