Österreich: FPÖ-Politiker will “ausländische” Wölfe abschiessen lassen

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Der niederösterreichische Landesrat und FPÖ-Politiker Gottfried Waldhäusl hat sich dafür ausgesprochen, “ausländische Wölfe” abschießen zu lassen. Bei der Veranstaltung “Nacht der Wölfe” habe Waldhäusl “erste Gespräche mit Experten über das Leben mit dem Wolf in Niederösterreich geführt” jetzt sei “die Thematik vertieft” worden, so dass “nunmehr eine Lösung präsentiert” werden könne, heißt es in einer Pressemitteilung Waldhäusls: “Die Tiere finden am Truppenübungsplatz (TÜPL) Allentsteig entsprechenden Lebensraum, dort sollen sie auch bleiben dürfen”, so Waldhäusl. “Nur: Laut Wolfsexperten Dr. Rauer kommen fast alle Tiere, die in unserem Land derzeit Schaden anrichten, aus Deutschland bzw. Polen. Diese sollen entnommen werden dürfen!” Auch die jetzt den TÜPL Allentsteig bevölkernden Wölfe sind freilich vor nicht allzu langer Zeit aus Nachbarländern Österreichs eingewandert. Man mag über Waldhäusls “Lösung” den Kopf schütteln, der Vorschlag entspricht aber mit einiger Konsequenz seiner Denkweise – schließlich hat der FPÖ-Mann bereits den schwerwiegenden Missstand thematisiert, dass “Hunde mit Migrationshintergrund” einheimischen Hunden die Tierheimplätze streitig machen würden

In Waldhäusls Presseaussendung heißt es weiter: “Nachdem der Wolf in Niederösterreich wieder Einzug gehalten hat, sind mittel- bis langfristige Lösungen mit Hausverstand gefragt. Waldhäusl: „Fakt ist, dass wir mit den Tieren leben lernen müssen. Die Menschen werden sich mit diesem Gedanken anfreunden müssen, die Sicherheit der Niederösterreicher muss jedoch im Vordergrund stehen. Die Wölfe sollen am TÜPL – kontrolliert – leben dürfen, deren Entwicklung soll wissenschaftlich begleitet werden. Die wenigen, die sich vom Rudel loslösen und das Gelände des Truppenübungsplatzes verlassen, sollen ebenfalls entnommen werden dürfen.” Als “zuständiges Regierungsmitglied” stehe er für Tierschutz mit Hausverstand”, so Waldhäusl, “und dieses mit Experten ausgetüftelte Konzept ist für mich die beste Lösung.” Man  wolle die Wölfe “nicht wahllos entnehmen und auch nicht in Käfige sperren”, somit habe “dieser Mittelweg Priorität.” PM/SE

Beitragsbild: Waldhäusls PM auf APA OTS (Screenshot, Ausschnitt)

 

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