Österreich: Steirischer Landtag verabschiedet neues Jagdgesetz

Auswildern von Fasanen und Rebhühnern “zu reinen Jagdzwecken” verboten

Der Landtag des Österreichischen Bundeslandes Steiermark hat heute die Novellierung des Landesjagdgesetzes beschlossen. Das berichtet das Internetportal “Neues Land”. Auf Antrag der Grünen musste sich der Landtag mit der umstrittenen Auswilderung von Fasanen und Rebhühnern befassen. Die Novellierung des Jagdgesetzes bringt kein vollständiges Verbot des Auswilderns, dieses ist jedoch nur noch unter weitreichenden Einschränkungen erlaubt. So werden Volieren und Zuchtgatter verboten, Auswilderungen müssen bis zum 31. Juli abgeschlossen sein und sind nur noch in sogenannten Auswilderungsbiotopen gestattet, die mindestens 500 Quadratmeter groß sein müssen. Auch sind Auswilderungen nur noch unter der Bedingung gestattet, dass das Revier bereits einen Fasanen- oder Rebhuhnbestand aufweist und ein entsprechender Lebensraum vorhanden ist. Das Auswildern muss beim Bezirksjägermeister angemeldet werden, dieser entscheidet, ob und wie viele Tiere in dem jeweiligen Revier ausgewildert werden dürfen.

Wie bei allen Wildtieren sei der Jäger auch bei Fasanen berechtigt, “einen gewissen Teil zu „entnehmen“ bzw. zu bejagen, wenn dies der Bestand erlaubt”, schreibt Neues Land. Dies dürfe aber nur erfolgen, um des Bestand in Hinblick auf Anzahl und Geschlechterverhältnis “innerhalb des Reviers in jenem Ausmaß zu erhalten, das den natürlichen Verhältnissen entspricht.” Eine Fasanenjagd aus reiner „Freude am Abschuss“ sei in der Steiermark durch das neue Jagdgesetz nicht mehr möglich und verboten, zitiert das Portal einen Abgeordneten.

Verboten wurde auch, Fasane unmittelbar nach der Auswilderung zu jagen, dafür wurde die Schonzeit für Fasane und Rebhühner verlängert. Die Jagdzeit beginnt jetzt ab 16. Oktober. Die Landtagsabgeordneten Karl Lackner (ÖVP) und Hannes Schwarz verteidigten Auswilderungen als “Hegemaßnahmen zur Bestandssicherung.” Den Vorwurf, diese diene lediglich dem Ziel, Fasane zu züchten, um sie “unmittelbar nach ihrer Freisetzung zum Spaß zu jagen sei unwahr und zurückzuweisen.” Mit der Novellierung des Jagdgesetzes seien “alle Anforderungen des Tierschutzes und die Forderungen der steirischen Grünen umgesetzt.” Umso unverständlicher sei die anhaltende Kritik der grünen Fraktion im Landtag. SE

Beitragsbild: Deutsch Drahthaar apportiert Fasan. Copyright: SE

 

 

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