Österreich: Landwirt schießt Wolf – aus Versehen

Ein 61-jähriger pensionierter Landwirt aus der Gemeinde Greifenburg (Kärnten) hat in seinem Stall einen Wolf erlegt. Der Landwirt und sein 39 Jahre alter Sohn hatten zuvor zwei gerissene Lämmer in der Umgebung des Stalls entdeckt. In der Vergangenheit waren dort schon des öfteren Lämmer gerissen worden. Als Landwirt und Sohn den Vorfall untersuchten, flüchtete ein Tier vor ihnen in den Stall, dass sie aufgrund der buschigen Lunte für eine starken Fuchs hielten. Der Landwirt holte sein Jagdgewehr und schoss den vermeintlichen Fuchs, der sich dann als Wolf entpuppte.

Erstaunlich fallen die Reaktionen auf den Vorfall aus: Nicht nur ÖVP-Landwirtschaftsreferent Christian Benger forderte dem ORF zufolge, dass der Bauer straffrei bleiben müsse: “Er sei gesetzlich verpflichtet, Haus und Hof zu schützen.” Zwar seien vom Aussterben bedrohte Tierarten zu schützen, es könne aber “nicht so weit gehen, dass für die Menschen die Gefahr steigt, sie sich aber nicht verteidigen oder ihre Familien schützen dürfen“.

Auch der Naturschutzlandesrat Rolf Holub von den österreichischen Grünen (!) sagte, es sei zwar “traurig und bedauerlich”, dass der Wolf erlegt wurde, aber der Landwirt sei “offensichtlich in einer Extremsituation gewesen,” so dass “niemandem ein Vorwurf zu machen” sei. Die Menschen müssten erst wieder lernen, mit den zurückkehrenden Prädatoren umzugehen.

Das hätte hierzulande anders geklungen… SE

Bild: Bildschirmfoto der Landespolizeidirektion Kärnten mit der Meldung über den erlegten Wolf.

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