Österreich: Äschenzüchter fordern Otter-Bejagung

Die Europäische Äsche, ein Knochenfisch aus der Familie der Salmonidae, zu der auch Forellen und Lachse gehören, ist vielerorts im Rückgang begriffen. Dafür werden verschiedene Faktoren verantwortlich gemacht: Verschlechterte Gewässerqualität und Verbauung von Gewässern dürften ebenso eine Rolle spielen wie der zunehmende Prädationsdruck zum Beispiel durch den Kormoran. Laut Wikipedia ist die Äsche gemäß Berner Konvention als gefährdete Art auf europäischer Ebene geschützt., gilt jedoch der Einschätzung der IUCN zufolge als nicht gefährdet (least concern). Der Fischereiverein Hallein im österreichischen Bundesland Salzburg widmet sich der Nachzucht von Äschen, die in der Salzach und ihren Nebenflüssen eingesetzt werden soll, wie der ORF berichtet. Doch die anwachsende Fischotter.Population bedrohe das Projekt: Von einem “extremen Fischotterbefall” spricht ein Fischer gegenüber dem ORF. Fünf bis sechs Otter seien in die Anlage des EU-geförderten Zuchtprojekts eingedrungen und hätten massive Schäden an Äschen und Regenbogenforellen angerichtet.

Der Jungfischbestand in den Zuchtteichen sei um bis zu 90 Prozent dezimiert worden, Spuren im Schnee ließen keinen Zweifel daran aufkommen, wer dafür verantwortlich ist. Der Fischereiverein fordert eine “kontrollierte Bejagung” der Fischotter, da eine ottersichere Einzäunung der weitläufigen Teichanlagen nicht möglich sei. red.

Beitragsbild: Europäische Esche. Quelle: Wikipedia / Zsoldos Márton – http://zsoldoseladokepek.freeblog.hu/, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10796695

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