NRW: Ökos fordern erleichterte Befriedung und Katzensteuer

Nicht nur der LJV NRW, der Verfassungsbeschwerde gegen das novellierte Landesjagdgesetz eingelegt hat, auch Öko-Verbände sehen noch Korrekturbedarf, wie u.a. die Welt berichtet: So fordert der BUND, die sog. Befriedung, also die Möglichkeit, Jagdverbote aus ethischen Gründen auf Privatbesitz zu erwirken, müsse beschleunigt und erleichtert werden. Zu der Frage, wer für die Wildschäden (Beitragsbild) auf angrenzenden Flächen aufkommen soll, äußerte sich der Verein nicht. Bewährt habe sich nach Ansicht der spendensammelnden Naturfreunde jedoch das Verbot, verwilderte streunende Katzen zu schießen: Die ökologischen Auswirkungen von Katzen auf den Naturhaushalt seien gering, behauptet der BUND, womit gegenläufige Forschungsergebnisse (siehe auch hier) mit befremdlicher Halsstarrigkeit geleugnet werden. Zu einer anderen Einschätzung gelangt denn auch der Ökologische Jagdverein (ÖJV), der die Einführung einer Katzensteuer forderte, um die negativen Auswirkungen einer “ausufernden Population” zum Beispiel auf Bodenbrüter einzudämmen. Wobei fraglich ist, was eine Katzensteuer in Hinblick auf verwilderte Hauskatzen bringen soll, für die sich niemand zuständig fühlt und gerade deshalb – weil sie nicht gefüttert und nicht üblicherweise im Haus gehalten werden – das größte ökologische Problem darstellen.

Der Nabu lobte das Landesjagdgesetz als “guten Kompromiss” und “Meilenstein.” Das Verbot von Totschlagfallen oder der Baujagd auf Füchse hätte eine breite gesellschaftliche Akzeptanz, hinter die auch künftige Regierungen nicht mehr zurückfallen könnten, lobte der Nabu-Landesvorsitzende Josef Tumbrinck. SE

Beitragsbild: Wildschaden durch Schwarzwild im Mais. Foto: SE

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