Österreich: Geköpfter Wolf – Naturschutzorganisationen setzen Belohnung aus

Denunzianten aufgemerkt: 11.000 Euro “Ergreiferprämie” von WWF und Naturschutzbund

Nach der vom Land Tirol bestätigten Wolfstötung im Sellrain (JAWINA berichtete) loben die Naturschutzorganisationen WWF Österreich und Naturschutzbund Österreich eine Ergreiferprämie von 11.000 Euro aus. Sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung und Verurteilung des Wilderers führen, können ab sofort an die zuständige Polizeiinspektion Kematen gerichtet werden – unter der Telefonnummer 059 133 7115 100, bzw. per Mail an pi-t-kematen@polizei.gv.at.

“Umweltverbrechen müssen konsequent verfolgt und geahndet werden. Mit der Prämie wollen wir die Aufklärungsarbeit der Polizei unterstützen. Erfahrungswerte zeigen, dass dieser Anreiz zusätzliche Hinweise und neue Ermittlungsstränge für die Polizei liefern kann“, sagt Christian Pichler vom WWF. Im Jahr 2015 führte die ausgesetzte Prämie nach einem Luchs-Fund zur Ergreifung eines Ehepaars. Beide wurden zu einer Geldstrafe und Schadensersatzzahlung verurteilt, der Jagdschein wurde ihnen für mehrere Jahre entzogen. Auf einen ähnlichen Fahndungserfolg hofft man nun im Zuge der Ermittlungen zum gewilderten Wolf, dessen Tötung dem europaweiten Schutz zuwiderläuft. PM

Beitragsbild: Im Sellrain geköpft aufgefundener Wolf. Foto: Polizei Tirol

 

8 Gedanken zu „Österreich: Geköpfter Wolf – Naturschutzorganisationen setzen Belohnung aus

  1. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    So werden Kopfgeldjäger und Denunzianten geboren – tolle Organisation, die eine “Sachbeschädigung” als Umweltverbrechen postuliert. Da fielen mir viel größere Verbrechen ein wo keiner dieser Zeitgenossen auch nur einen Euro spendete.

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    1. jochen

      Dafür braucht es in diesem Land keine Anreize, daß Denunziantentum steckt fest in der deutschen DNA drin. Historisch oft genug bewiesen, ist es auch heute noch, des Deutschen liebstes Hobby.

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  2. Ralf Schmidt

    Für getötete Menschen werden i.d.R. 3- 5000 Euro Belohnung für sachdienliche Hinweise ausgesetzt.
    Verlieren die Naturschutzverbände auf Grund ihrer finanziellen Möglichkeiten alle ethischen Relationen?
    Alle, die es mit ihrer Spende gut meinen, sollten mal darüber nachdenken.

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  3. Ralf

    Es geht nicht wirklich um den Wolf, der nach dem, was ich mitbekommen habe, nicht wirklich im Bestand bedroht ist!
    Eine PR-Aktion, um sich in der Öffentlichkeit wieder mal präsentieren zu können und dadurch noch mehr Spendengelder zu bekommen. Quasi eine Gelddruckmaschine. Der tote Wolf als Werbeüberschrift.
    Symbolaktionismus wie bei Greta aus Schweden, für deren Segelbootrückholung 5 Menschen die Strecke Deutschland-USA fliegen müssen. Super Klimabilanz!
    Bundesumweltministerin NABU-Schulze will Plastiktüten in Deutschland verbieten lassen, weil die Meere zu viele Plastiktüten haben. Das muss man sich mal reinziehen!
    Ich dachte, sowas machen nur die Grünen.
    In Zukunft gibt es dann bei IKEA keine stabilen blauen Tüten mehr?
    Das wird noch eine superspannende Zeit, wenn die GroKo weg ist und grün-rot-rot das Sagen hat! Wird dann ein Wolfabschuss zum Verbrechen? Mindestfreiheitsstrafe 1 Jahr wie bei Mord?

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  4. Carsten

    Vielleicht ist es eine Schande diese Belohnung auszusetzen…Aber uch finde es auch eine Schande das der Wolf überhaupt geschossen und dann noch geköpft liegen gelassen wird Ein Armutszeugnis,Schande wenn es ein ehrlicher Jäger war.

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