NRW: Staupe bei Fuchs im Kreis Viersen

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Hundehalter sollten Impfschutz ihrer Tiere prüfen

Bei einem Fuchs aus Viersen ist das das Staupe-Virus festgestellt worden. Ein Jäger hatte das erkrankte Tier vor Weihnachten geschossen. Besonders Hunde sind von dem Virus bedroht. Darauf weist das Veterinäramt des Kreises Viersen hin. Das Virus überträgt sich als Tröpfcheninfektion oder durch direkten Kontakt zu erkrankten Tieren. Hunde können sich auch an Ausscheidungen erkrankter Tiere infizieren. Bereits im vergangenen Jahr gab es mehrere Staupe-Fälle bei Füchsen in der Grenzregion.

„Ist ein Fuchs bereits geschwächt, kann ein freilaufender Hund ihn leicht aufstöbern und sich anstecken“, warnt Kreisveterinär Dr. Helmut Theißen. Die Krankheit führt in vielen Fällen bei Fuchs und Hund zum Tod. Füchse, bei denen die Krankheit ausgebrochen ist, verlieren meist die Scheu vor Menschen und wirken orientierungslos. Die Tiere bekommen unter anderem Fieber mit Symptomen eines Magen-Darm- oder Atemwegsinfekts.

Meist findet man die Füchse verendet auf freiem Feld, weitab von ihrer natürlichen Deckung. Das Verbreitungsgebiet muss nicht auf die Fundorte oder den Westkreis beschränkt sein. Ein Fuchs kann durchaus 20 Kilometer in einer Nacht zurücklegen.

Für Menschen und Katzen ist der Staupevirus ungefährlich. Neben Füchsen und Hunden sind Marder, Dachse und Waschbären extrem gefährdet. Bei Spaziergängen im Wald sollten Hunde unbedingt an der kurzen Leine gehalten und von erkrankten oder toten Tieren ferngehalten werden.

Besitzer sollten umgehend den Impfschutz ihres Hundes überprüfen und gegebenenfalls erneuern lassen. „Üblicherweise besteht ein Impfschutz gegen Staupe rund ein Jahr, dann sollte die Impfung aufgefrischt werden“, rät Dr. Theißen. Nach der Impfung dauert es zwei Wochen, bis der Schutz wirkt. Welpen sollten ab der achten Woche eine Grundimmunisierung erhalten.

Die Staupe-Krankheit ist nach Einführung der Impfung vor rund 50 Jahren weitgehend eingedämmt worden. Allerdings bricht sie ab und an dennoch aus. PM

Beitragsbild: Nicht nur im Wald sollten Hundebesitzer auf ihre Tiere achten. Ein Fuchs mit Staupe ist im Kreis Viersen aufgefunden worden. Das Virus ist auch für andere Tiere lebensgefährlich. Foto: Friedhelm Reimann

Ein Gedanke zu „NRW: Staupe bei Fuchs im Kreis Viersen

  1. Frank

    Stimmt, Staupe ist eher noch harmlos. Hatte neulich [Kommentar gekürzt, admin.] auch was von einem an Aujeszki verendeten Viersener Foxl gelesen – üble Sache das.

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