Österreich: Abschusszahlen im Jagdjahr 2015/2016 um 1,6% gestiegen

Im Jagdjahr 2015/2016 stieg die Gesamtzahl der Abschüsse laut Statistik Austria auf 783.000 Stück und lag damit um 1,6% über dem Wert der vergangenen Saison. Dabei wurden 633.000 Stück Haarwild (+2,7%) und 150.000 Stück Federwild (-2,9%) erlegt. An Haarwild wurden 385.000 Stück Schalenwild (+2,2%) und 248.000 Stück Niederwild (+3,4%) geschossen. Darunter fanden sich 276.000 Stück Rehwild (+3,0%), 52.000 Stück Rotwild (+0,7%), 31.700 Stück Schwarzwild (-2,7%) sowie 120.000 Hasen (+3,7%) und 66.100 Füchse (+3,0%). Beim Federwild wurden unter anderem 64.700 Fasane (-8,2%), 58.100 Wildenten (+0,8%) und 15.300 Wildtauben (+4,8%) zur Strecke gebracht.

Wildverluste geringfügig gestiegen

Straßenverkehr, ungünstige Witterungsverhältnisse oder Krankheiten führen zu Wildverlusten (“Fallwild”). Für das Jagdjahr 2015/2016 wurden insgesamt 127.000 Stück (+1,3%) solcher Verluste gemeldet. Davon fielen allein dem Straßenverkehr unter anderem 37.900 Stück Rehwild (+1,3%), 23.200 Hasen (+2,8%) und 7.200 Fasane (+3,0%) zum Opfer.
Deutlich mehr Jagdgastkarten ausgegeben

Bundesweit übten 19.800 Jagdschutzorgane, davon 548 Berufsjägerinnen und Berufsjäger (-0,4%) sowie 19.200 sonstige Jagdschutzorgane (+1,8%), ihren Dienst in den Revieren aus. Die Anzahl der insgesamt gültigen Jahresjagdkarten lag mit 123.000 Stück (-0,4%) unter dem Vorjahreswert. Darüber hinaus wurden 13.800 Jagdgastkarten (+24,1%) ausgegeben.

Methodische Informationen, Definitionen:

Das gesamte Jagdwesen ist durch Landesgesetze geregelt, die das jeweilige “Jagdjahr” regional unterschiedlich abgrenzen. In Kärnten, Niederösterreich, Salzburg und Wien entspricht es dem Kalenderjahr, im Burgenland währt es vom 1. Februar bis 31. Jänner und in den übrigen vier Bundesländern vom 1. April bis 31. März.
Der Abschuss von Schalenwild (ausgenommen Schwarzwild) wird – revierbezogen – zwischen den jeweiligen Bezirksverwaltungsbehörden, Jagdverfügungs- oder Jagdnutzungsberechtigten sowie Interessenvertretungen der Jägerschaft verhandelt, festgelegt und per Landesverordnung erlassen. Für alle anderen Wildarten wird eine Bejagungsplanung erstellt, die aber keiner gesetzlichen Regelung unterliegt. Darüber hinaus werden Jagd- und Schonzeiten verordnet.
Aufgaben und Zielsetzungen des Jagdrechts konzentrieren sich vor allem auf Hegemaßnahmen, den Jagd- und Biotopschutz sowie auf die nachhaltige Wildnutzung, in Summe also auf eine Verbesserung des Lebensraums bzw. der Lebensumstände von Wildpopulationen. Des Weiteren werden – auch im Hinblick auf land- und forstwirtschaftliche Interessen – als überhöht angesehene Bestände durch Bejagung abgebaut. PM

Beitragsbild: Originelle Ansitzeinrichtung in Österreich. Foto: SE

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